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Walker rettet dritten Saisonsieg

PGA Tour
 

Monterey, Kalifornien: Jimmy Walker bleibt der Mann der Saison auf der US PGA Tour. Der US-Golfer holt sich beim Pebble Beach ProAm seinen dritten Saisonsieg. Obwohl er mit großem Vorsprung auf die Finalrunde geht, wird es am Ende noch einmal knapp.

Sechs Schläge Vorsprung vor der Finalrunde. Die Sicherheit von bereits zwei Saisonsiegen in dieser Saison. Manchmal sieht alles sehr einfach aus. Doch Golf wäre nicht Golf, wenn alles einfach wäre. 17 Löcher hatte Jimmy Walker an diesem Sonntag in Pebble Beach beim National ProAm gespielt, da war sein Vorsprung auf einen Schlag heruntergeschmolzen.

"Ich hatte das Gefühl, als wenn ich Öl verlieren würde heute", sollte Walker am Ende sagen. Am Ende blieb ein Putt aus knapp zwei Metern. Einer, der rein musste, um Dustin Johnson und Jim Renner, die einen Schlag hinter ihm lagen, auf Distanz halten zu können. Der Putt fiel - und damit der ganze Druck von Walker, der sich am Ende bei seinem Caddy bedankte.

Andy Sanders hatte ihm am letzten Tee noch einmal nahegebracht, wie hart er für diese Chance gearbietet habe, dieses große Turnier zu gewinnen. "Deswegen bist du doch hier, jetzt genießen wir es. Das hat mich wirklich beruhigt."

Es ist ein historischer Sieg für Walker, 35, der damit den dritten Sieg im achten Turnier der US-PGA-Tour feiert. Nur Tiger Woods, Phil Mickelson und David Duval ist das in den vergangenen 20 Jahren gelungen. Seine Führung im FedEx-Cup ist gigantisch. Und das alles, nachdem er viele Jahre und 188 Starts auf der US PGA Tour auf den ersten Erfolg hatte warten müssen.

"Ich habe immer daran geglaubt, dass ich gewinnen kann", sagte Walker nach einer 74er Runde, sein mit Abstand schlechtester Score in den vier Tagen. "Ich denke, das musst Du auch tun." Gefeiert wurde am Abend mit viel Wein im Wohnmobil, das Walker an der Küste dabei hatte. Und danach? Walker führt die US-Ryder-Cup-Rangliste an, er ist für vier Majors qualifiziert. Es ist eine neue Karriere. "Es wird großartig", sagt Walker.

Mickelson ohne Chance
Johnsons 66 war die beste Runde im Finale, von Rang neun sprang er knapp hinter den Sieger. Auch Jordan Spieth, zur Halbzeit gemeinsam in Führung mit Walker, machte einen Sprung von 18 auf vier (67). Phil Mickelson, der sich vor dem Finale noch Chancen auf den Sieg ausgerechnet hatte, weil er schon einmal einen Sechs-Schlag-Rückstand hatte aufholen können, fiel mit einer 74 auf Rang 19 zurück. Den Sieg in der ProAm-Wertung holten sich der zweitplatzierte Renner und sein Partner John Harkey Jr., die auf der Finalrunde noch einen Sechs-Schlag-Rückstand aufholen konnten.

Alex Cejka blieb am Ende des Finalfeldes hängen. Zwei 75er Runden am Wochenene in Pebble Beach recihten nicht für mehr als Position 56.


fpf

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Allgemeine Informationen zum Turnier finden Sie auf Seite zwei



