Bild Information: Tiger Woods am Finaltag (Photo by Patrick Smith/Getty Images)

Woods weiter im Aufwärtstrend

Masters Tournament
 

Amerikaner braucht nach gutem Masters-Ergebnis erst einmal eine Pause. 


Augusta, Georgia - Ganz ohne Trophäe ist er am Ende doch nicht gegangen. Das Kristallset, das Tiger Woods für sein Eagle am 15. Loch während der Finalrunde des Masters Tournament erhält, bekommt einen Sonderplatz in seinem Trophäenschrank. Die Vorbereitung für dieses Turnier ist  nach seinen Worten "grausam" gewesen. "Ich habe mich selbst ziemlich an die Grenzen gebracht, um bereit zu sein. Das war ermüdend."

Der Aufwand, so bilanziert er selbst nach seinem 32. Rang, hat sich aber gelohnt. Er ist zurück im Wettbewerb, hoch anerkannt von den Kollegen. "Das ist ja nicht nur gut, was der macht, das ist außergewöhnlich“, stellte Martin Kaymer fest. Am Sonntag scheiterte Woods zwar immer wieder an den Putts, fand selbst seine Eisenschläge "schrecklich", gleichzeitig zauberte der einstige Weltranglistenerste aber immer wieder Flugkurven auf den Platz, die ein Großteil seiner Mitspieler in dieser Qualität gar nicht beherrschen.

Rummel um Woods ist wieder Routine

Am Ende landete ein, nach seiner eigenen Einschätzung mittelmäßiger Tiger Woods, der noch vor einem halben Jahr als aktiver Spieler überhaupt nicht relevant war, mit einer 69er Schlussrunde zum Endstand von eins über Par vor Weltklassespielern wie Phil Mickelson, Martin Kaymer oder Matt Kuchar.

Die Kollegen haben sich an den Rummel um den Mann inzwischen gewöhnt. In gewisser Weise ist er ja eine Erleichterung. Die Nachfrage nach Profis wie Dustin Johnson, Rory McIlroy oder auch Jordan Spieth ist deutlich geringer geworden. Ein Tiger Woods steht selbst nach einer durchschnittlichen Runde eben noch immer vor einer dreireihigen Kette von Fotografen und Journalisten.

Er selbst kann damit umgehen. Sein Medienberater Glenn Greenspan ist bei seinem ersten Masters-Sieg 1997 selbst der Kommunikationsdirektor des Masters Tournament gewesen. Für Woods selbst ist der Trubel Routine, welcher der Amerikaner inzwischen weit gelassener und freundlicher begegnet als noch vor zehn Jahren.

Jetzt stellt er die Schläger erst einmal in die Ecke. Das hat er nach dem Masters immer so gemacht. Einfach mal ein paar Tage oder Wochen keine Golfschläge. "Ich muss mich um meinen Körper kümmern", sagt Woods. Schließlich will er auch im nächsten Jahr wieder spielen.

Tiger Woods arbeitet sich in der Weltrangliste nach vorne

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