Bild Information: Martin Kaymer: "Adler auf die Brust und los..."

"Adler auf die Brust und los geht's!"

Martin Kaymer
 

Martin Kaymer kämpft in diesem Jahr um Olympisches Edelmetall. Golf.de hat den deutschen Hoffnungsträger zu seiner Vorbereitung und seinen Erwartungen an seiner erste Olympiateilnahme befragt.

Martin Kaymer ist ein Leistungssportler, der in seinem Sport schon viel erreicht hat. Doch nicht nur das. Der deutsche Spitzen-Pro ist auch ein großer Sportfan. Das erkennt man spätestens, wenn man ihm auf Facebook oder Twitter folgt. Kaymer feiert dort regelmäßig andere deutsche Sportler für ihre Erfolge. Kein Wunder also, dass der 31-Jährige in diesem Jahr seine volle Konzentration auf eines der größten Ereignisse der Sportwelt richtet: die Teilnahme an den Olympischen Spielen im August in Rio de Janeiro.

Golf.de: Ihr großes Ziel in diesem Jahr ist eine Medaille beim Golfwettbewerb der Olympischen Spiele im August in Rio. Haben Sie schon mit den Vorbereitungen darauf begonnen?
Martin Kaymer: Ich arbeite auf unterschiedlichen Ebenen schon seit über anderthalb Jahren daran. Wichtig wird sein, auf den Punkt fit zu sein, körperlich und auch mental.  Ich versuche mich natürlich perfekt vorzubereiten.

Können Sie das etwas genauer erklären? An was arbeiten Sie?
MK: Rein golferisch weiß ich, was ich zu tun habe, um top vorbereitet zu sein. Da habe ich lange mit meinem Trainer Günter Kessler drüber gesprochen und einen Trainingsplan entwickelt. Dann habe ich viel mit unterschiedlichem Fitnesstraining und auch mit der Ernährung experimentiert, um herauszufinden, was mir gut tut und wie ich mich zu einem speziellen Zeitpunkt hundertprozentig fit fühle.

Sieht der Plan auch vor, schon vor den Spielen zumindest einmal den Platz zu spielen und kennenzulernen?
MK: Keine Chance. Rio liegt ja nicht gerade um die Ecke und bis zum Sommer stehen auch noch so viele andere wichtige Turniere an. Der Aufwand wäre zu groß und daher kontraproduktiv. Auch wenn es schön wäre, vorab eine Proberunde zu spielen, glaube ich, es bringt mir mehr, wenn ich mich in meinen gewohnten Turnierrhythmus begebe und dann versuche, bestmöglich vorbereitet zu sein. Das Spielen der großen Turniere und das Messen mit der Weltspitze ist sicher zielführender, als ein Test vor Ort, der zeitlich zu weit vom eigentlichen Event entfernt ist. Ich versuche, ganz genau auf meinen Körper zu hören, um mich nicht vor den Spielen unnötig zu überlasten.

Wie werden Sie vor Ort wohnen? Eher im Olympischen Dorf mit all dem Trubel und den anderen Sportlern oder ohne Ablenkung in einem Hotel oder Haus?
MK: Darüber habe ich im Vorfeld auch schon viel nachgedacht und mit einigen Sportlern aus anderen Sportarten gesprochen. Ich denke, ich werde im Vorfeld der Wettkämpfe ins Dorf ziehen und mich dann für die Tage während der Wettkämpfe zur vollen Konzentration auf die vier Runden etwas zurückziehen.

Mit welchen Sportlern haben Sie sich ausgetauscht?
MK: Felix Neureuther habe ich zum Beispiel diesen Winter getroffen, Stefan Kretzschmar im Sommer bei einem ProAm. Und dann waren beim Turnier meiner Martin Kaymer Helianthus Stiftung im vergangenen Jahr viele Olympioniken dabei, mit denen ich mich austauschen konnte. Ich habe keine olympische Erfahrung und auch kein anderer Golfer hat die. Somit waren diese Gespräche sehr interessant und hilfreich.

Welche Erwartungen haben Sie an die Atmosphäre bei den Golf-Wettkämpfen in Rio?
MK: Keine Konkreten. Golf ist erstmals wieder olympisch und ich war auch noch nie bei Olympischen Spielen vor Ort. Ich nehme es, wie es kommt. Ich habe schon vor großen Zuschauermassen gespielt und kann auch sehr gut damit umgehen, wenn es nicht so viele Leute sein werden. Das kennt jeder Golfer.

"Adler auf die Brust und Deutschlandflagge drauf"

Möchten Sie denn auch andere Wettbewerbe als Zuschauer besuchen?
MK: Ich habe immer schon die Highlights der Spiele im Fernsehen verfolgt. Zwar nicht alles, aber zumindest die Leichtathletik und ein paar andere Sportarten und bin immer begeistert gewesen. Da ich in der Woche davor kein Turnier spielen werde, versuche ich schon früh anzureisen und natürlich möchte ich mich durch andere Sportarten für meine 72 Löcher inspirieren lassen. Der Fokus liegt aber ganz klar auf dem Ziel Goldmedaille.

Werden Sie mit dem eigenen Trainer anreisen?
MK: Ich werde mich vorab so gut es geht mit meinem Team vorbereiten, damit ich so unabhängig wie möglich sein werde. So bin ich das als Golfspieler gewöhnt. Wie die Situation dann vor Ort sein wird, ist noch nicht geklärt. Da werden sicher nicht alle Spieler ihre eigenen Trainer akkreditieren können. Ich konzentriere mich auf mich und mein Ziel. Das klingt vielleicht egoistisch, ist aber am Ende das beste für alle.

Wie ist es denn bei den Golfern mit der Wettkampfkleidung geregelt? Werden Sie Ihre eigenen Klamotten tragen oder gibt es da eine vorgeschriebene Teamkleidung?
MK: Mein Bruder ist da in engem Austausch sowohl mit Hugo Boss als auch dem DGV. Klar ist, dass es bei Olympia andere Regeln bezüglich der Kleidung gibt. Für mich persönlich ist nur der Adler auf der Brust wichtig. Dazu noch die Deutschlandflagge und dann kann es für mich losgehen. Ich freue mich wirklich darauf, Deutschland so auch optisch repräsentieren zu können und Teil einer deutschen Olympiamannschaft zu sein!

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