Das Turnier

Das Pebble Beach ProAm ist das amerikanische Pendant der Alfred Dunhill Links Championship - allerdings mit einer deutlich längeren Geschichte. Das Prinzip ist identisch. Auf drei erstklassigen Plätzen treten die Profis der PGA Tour mit jeweils mit einem mehr oder weniger prominenten Amateurpartner an. Der Cut wird nach drei Tagen gezogen. Zu den bekanntesten Teilnehmern gehören in diesem Jahr die Schauspieler Andy Garcia, Don Cheadle, die Musiker Kid Rock (spielt mit John Daly) und Kenny G oder auch Sportgrößen wie Wayne Gretzky und Andy Roddick. Schauspieler Bill Murray ("Und täglich grüßt das Murmeltier"), der die Zuschauer bei den vergangenen Austragungen bestens unterhalten hatte, musste seine Teilnahme in diesem Jahr aus beruflichen Gründen absagen. Kurzfristig zugesagt hat hingegen Quarterback Peyton Manning, der vor wenigen Tagen mit den Denver Broncos noch den Superbowl verloren hatte.

Der Deutsche

Alex Cejka ist seit Jahren regelmäßig Gast in Kalifornien und konnte auch schon gute Resultate erzielen, vor allem bei der US Open 2010, als unter den besten Zehn landete. Im vergangenen Jahr verpasste der Deutsche, der seit vergangenem Jahr keine volle Karte für die PGA Tour mehr besitzt, allerdings den Cut. Die aktuelle Form ist schwer einzuschätzen. "Ich bin zwar ein alter Knacker, aber ab und zu kann ich schon noch mit den Jungs mithalten", sagte er bei seinem letzten Turnier auf der European Tour in Hongkong Anfang Dezember, welchen er als Zwölfter beendet hatte. Auch Marcel Siem, der vergangenes Jahr bei den Finalturnieren der Web.com Tour viel Zeit mit Cejka verbracht hatte, lobt das immer noch "unglaublich gute Spiel". 



Historie

Die Geschichte des Turnieres geht zurück in die 30er Jahre. Sam Snead gewann die ersten beiden Austragungen. Ihm folgten Namen wie Byron Nelson, Ben Hogan, Jack Nicklaus, Phil Mickelson oder auch Tiger Woods. Der Weltranglistenerste war zuletzt 2012 im Feld und bestritt die Finalrunde an der Seite des späteren Siegers Mickelson. Dustin Johnson verteidigte 2010 seinen Titel aus dem Vorjahr und hätte im Sommer des Jahres fast noch die US Open in Pebble Beach gewonnen. Dann kam allerdings die 82 im Finale, die Graeme McDowell die Tür zum ersten Major-Sieg öffnete.



Die Plätze: Pebble Beach, Spyglass, Monterey

Das Turnier wird, ähnlich wie die Alfred Dunhill Links Championship, auf den schönsten Plätzen der Monterey Halbinsel ausgetragen. Spyglass Hill wir als der schwierigste der Kurse auf der Halbinsel bezeichnet. Das Design von Robert Trent Jones wurde in den 6oern eröffnet. Der Shores Course im Monterey Peninsula Country Club bekam Anfang des neuen Jahrtausends ein neues Gesicht. Das Re-Design von Mike Strantz ist seit 2010 wieder Teil des ProAms. Über Pebble Beach Golf Links muss man nicht viel sagen. Der Platz ist weltberühmt, die Löcher am Meer verursachen Gänsehaut. Jedoch vergisst man bei der Analyse des ab und an, dass er neben den unglaublichen Aussichten entlang Carmel Bay ein Großteil ohne Meerblick verläuft. Diese haben natürlich immer noch große Qualität, aber sind letztlich nicht mehr als ein sehr guter amerikanischer Parkland-Platz. Die Geschichte mit all den US Open und PGA-Turnieren unterstützt den Mythos. Die einmalige Erfahrung, auf diesem Platz zu spielen, ist vielen Besuchern ein Greenfee von etwa 400 US-Dollar wert. Laut top100courses.co.uk ist Pebble Beach aktuell die Nummer 14 der schönsten Plätze der Welt und damit nach Cypress Point nur die Nummer zwei auf der Monterey Halbinsel. Der vermeintlich schönste Platz der Region wurde allerdings in den 90ern vom Turnier ausgeschlossen, da er afroamerikanischen Spielern keinen Zutritt gewährt hatte.

tfi

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