Bild Information: Martin Kaymer (Photo by Andrew Redington/Getty Images)

Kaymer schafft gerade noch den Cut

Masters Tournament
 

Langer mit eins unter Par sicher im Wochenende

Es war ein Bangen und Hoffen, 18 Löcher lang. Martin Kaymers zweite Masters Runde dieses Jahres ähnelte in vielerlei Hinsicht der Auftaktrunde: Bogeys und Birdies wechselten sich wild miteinander ab. Gestartet mit einem Score von eins über Par agierte der 34jährige konstant an der Cutlinie entlang. Ob das Endergebnis von drei über Par nach dem zweiten Score von 74 Schlägen reichen würde, erfuhr der Düsseldorfer erst, als die Dämmerung bereits einbrach.  


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Gerettet von der Zehn-Schläge-Regel

"Da kann man sowieso nichts machen. Ich hoffe jetzt eben, dass niemand acht unter Par spielt", lautete die Bilanz des Deutschen, der auf die Zehn-Schläge-Regel hoffte. Diese besagt, dass alle Spieler, die zehn Schläge innerhalb des Scores des Führenden liegen, ebenfalls den Cut überstehen.  Als Kaymer seine Runde beendet hatte, lag er auf Position 63 und damit eigentlich außerhalb der Top 50, die sich automatisch für die Endrunden qualifizieren. Sein Kollege Bernhard Langer dagegen war mit einem Endergebnis von eins unter Par nach zwei Runden von 71 und 72 Schlägen sicher für das Wochenende qualifiziert. Am Ende hatte Kaymer Glück: Die Spieler der Führungsgruppe nutzten ein paar kleine Chancen nicht. Adam Scott, der Kaymer mit acht unter Par bereits aus dem Feld geworfen hatte, leistete sich an Bahn 15 einen verpatzten kurzen Putt, fiel zurück auf sieben unter Par und hievte den Deutschen damit wieder ins Feld. 

Als Erfolg kann Kaymer die zwei Tage in Augusta trotzdem bis dato nicht werten. "Ich habe einfach zu viele Fehler gemacht, heute zwei kurze Putts an der 10 und der 14 verpasst", gab er sich selbstkritisch. Es bleibt insgesamt schwierig für den Deutschen, der sich von Position 190 der Weltrangliste ganz neue Ziele setzen muss: Zurück in die Top 100 wäre schon gut, ein Platz unter den Top 50 toll, im Moment aber scheint alles in weiter Entfernung. Die Position 1 in der Weltrangliste, die er 2011 besetzte, ist im Moment eine blasse Erinnerung – auch wenn sie Kaymer gerade hier in Augusta immer wieder einholt.

"Das ist der Mann, der als Weltranglistenerster 2011 aufteete und den Cut nicht schaffte" – den Satz hörte man schon am Donnerstag in Augusta in so manchem Radiosender und am ersten Abschlag. Kaymer selbst weiß inzwischen, dass er damals – eigentlich auf dem Höhepunkt seiner Leistungsfähigkeit – dem Platz von Augusta nicht gewachsen war, weil er nicht alle Flugkurven beherrschte. Das hat er inzwischen geändert – die Leistungsbilanz insgesamt aber ist weit schlechter als in den Jahren 2010 bis 2014, als er zur Weltelite gehörte. Kaymer hofft, dass es aufwärts geht – vielleicht schon an diesem Wochenende. 

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