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Selbstbewusst in Schwarz und Rot

WGC - Finale
 

Doral, Florida: Patrick Reed gewinnt die WGC-Cadillac Championship mit einem Schlag vor Bubba Watson und Jamie Donaldson. Damit setzt der junge Amerikaner seinen steilen Aufstieg auf der US PGA Tour weiter fort. Tiger Woods fällt am Sonntag dagegen weit zurück, Martin Kaymer notiert eine 75.

Tiger Woods hatte sich am Samstag der WGC-Cadillac Championship eindrucksvoll zurückgemeldet. Mit einer 66, sechs Schläge unter Par, spielte er sich bis auf drei Schläge an den Führenden heran, startete in der vorletzten Gruppe und wollte Druck auf den eher unerfahrenen Spitzenreiter ausüben. Auf jenen Patrick Reed, der in dieser Woche vieles ausstrahlte, jedoch keine Nervosität. Am Ende des Tages gewann Reed auch den blauen Pokal, überreicht von Donald Trump, dem Besitzer des Resorts.

Woods war im Finale allerdings meilenweit davon entfernt, seinem Kontrahenten, in den für Woods typischen Sonntagsfarben Schwarz und Rot gekleidet, gefährlich werden zu können. Schon nach wenigen Löchern zeichneten sich im Gesicht von Tiger Woods wieder die Schmerzen ab, die man schon in der vergangenen Woche beobachtet hatte, als er die Honda Classic nach 13 gespielten Löchern am Sonntag frühzeitig beendet hatte. Der angeschlagene Rücken bereitete erneut Probleme, Woods war das deutlich anzusehen. Auf der elften Bahn holte bezeichnenderweise John Wood, der Caddie von Spielpartner Hunter Mahan für ihn den Ball aus dem Loch, da die Schmerzen beim Bücken zu groß wurden. Aufgeben, wie in der Vorwoche, wollte er allerdings nicht. Am Ende des Tages verpasste es der Superstar, auch nur ein Birdie auf die Karte zu schreiben, und fiel mit einer 78 weit zurück.

Und nicht nur Woods hatte zu Beginn Probleme. Reed startete mit drei Birdies auf den ersten vier Bahnen und baute seinen Vorsprung aus. Die engste Konkurrenz um Jason Dufner und Hunter Mahan konnte nicht mithalten. Und während Reed sich fortan darauf konzentrierte, sichere Pars auf die Karte zu schreiben, fanden sich doch noch Spieler, die dem Amerikaner nähern kommen konnten. Allen voran Bubba Watson, der mit Birdies auf der 15. und 16. Bahn Druck aufbauen konnte. Reed unterlief prompt ein Bogey auf der 14. Auch Jamie Donaldson gelangen drei Birdies auf den hinteren Neun. Doch der Waliser spielte seine Annäherung auf der 18 in den Bunker und verpasste das Scramble zum Par. Dennoch wurde es für Donaldson mit dem schlussendlich zweiten Rang die beste Platzierung eines Europäers im zweiten World Golf Championship des Jahres.
Reed wusste, als er auf dem 18. Abschlag stand, dass ein Bogey zum Sieg reichen würde. Er spielte das lange Loch wie ein Par 5 und schrieb die siegbringende Fünf auf die Scorekarte. Donaldson und Watson teilen sich den zweiten Rang.

"Ich habe so hart gearbeitet", erklärte Patrick Reed, 23, mit dem Pokal in der Hand. "Ich habe viel in meiner Amateurkarriere erreicht und jetzt habe ich drei Siege auf der PGA Tour. Es gibt nicht viele Spieler, die das erreicht haben, außer natürlich Tiger Woods und alle anderen Legenden. Ich bin überzeugt, dass ich zu den besten fünf Spielern der Welt gehöre." Und das nach gerade einmal drei Jahren auf Amerikas erster Liga und nicht einmal sieben Monate nach seinem ersten Sieg bei der Wyndham Championship.

