Bild Information: Tiger Woods

Woods kommt nicht in Fahrt

US PGA Tour
 

Tiger Woods kommt beim Memorial Tournament nicht über eine 73er Runde hinaus und hadert mit dem Driver. Die Führung schnappen sich Hideki Matsuyama und Bo Van Pelt. Alex Cejka liegt nach dem Auftakt im Mittelfeld. 

Dublin, Ohio - Es war nicht der Auftakt, den sich die einstige Nummer eins der Welt gewünscht hatte. Nach einer längeren Pause - Tiger Woods war zuletzt bei der Players Championship aufgelaufen - startete der 39-Jährige beim Memorial Tournament mit einer 73 (+1) ins Geschehen. "Ich habe heute einfach nicht gut gespielt", kommentierte der nur noch auf Position 172 der Weltrangliste stehende Woods. Fünf Mal gewann Woods das Turnier von Jack Nicklaus. Ob ein weiterer Titel hinzukommt, bleibt eher fraglich. 

Vor allem mit dem Driver haderte der 14-fache Major-Champion. Er traf nur vier von 14 Fairways und schlug den Ball im Schnitt rund 270 Meter vom Tee. "Es ist eine bisschen andere Bewegung, an der wir seit der Players Championship arbeiten", ließ Woods über seine Zeit mit Coach Chris Como wissen. 

An der Spitze des Feldes stehen nach der erste Runde Titelverteidiger Hideki Matsuyama und Bo Van Pelt. Mit Scores von 64 Schlägen zeigten beide Akteure extrem starkes Golf. Matsuyama verfehlte nur ein Fairway und ein Grün auf 18 Löchern. "Ich weiß nicht, was über Nacht passiert ist. Aber ich habe etwas Magisches erwischt", sagte der Japaner mit einem Schmunzeln auf den Lippen. Bislang gewann er nur einen Titel auf der US PGA Tour: das Memorial in 2014. 

Bester Europäer ist der Schwede David Lingmerth (67) auf Rang fünf. Dahinter folgt der Italiener Francesco Molinari mit einer 68 auf Rang zwölf. Justin Rose und Jordan Spieth liegen ebenfalls auf Platz zwölf. 

Die Ryder-Cup-Spieler Phil Mickelson, Rickie Fowler und Dustin Johson kamen auf Scores von even Par.

Alex Cejka, der einzige Deutsche im mit 6,2 Millionen US-Dollar dotierten Feld, unterschrieb zum Auftakt eine 73 (+1) und teilt mit Woods Rang 85.


Das Turnier und seine Historie

Der dominierende Mann in der Geschichte des Turniers ist jener, der erstmals seit der Players Championship wieder abschlagen wird: Tiger Woods. Seine fünf Siege in Muirfield produzierten Geschichte. Wer erinnert sich nicht an den Chip auf der 16, der ihm 2012 den Sieg bescherte. Jedes Jahr bekommt der Sieger des Memorial Tournaments die Trophäe von einem anderen Ehrengast überreicht. In diesem Jahr wird diese Rolle Sir Nick Faldo übernehmen.

The Memorial ist nicht nur ein renommiertes Turnier, es ist auch für viele der letzte Härtetest vor der US Open in Pinehurst. Lediglich ein Turnier, die FedEx St. Jude Classic, trennt die Spieler vom zweiten Major des Jahres. In Muirfield haben sie alle noch einmal die Chance, sich mit der Crème de la Crème der Tour zu messen. Titelverteidiger ist in diesem Jahr Hideki Matsuyama, dem mit seinem Sieg im Stechen gegen Kevin Na der Durchbruch gelang. Der Japaner setzte sich nicht nur gegen Na, sondern auch gegen Adam Scott und Bubba Watson durch, die beide auf der Finalrunde patzten.


 

Der Platz

Muirfield Village ist eines von Niklaus' Meisterwerken. Der 6.700 Meter lange Platz hat schon so gut wie alles ausgerichtet: Vom Ryder Cup über den Solheim Cup bis zum Presidents Cup. Der Durchschnittsscore aus dem vergangenen Jahr (73,3) zeigt weshalb. Der harte Winter setzte dem Platz schwer zu und Nicklaus musste die Löwenanteile des Roughs neu übersähen. Doch Präzision vom Tee wird auf diesem Kurs so oder so nicht besonders groß geschrieben. Auf und rund um die Grüns entscheiden sich die Scores. Der Platz wurde vom 18-maligen Major-Sieger so designt, dass er für große Turnier ausgelegt ist. Und das ist ihm gelungen wie auf keinem anderen. Muirfield Village zählt zu der Sorte von Platz, die einem Spieler richtig weh tun kann.

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