Bild Information: Martin Kaymer gelingt bestes Masters-Ergebnis (Photo by Rob Carr/Getty Images)

Kaymer setzt neue Bestmarke beim Masters

Masters Tournament
 

In der Finalrunde des 81. Masters Tournament egalisiert Martin Kaymer noch einmal seine am Freitag aufgestellte Bestmarke und beendet das erste Major des Jahres auf dem geteilten 16. Rang.

Augusta, Georgia - Neun Mal war Martin Kaymer vor der diesjährigen Austragung beim Masters Tournament im Augusta National Golf Club bereits angetreten. Und dass der 32-Jährige bislang nicht der größte Fan des Par-72-Platzes war, ist weitläufig bekannt. Der Kurs passt nicht so richtig zu Kaymers natürlicher Flugkurve, dem Fade. Das wurmte den deutschen Major-Sieger.

In vielen Trainingseinheiten erarbeitete er sich den Draw, den er aber nach wie vor gerne meidet. Doch wenn er gebraucht wird, kann Kaymer die Flugkurve von Rechts nach Links immer präziser steuern. Diese Fähigkeit, zusammen mit einer guten Leistung auf den schwierigen und pfeilschnellen Grüns, hatte ihm in diesem Jahr an Tag zwei mit einer 68 seine bislang beste Runde beschert. Erstmals blieb Kaymer in Augusta unter 70 Schlägen. Etwas, das für viele Spieler unerreicht ist.

Es geht also aufwärts mit der Beziehung zwischen dem deutschen Ausnahmegolfer und dem altehrwürdigen und legendenumwoben Platz von Alister MacKenzie. Nach vier verpassten Cuts bei seinen ersten vier Starts, spielte sich Kaymer 2012 erstmals ins Wochenende. Sein bestes Gesamtergebnis datiert aus dem Jahr 2014 mit Rang 31. Es ist also nach wie vor Luft nach oben für den Weltklassegolfer Kaymer, der im Jahr 2010 bereits an der Spitze der Weltrangliste stand und dessen Ansprüche gerade an die großen vier Major-Turniere weitaus höher liegen als Platzierungen im Mittelfeld.

Front Nine verwehren Kaymer das berühmte Momentum

In der Finalrunde ging es nach Runden von 78, 68 und 74 Schlägen nun zumindest darum,  das Ergebnis von vor drei Jahren zu toppen. Und der Beginn konnte sich direkt sehen lassen. Seine Annäherung an dem knapp 400 Meter langen Eröffnungs-Par-4 traf die perfekte Stelle im Grün und blieb Millimeter neben dem Loch liegen. Mit so einem leichten Birdie beginnt man gerne die Finalrunde des 81. Masters Tournament.

Trotz des perfekten Auftakts in den Sonntag wollte Kaymer auf den ersten Neun nie so recht in einen Lauf kommen. Auf der Zwei verfehlte er das Grün auf der falschen Seite und ging nur mit dem Par vom ersten echten "Scoring Hole" des Augusta National. Auf der Drei folgte der erste Schlagverlust des Tages, den er aber mit einer traumhaften Annäherung an Loch 5 beantworte und das nächste Birdie notierte.

Das berühmte Momentum wollte aber einfach nicht aufkommen. Hatte sich Kaymer erst einmal wieder Luft verschafft und Birdies gespielt, folgte meist der nächste Dämpfer auf dem Fuße. So auch nach dem Schlaggewinn an der Fünf. Ein weiteres Bogey an der Sieben, nachdem er den mannstiefen Bunker vor dem Grün traf, sowie nur das Par am nächsten Par 5 der Runde (Loch 8, Yellow Jasmine) bremsten den Deutschen erneut aus.

"Auf den ersten Neun hätte ich ohne zu übertreiben noch drei, vier Schläge besser spielen können. Ich habe die Scoring-Löcher leider nicht genutzt heute", sagte Kaymer nach der Runde zu Golf.de.

Fünf Birdies in Folge zur Halbzeit

Aber ausgerechnet auf den von Kaymer verhassten Löchern 9 und 10 beginnt es beim Deutschen plötzlich zu laufen. Die beiden Doglegs nach Links liegen ihm mit seinem Fade eigentlich nicht; auf der Neun las sich seine Bilanz bei 26 gespielten Runden vor 2017 +6, auf der Zehn lag er gar neun Schläge über Par. Doch nach traumhaften Annäherungen verwandelt Kaymer zwei Mal zum Birdie aus knapp drei Metern und spielte sich in einen kleinen Rausch.

Auch auf der Elf, dem berühmten Par 4 White Dogwood, ließ sich Kaymer von seiner schlechten Bilanz der vergangenen Jahre (+12) nicht aus der Ruhe bringen. Aus etwas mehr als sechs Metern lochte Kaymer aus dem Vorgrün zum dritten Birdie des Tages; und war noch lange nicht fertig. Die gefürchtete Amen Corner verließ der letzte verbliebene Deutsche im Turnier mit drei unter Par. So etwas hatte der Augusta National Golf Club schon lange nicht mehr gesehen. Schon gar nicht während des Masters. Für Kaymer bedeutete das ein Tagesergebnis von fünf unter Par und die Verbesserung unter die besten Zehn auf dem Leaderboard.

Kaymer setzt neue persönliche Bestmarke im Augusta National

Dass es so nicht ewig weitergehen würde, ist in Augusta leider unvermeidbar. Der Platz bestraft die kleinste Ungenauigkeit, so auch die etwas zu lange Annäherung Kaymers ins 14. Grün, die zum dritten Bogey des Tages führte und den Lauf kurzzeitig stoppte. Doch mit dem geplanten Birdie am Par 5, Loch 15 (Firethorn), und einem souverän geretteten Par aus dem Bunker der 16 verbesserte sich Kaymer wieder auf fünf unter Par für den Tag und ein Gesamtergebnis knapp unter der Par-Vorgabe.

Trotz eines weiteren Bogeys auf dem letzten Loch unterschrieb Kaymer nicht nur die zweite Runde unter 70 Schlägen in dieser Woche, er egalisierte zudem seine Bestmarke vom Freitag (68 Schläge). Kein Wunder, dass so auch die nächste persönliche Bestmarke fallen musste. Mit einer finalen 68 (-4) verbesserte er sich deutlich auf dem Leaderboard und schloß das Masters besser ab als jemals zuvor. Noch nie blieb er über alle vier Runden bei Even Par.

"Im kurzen Spiel habe ich in diesem Jahr einen riesen Schritt nach vorne gemacht", resumierte Kaymer seinen Auftritt beim 81. Masters. "Wenn ich das Spiel in den nächsten Jahren vom Abschlag bis zum Grün besser zusammenbekomme, traue ich mir schon zu, irgendwann auch um den Sieg mitzuspielen."

 

In diesem Jahr reichte es zunächst einmal für den geteilten 16. Rang. Mit seinen beiden Runden am Freitag und Sonntag bewies Kaymer, dass der Knoten auf dem Augusta National endgültig geplatz ist. Er hat es verstanden, wir er niedrige Runden spielen kann.

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