Bild Information: Bernhard Langer mit Green Jacket im Augusta National Golf Club vorab des Masters 2015

Langers Masters-Geheimnisse

Bernhard Langer
 

Wie spielt man erfolgreich das Masters? Bernhard Langer, zweifacher Sieger im Augusta National Golf Club, spricht mit Mercedes-Benz über Lieblingslöcher, Yips und die richtige Vorbereitung auf das erste Major das Jahres.

Beim Masters 1985 notierte der damals 28-jährige Bernhard Langer über 72 Löcher nur einen Dreiputt auf den tückischen und traditionell blitzschnellen Grüns im Augusta National Golf Club. In jenem Jahr gewann Langer das Major mit zwei Schlägen Vorsprung auf Seve Ballesteros, Curtis Strange und Raymond Floyd. Einige werden sich vielleicht etwas wehmütig an den bereits 30 Jahre zurückliegenden Triumph des Deutschen erinnern.

Weitere drei Jahre zuvor, bei Langers Debut auf den von Pinien umsäumten Fairways in Augusta, war bereits nach zwei Runden Schluss. 1982 sorgte eine zu 1985 gegensätzliche Performance auf den Grüns für einen frühzeitigen Rückweg des damals lockenhaarigen Rookies von der Magnolia Lane.

Im Vorfeld des Masters Tournament 2015 spricht Bernhard Langer mit Mercedes-Benz über sein erstes Green Jacket, Schlüsselfaktoren, um in Augusta erfolgreich zu sein, und Eigenheiten der Amen Corner.

Was war der Unterschied zwischen dem verpassten Cut 1982 und ihrem Sieg 1985?
Bernhard Langer: Als ich 1982 zum ersten Mal in Augusta gespielt habe, hatte ich elf Dreiputts nach 36 Löchern. Drei Jahre später im gesamten Turnier nur einen einzigen. Das war eine riesige Verbesserung. Nach meinem verpassten Cut 1982 habe ich mir selbst gesagt, dass ich auf diesen Grüns wesentlich besser putten müsse. Genauso wichtig war es jedoch, herauszufinden, wo die Schläge in die Grüns platziert werden mussten.

Wie blicken Sie nach 30 Jahren auf den denkwürdigen Tag zurück, an dem Sie das erste Mal das Green Jacket übergestreift bekamen?
BL: Es war sicher einer der wichtigsten Meilensteine meiner Karriere. Du verbringst Jahre mit dem Ziel, endlich dein erstes Major zu gewinnen. Davon träumt jeder Professional. Und wenn man das einmal geschafft hat, hebt es einen auf ein vollkommen neues Level. Von den vielen großartigen Spielern haben nur wenige Majors gewonnen.

In der Zeit um 1985 hatte ich den Ruf, nicht der beste Putter zu sein, obwohl ich trotz meiner gelegentlichen Yips die meiste Zeit relativ gut auf den Grüns war. Dass ich mein erstes Major also auf den schwierigsten Grüns der Tour gewinnen würde, hätten die meisten Leute nicht von mir erwartet.

"Ich wusste immer wo die Annäherung hin musste"

Kann man also sagen, dass ein Sieg beim Masters nur über eine gute Putt-Statistik möglich ist?
BL: Ja, das ist korrekt. Ich erinnere mich immer noch an den Putt, den ich nicht gelocht habe. Das war auf dem dritten Grün. Und es war nicht einmal ein schwieriger Putt! Aber so ist das Leben. Es war eines der wenigen Bogeys, die ich in der Woche gespielt habe.

Der Schlüssel zum Sieg 1985 war, dass ich nicht nur innerhalb von zwei Metern sehr gut geputtet habe, auch wenn ich das Grün verfehlt habe, war mir wichtig, eine gute Chance aufs Up-and-down zu haben. Ich habe mich einfach nicht in Situationen gebracht, aus denen ein Par unmöglich war.

Gab es in den 80er Jahren eine Möglichkeit, sich außerhalb des Augusta National auf die Masters-Grüns vorzubereiten, oder gab es nirgendwo sonst vergleichbare Grüns?
BL: Nein, damals gab es nirgendwo Grüns wie in Augusta. Heutzutage hingegen kommen einige Plätze relativ nah ran. In den 80ern habe ich sichergestellt, drei bis vier Tage zuvor anzureisen, um nicht nur viel Zeit auf dem Putting-Grün verbringen zu können, sondern auch die Grüns auf dem Platz zu studieren. Ich habe mir Notizen über das Gefälle auf allen Grüns gemacht. So wusste ich immer, wo ich meine Annäherung hinschlagen musste.

