Bild Information: Rory McIlroy

Match-Play-König McIlroy

World Golf Championships
 

Rory McIlroy heißt der Sieger des World Golf Championships-Cadillac Match Play. Die Nummer eins der Weltrangliste schaltet am Finaltag des mit 9,25 Millionen Dollar dotierten Events gleich drei Gegner aus und festigt seine Führungsposition in der Weltrangliste. 

San Francisco, Kalifornien - Der Tag der Entscheidung begann früh für Rory McIlroy. Bereits um 6.45 Uhr schlug der Weltranglistenerste erneut im TPC Harding Park. Dabei ging es jedoch nicht um das Halbfinale, sondern die Partie des Vortags: Im Match mit Paul Casey gab es über 21 Löcher keinen Sieger. Wegen Einbruch der Dunkelheit entschieden die Offiziellen, dass es erst am Folgetag weitergehen sollte. McIlroy machte im zweiten Anlauf kurzen Prozess und gewann die Partie am 22. Loch mit Birdie gegen Par. 

Im Halbfinale stand der Nordire dann mit Haudegen Jim Furyk, 44, am Abschlag. Die Fans wurden trotz der erneut eher kühlen Temperaturen nicht enttäuscht, denn die beiden lieferten sich eine packende Begegnung mit mehreren Führungswechseln, grandiosen Schlägen und einem Endspurt von McIlroy, der seinesgleichen sucht. Furyk, der nach seinem Sieg in Harbour Town in Topform ist, holte sich auf der 15 mit einem Lochgewinn die 1-auf-Führung. Doch dann gab der "Celtic Tiger" Gas: Mit Birdie, Birdie, Eagle drehte der 25-Jährige das Match und gewann mit 1 auf. Und das obwohl Furyk mit Birdie, Par, Birdie ebenfalls bestechendes Golf zeigte. 

Das zweite Halbfinale ging relativ klar an den Amerikaner Gary Woodland. Der Mann mit den enorm langen Eisenschlägen gewann mit 3 und 2 gegen den Engländer Danny Willett. Fünf Birdies standen bei Woodland bis zur 15 auf der Karte, ansonsten hatte der stets sehr fitte 30-Jährige aus Kansas nur Pars notiert. Willett war immerhin bis zur fünften Spielbahn 2 auf, konnte die restlichen elf Löcher aber nur ein einziges weiteres Birdie spielen. Im Lochspiel war das auf diesem Niveau zu wenig.  

Rory oder Jordan - wer ist der beste Spieler der Welt?

Das Finale bestritten schließlich McIlroy und Woodland. Klarer Favorit war natürlich der Nordire, auch wenn Woodland vor allem in Sachen Länge als einer der wenigen Profis auf der US PGA Tour mit ihm mithalten kann, ja sogar noch etwas länger ist. Doch Golf ist eben nicht nur Länge. McIlroy lag in der Final-Partie nicht ein Loch down, erspielte sich ab der vierten Bahn die Führung und gab diese nicht mehr her. "Wenn es jemanden gibt, der sich gerne früh absetzt, dann ist es er", konnte sein Kontrahent nach der 4&2-Niederlage nur anmerken. Birdies auf den Löchern 5 bis 7 brachten ein deutliches 4 auf. Die Qualität ließ auf den Back Nine etwas nach, doch Woodland kam nicht mehr näher als 2 down an die Nummer eins heran und durfte auf dem 16. Grün die Hand des 25-Jährigen schütteln. 

Es war der zweite WGC-Titel für McIlroy und sein zehnter auf der PGA Tour. Rekordwerte, denn alleine in der WGC-Match-Play-Geschichte ist er nun der jüngste Sieger. Außerdem spielte er sich in einen erlauchten Kreis: Nur Jack Nicklaus und Tiger Woods schafften es in den vergangenen 75 Jahren, zehn Siege in einem Alter von 25 Jahren einzufahren. Weltweit stehen 17 Titel für den Nordiren zu Buche, darunter vier Major-Trophäen. Geld ist sei längere Zeit kein Thema - aber für den WGC-Titel flossen weitere 1.570.000 Dollar auf das Konto des Mit-Zwanzigers. 

Im OWGR bleibt "Rors" selbstverständlich die Nummer eins, aber der Vorsprung auf die Konkurrenz wird größer. "Ist doch schön, dass der Abstand ein gesunder ist", ließ er die Medien noch wissen. "Ich möchte ihn immer vergrößern. Aber letztlich geht es um Siege. Wenn man gewinnt, passt auch alles andere." War das vielleicht sogar ein kleiner Seitenhieb gegen Jordan Spieth, der nach seinem Masters-Triumph vor allem in den USA als aktuell heißester Spieler galt? 

Durchaus! "Ich glaube jeder auf der Tour, nicht nur ich, wurde von Jordan und seinem Auftritt in Augusta inspiriert. Aber das ist ein schöner, kleiner Lauf für mich. Es macht immer Spaß, wenn dich andere antreiben. Er ist einer, der das aktuell macht."

Ach ja: In den Match-Play-Runden hatte McIlroy Jason Dufner, Brandt Snedeker, Billy Horschel, Hideki Matsuyama, Paul Casey, Jim Furyk und Gary Woodland geschlagen. Spieth war zwar nicht dabei, aber die Liste der Unterlegenen ist dennoch sehr sportlich. Zudem war McIlroy immer wieder hinten und musste sich mit extrem starkem Golf zurück kämpfen. Vor allem die Begegnungen mit Furyk und Horschel bleiben in Erinnerung.

Im Spiel um Platz drei holte sich Danny Willett gegen Jim Furyk den Sieg. Der Engländer gewann die Partie mit zwei Birdies auf der 12 und 13 für ein Resultat von 3&2. Sein Lohn: 646.000 Dollar. Woodland kassierte übrigens 930.000 Dollar. Willett konnte sich dank Platz drei für die Special Temporary Membership der PGA Tour qualifizieren: Theoretisch kann der Brite nun unbegrenzt Sponsoreneinladungen annehmen (Nicht-Mitglieder dürfen maximal sieben spielen) und versuchen, die Karte über die reguläre Karte über das FedExCup-Ranking zu erspielen.  

Martin Kaymer belegte am Ende übrigens den geteilte 34. Rang und erhielt 63.500 Dollar Preisgeld.

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