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Kaymer wechselt die Wüste

 

Scottsdale, Arizona: Martin Kaymer debütiert als Mitglied der PGA Tour und hat sich dafür mit der Phoenix Open ein besonderes Event ausgesucht. Doch die Konkurrenz ist erfahren, Mickelson und Holmes können bei diesem Turnier bereits zwei Siege vorweisen.

Martin Kaymer zieht es in die USA. Ausgerechnet zur 78. Austragung der Phoenix Open in Arizona, dem vielleicht amerikanischsten Turnier der PGA Tour, bricht der deutsche Wüstenspezialist den Desert Swing frühzeitig ab: "Ich habe zum Ende der letzten Saison gut gespielt und das Turnier in Südafrika gewinnen können. Dann habe ich hier über den Winter hart trainiert. Ich konnte in Abu Dhabi und Katar nicht gewinnen, aber es wurden Top-Ten-Platzierungen, was auch gut ist."

Mit Hinblick auf die nahe Zukunft ergänzt Kaymer im Vorfeld des Turniers: "Ich glaube, es wird ein aufregendes Jahr für mich, einiges wird sich ändern. Ich werde mindestens 15 Turniere hier spielen - je nachdem, wie weit ich im FedExCup komme. Ich fühle mich gut mit meiner momentanen Form." In Scottsdale wird Kaymer erst einmal auf ein prominent besetztes Feld treffen - die sechs Bestplatzierten der aktuellen Weltrangliste von McIlroy bis Scott fehlen allerdings. 

Eher Super Bowl als Augusta
Die nahezu komplett als Stadion eingefasste 16. Spielbahn des TPC Scottsdale steht vermutlich noch repräsentativer als etwa Augusta für die amerikanische Art der Sportunterhaltung und Fankultur: Und das nicht, weil die Amerikaner lange vor den arabischen Scheichs in den Emiraten auf die Idee kamen, Golfplätze in die wüste Kakteenlandschaften von Arizona zu bauen. Nein, denn auf einer 20.000-Mann-Tribüne thronend Bier aus riesigen Plastikbechern zu trinken, während der Hotdog-Mann aus der Hüfte serviert - das ist US-Sport. Allerdings passiert es auch nicht jedes Jahr, dass wie zu Tigers Ass 1997 versucht wird, den Grüntreffer mit halb geleerten Bierbechern nachzustellen. An den verwaisten Fairway-Rändern des europäischen Desert Swings wäre das ohnehin unvorstellbar. Doch hier liebt das Publikum die Phoenix Open und zeigt das mitunter auch.


Für Kaymer darf es gerne etwas lauter werden
Auf die Frage, ob er sich besonders darauf vorbereitete habe, sagt Kaymer: "Nein. Ich bin hier, um gutes Golf zu spielen und die Atmosphäre zu genießen, aber ich habe mich nicht besonders darauf vorbereitet, was ich auf der 16 machen werde. Ich hoffe, einen guten Golfschlag hinzulegen und damit die Leute zu gewinnen." Und nach Ansicht der aktuelllen 27. der Weltrangliste darf es gerne laut werden: "Ich hoffe, dass sie nicht Ruhe geben, wenn ich schlage - dass wäre das Schlimmste. Wenn es so hoch her geht, du stehst am Tee und es ist, Booom, totenstill - das will man nicht. Dann lieber ein bisschen Action. Beim Ryder Cup konnte man sehen, wie Bubba und Ian Poulter die Menge zu ihren Abschlägen anheizten. Das macht es manchmal einfacher in solchen Situationen."

Ortskundiger Flight für den Deutschen
Sein Debüt als PGA-Mitglied wird Kaymer an der Seite von Keegan Bradley und Titelverteidiger Kyle Stanley geben, für den das Turnier einen besonderen Stellenwert haben dürfte. Nach seinem unglücklichen Titelverlust bei der Farmers Insurance Open 2012 - die er sich dieses Jahr nicht länger als zwei Runden antat - zeigte Stanley eine Woche später Nervenstärke. Er holte in der Finalrunde einen Rückstand von acht Schlägen auf und nahm Spencer Levin noch den sicher geglaubten Titel ab - für Stanley der erste Sieg auf der PGA-Tour und ein willkommener Preisgeldsegen von knapp 1,1 Millionen US Dollar. 

Auch Bradley hat einen kleinen Erfahrungsvorsprung vor Kaymer, er wurde 2012 geteilter 15. auf dem Platz des TPC Scottsdale. Für die drei geht es um 12.25 Uhr Ortszeit los. Bubba Watson, Russell Henley und Nick Watney sind dann schon neun Minuten unterwegs. Mit Jonas Blixt, Charlie Beljan, Tommy Gainey und Russell Henley sind auch einige aufstrebende Spieler im Teilnehmerfeld zu finden, die zuletzt mit unerwarteten Siegen auf sich aufmerksam machen konnten. 

Padraig Harrington freut sich auf Wüsten-Aufwind
Ein weiterer prominenter Block startet ab 8.06 Uhr mit Jason Dufner, Rickie Fowler und Lokalmatador Phil Mickelson, der zum 23. Mal in Folge teilnimmt und die Phoenix Open 1996 sowie 2005 gewann. Mickelsons dritter Titel scheiterte 2008 im Playoff an J.B. Holmes, der seitdem ebenfalls zwei Siege in Scottsdale vorweisen kann. Alle können zu den Favoriten gezählt werden. Ihnen folgen Brandt Snedeker, der in den letzten Wochen noch seine alte Sicherheit am Putter suchte, Hunter Mahan (Sieger 2010) und Padraig Harrington - der in Arizona seine Saison beginnt und ebenfalls das erste Mal bei den Phoenix Open an den Start gehen wird.

"Bislang habe ich das Turnier im Fernsehen verfolgt und dachte immer, dass das eine Gelegenheit ist, bei der ich selbst spielen will", sagte Harrington im Vorfeld der Phoenix Open. "Es gibt so viele Turniere, und es ist gut, wenn sie sich unterscheiden und Nischen besetzen. Es ist schön zu sehen, wie die Zuschauer hier feiern. Deshalb bin ich hier." Auf die speziellen Bedingungen angesprochen, ergänzt der 41-jährige Ire: "Der Ball fliegt in der Wüste einfach besser. Hier schlägst du ein Pitching Wedge 135 Yards. Es ist einfacher, in der Wüste Golf zu spielen."

Wenn allerdings 20.000 aufgeheizte Amerikaner scharf an der Etiketteverletzung entlang mitfiebern, wie der stimmungsvolle Videobeitrag der PGA Tour belegt, könnte sich Harringtons Feststellung schnell relativieren.

fxr

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