Selbstbewusste Worte, die zumindest in dieser Woche eindrucksvoll untermauert wurden. Wie Vorbild Woods trug er in der Finalrunde auch die Kombination schwarze Hose und rotes Hemd. Zu den besten fünf Spielern der Welt gehört der junge Amerikaner auch nach der Woche von Doral noch nicht. Allerdings wird er höchstwahrscheinlich in die Top 20 des OWGR vorstoßen. Und das, ohne jemals bei einem Major gewonnen zu haben.

Für Martin Kaymer endete ein enttäuschendes WGC versöhnlich mit einem Birdie auf der schweren 18. Bahn. Doch zufrieden wird es den Deutschen nicht machen. Erneut blieb Kaymer bei seiner 75, die mit drei Bogeys in Folge begann, deutlich über Par und teilt am Ende nur den 58. Rang des Feldes. Nach dem Aus in der ersten Runde des WGC von Arizona, dem verpassten Cut bei der Honda Classic und dem Turnier in Doral vergehen drei Turnierwochen, in denen Kaymer nicht viel gelang.

tfi

Auf der zweiten Seite finden Sie allgemeine Informationen zum Turnier in Doral.


Das Turnier und seine Historie

Im November 1999 debütierte das Turnier als WGC-American Express Championship auf dem noblen Golfplatz von Valderrama im Süden Spaniens, 2001 wanderte das WGC dann in die USA. Ursprünglich sollte in St. Louis im Bundesstaat Missouri die dritte Ausgabe stattfinden, jedoch verhinderten die Terroranschläge vom 11. September die Durchführung. In den Folgejahren wechselte der Austragungsort zwischen den USA und den britischen Inseln. Man besuchte den Capital City Club von Atlanta 2003, den irischen Mount Juliet Golf Club (2002 und 2004), San Franciscos Harding Park (2005) sowie The Grove in England (2006). 2007 zog es die Veranstalter in den Südosten der USA, zusätzlich verlegte man den Termin in den März. Und es scheint, als wäre das Turnier im Doral Golf Resort, in dem zuvor von 1962 bis 2006 jährlich die Ford Championship stattgefunden hatte, heimisch geworden. Bereits zum achten Mal kommen die besten Spieler der Welt nach Florida, um den zweiten WGC-Titel des Jahres auszuspielen.

Tiger Woods stemmte bereits sieben Mal den Pokal in die Höhe, ein weiterer Mehrfachsieger ist Ernie Els, der 2004 und 2010 als triumphierte. Ersterem gelang zusammen mit Phil Mickelson, dem Gewinner von 2009, mit -19 auch das niedrigste Gesamtergebnis auf dem TPC Blue Monster. 2014 geht es um ein Preisgeld von insgesamt neun Millionen US-Dollar - auf das Konto des Siegers wandern davon 1,53 Millionen.

Der Platz: Doral Blue Monster

Das von Dick Wilson erschaffene blaue Monster verlor im Verlauf der Jahre immer mehr seine Zähne. Im März 2013 folgte dann die Notbremse. Gil Hanse, der sich auch um den Platz für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro kümmert, wurde von Besitzer Donald Trump beauftragt, den Platz wieder zu einem Monster zu machen. 14 von 18 Löchern wurden umgebaut, man spricht von einem neuen Kurs. Das signifikante Schlussloch, ein langes Par 4 mit Wasser auf der kompletten linken Seite, blieb allerdings vom Umbau verschont. Und so stand Trump im Februar auf dem ersten Tee und freute sich über den gelungenen Umbau. "Es ist einfach nur ein wunderbarer Golfplatz." Gil Hanse blickte zufrieden. Auch die Zuschauer haben nun einen besseren Überblick. Die Bereiche zwischen den Bahnen und um die Grüns wurden erhöht, Stadionatmosphäre wurde so geschaffen. 

tfi

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