Bild Information: Si Woo Kim bei der Players Championship (Photo by Warren Little / Getty Images)

Jüngster Players-Champion der Geschichte

Players Championship
 

Si Woo Kim gewinnt mit der Players Championship das Vorzeigeturnier der PGA Tour in beeindruckender Art und Weise. Die spektakulärsten Schläge am Sonntag gelingen jedoch anderen.

Ponte Vedra Beach, Florida - Das Leaderboard nach 54 Löchern versprach einen spannungsgeladenen, hochklassigen Finaltag der Players Championship, lagen doch enorm viele Spieler in Reichweite der Führenden. Darunter Sergio Garcia, Louis Oosthuizen und Ian Poulter. Garcia, der nach seinem Masters-Sieg eine Pause vom Turniergolf eingelegt hatte, erschien die Tage zuvor ein wenig eingerostet. In der dritten Runde dann die Befreiung, die viel erhoffen ließ.

Doch "El Niño" lochte nichts. Am Ende wurde es nach einer 78 (+6) der geteilte 30. Rang bei einem Schlag über Par. Und auch Oosthuizen, der in der vorletzten Gruppe in die Finalrunde gestartet war, konnte in den kritischen Momenten nicht die wichtigen Putts verwandeln, die sein Mitspieler Si Woo Kim immer wieder lochte. Der Rückstand wurde größer und am Ende trennten ihn drei Schläge vom Sieger.

Lange Zeit, sah es nach einem Zweikampf zwischen Kim und Poulter aus, der direkt vor dem 21-jährigen Südkoreaner spielte. Der Mann, der gerade erst seine Spielberechtigung zurückerlangt hatte, nutzte die Chance bei dem Vorzeigeturnier der PGA Tour dabei sein zu können weitgehend optimal aus. Poulter machte kaum Fehler, der Ball wollte jedoch nicht so recht den Weg ins Loch finden. Auf den schwierigen Schlusslöchern des Stadium Course im TPC Sawgrass erzwang der Engländer nichts.

Zwischen Genie und Wahnsinn

Defensives Spiel garantierte, kein Desaster zu bewerkstelligen. Vermeintlich. Denn der zweite Schlag am 72. Loch war ein Bilderbuch-Socket und landete weit abseits der Bahn in einem Gebüsch. "Das kam aus dem nichts. Dort zu liegen, war der Horror pur. Es war ein verrückter Schlag", gab Poulter dann bezüglich seines Rettungsschlages zu. Dieser flog durch eine winzige Lücke in den Bäumen, landete an der perfekten Stelle und verfehlte das Loch nur denkbar knapp. Schadensbegrenzung geglückt und der geteilte zweite Platz bei sieben unter Par mit Oosthuizen war gesichert.

Aus der Führungsgruppe kam nicht viel. Kyle Stanley lag konstant über Par, J.B. Holmes spielte sich mit seinen wilden Abschlägen vollkommen aus dem Turnier. Was über drei Runden gut gegangen war, endete am Sonntag in einer 84 (+12). Stanley, der die Tage zuvor mit äußerst konstantem Spiel überzeugt hatte, hielt sein Spiel auch in der Finalrunde zusammen, musste sich nach einer 75 jedoch mit dem geteilten vierten Rang zufrieden geben.

Erstes Albatross der Geschichte

Mit drei Bogeys gegen Mitte der Runde eigentlich aus dem Titelrennen verabschiedet, hatte sich Rafa Cabrera Bello. Doch dem Spanier gelang, was vor ihm noch niemand geschafft hatte. Er lochte nach einem perfekten Abschlag sein Eisen 8 zum Albatross auf dem Par 5 Loch 16 ein. Nach einem weiteren Birdie am berühmten Inselgrün Loch 17, befand sich Cabrera Bello nur noch drei Schläge hinter dem Führenden. Der Abschlag landete zwar im Wasser, doch ein spektakuläres Par sicherte ihm den geteilten vierten Rang bei sechs unter Par.

So war es am Ende Kim, dem nicht viel entgegengesetzt wurde. Drei Birdies auf den vorderen neun Bahnen reichten, um sich vom Feld abzusetzen, neun Pars auf den zweiten Neun, um diesen Vorsprung zu halten. Der 21-jährige Koreaner ging damit als jüngster Players-Champion in die Geschichtsbücher ein, nachdem er bereits in der vergangenen Saison zum ersten Mal auf der PGA Tour gewinnen konnte.

Martin Kaymer, der schon am Samstag über Par blieb, unterschrieb zum Abschluss des Turniers, welches er 2014 gewinnen konnte eine 78. Besonders bitter dabei das Finale, ein Doppel-Bogey auf dem einfachen 16. Loch und ein Triple-Bogey zum Abschluss. Am Ende wurde es Rang 69 für den Deutschen. Bernd Wiesberger arbeitete sich indes mit einer Par-Runde auf den zwölften Rang nach vorne. Einziger Wehrmutstropfen war der Wasserball am abschließenden Par 4, war Wiesberger doch die restliche Turnierwoche ohne Strafschläge ausgekommen.

Driver aus dem Rough (Video) Ass für den Masters-Champion (Video)

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