Sechs bis acht Schläger mehr als Bubba

2014 haben Sie auf den letzten sechs Löchern vier Birdies gesoielt. 30 Jahre nach Ihrem Sieg eine weitere Top-Ten-Platzierung.
BL: Mit 56 Jahren immer noch in der Lage zu sein, auf einem mittlerweile sehr langen Golfplatz oben mitzuspielen, war für mich eine große Errungenschaft. Und das bei meiner Länge vom Tee. Augusta gehört mittlerweile zu den längsten Plätzen auf der PGA Tour und die Fairways werden in Richtung der Abschläge gemäht, so dass der Ball nicht so weit ausrollt.

Ihre Länge vom Tee kann sich dennoch sehen lassen: Sie erreichten 2014 durchschnittlich 258 Meter vom Abschlag, während der Durchschnitt des Felds bei 262 Metern lag.
BL: Sie müssen das so sehen: Am Finaltag schlug Bubba Watson am zweiten Loch nach seinem Drive noch ein Eisen 7, während ich dort noch ein Holz 3 gebraucht habe. Das ist ein riesen Unterschied! Auf der Elf musste ich nach meinem Drive noch ein Hybrid hinterher schlagen und Bubba hatte nach seinem nur noch ein kurzes Eisen ins Grün. Ich schlage also sechs bis acht Schläger mehr in die Grüns als Bubba und andere Longhitter. Gerade auf diesem Golfplatz macht das einen großen Unterschied.

Geben Ihnen die guten Ergebnisse von 2004 (Vierter) und 2014 (Achter) ein gutes Gefühl für das Masters 2015?
BL: Ja, das tun sie. Auch, weil ich das Jahr davor ebenfalls in der Verfolgergruppe war und mit nur zwölf Bahnen zu gehen, sehr nah an den Führenden dran war. Ich bin von einer guten Position aus in die Finalrunde gestartet, und nachdem ich auf drei von vier frühen Löchern Birdies gespielt hatte, war ich nur einen oder zwei Schläge hinter der Spitze. Als es dann angefangen hat zu regnen, und die Grüns wesentlich langsamer wurden, habe ich es nicht geschafft, meine Puttgeschwindigkeit an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Von da an habe ich nur noch sehr schlecht gescored, hauptsächlich wegen vieler zu kurz gelassener Putts. Letztlich bin ich geteilter 25. geworden.

Bernhard Langer ist Botschafter der Marke Mercedes-Benz, und Mercedes-Benz globaler Sponsor des Masters Tournament 2015.

Tiger Woods bereitet sich im Augusta National GC auf das Masters vor Die Masters-Outfits von Tiger Woods, Martin Kaymer und Rory McIlroy

Anhänge

Anzeige
Anzeige
Dustin Johnson bei der US Open 2018 (Photo by Warren Little/Getty Images) Dustin Johnson bei der US Open 2018 (Photo by Warren Little/Getty Images)

US Open

Johnson gegen die Statistik

Viererspitze nach Runde eins der US Open; Woods und Kaymer abgeschlagen.

weiterlesen
Martin Kaymer bei der US Open 2018 (Photo by Andrew Redington/Getty Images) Martin Kaymer bei der US Open 2018 (Photo by Andrew Redington/Getty Images)

US Open

118. US Open - der ultimative Test

Favoriten beim zweiten Major des Jahres vom 14. bis 17. Juni.

weiterlesen
Dustin Johnson gewinnt St. Jude Classic mit Eagle (Photo by Stan Badz/PGA TOUR) Dustin Johnson gewinnt St. Jude Classic mit Eagle (Photo by Stan Badz/PGA TOUR)

PGA Tour

Johnson ohne Putter zum Sieg

DJ gewinnt FedEx St. Jude Classic mit Eagle und ist wieder #1.

weiterlesen
Bernhard Langer (Photo by Drew Hallowell/Getty Images) Bernhard Langer (Photo by Drew Hallowell/Getty Images)

PGA Tour Champions

Langer um den Sieg gebracht

Principal Charity Classic wird auf zwei Runden verkürzt.

weiterlesen

Leaderboard - Aktuelle Turniere

PGA Tour
21. - 24.06.2018

Travelers Championship

zum Scoring
European Tour
21. - 24.06.2018

BMW Int. Open

zum Scoring
LPGA Tour
22. - 24.06.2018

Walmart Championship

zum Scoring
Champions Tour
22. - 24.06.2018

American Family Insurance Championship 

zum Scoring
Web.com
21. - 24.06.2018

Wichita Open

zum Scoring
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige