Bild Information: Tiger Woods (Photo by Sam Greenwood/Getty Images)

Winterpause für Woods

PGA Tour
 

Die Vorbereitung für den 15. Majortitel steht im Fokus. 

Tiger Woods ruht sich aus. Ein Jahr ist im Stakkato-Tempo vergangen. Die letzten drei Monate wird man von dem Amerikaner, der im Dezember seinen 43. Geburtstag feiert, nicht mehr viel sehen. Ein Show-Match mit Phil Mickelson in Las Vegas wird es geben. Bei der Hero World Challenge Ende des Jahres ist er der Veranstalter. Von jetzt an geht es um die Saison 2019.

 

 

 

Alles wird anders als die vergangenen neun Jahre, in denen sich Woods im Winter mit Reha-Übungen beschäftigte; mit der heiklen Frage, welche Turnierschauplätze am besten zu einem Comeback passen könnten; mit der inneren Unruhe, die auftaucht, wenn man nicht weiß – kann man tatsächlich bestehen. Wie steht es um das eigene Spiel unter Druck? Bricht es zusammen oder hat es Weltklasse-Niveau?

Als 13. der Weltrangliste und Sieger der Tour Championship sind all’ diese Themen passé. Die nächsten Monate werden einer normalen Saisonvorbereitung gelten. Woods nimmt das nächste Ziel in Angriff: Die Majortitel. Er tut dies aus der Position eines Sportlers heraus, der Spiel-Pausen längst zum überlebenswichtigen Konzept gemacht hat. Das hat sein Konkurrent Jack Nicklaus schon so gehalten, als er gerade den 30. Geburtstag hinter sich gebracht hatte. Sechs Major-Titel hat er danach noch geholt.

Jack Nicklaus hält den Major-Rekord mit 18 Titeln

Woods braucht noch vier, um Nicklaus Rekord von 18 zu egalisieren. Sein letzter Sieg reicht ins Jahr 2008 zurück, es war die US Open. In der Saison 2018 hat Woods 18 Turniere bestritten. Er musste sein Spiel wiederfinden – jetzt weiß er , wo er steht. Wahrscheinlich wird man ihn in der kommenden Saison noch weniger sehen.

Die Major-Turniere im nächsten Jahr spielen ihm in die Hände. Das Jahr startet wie immer mit Augusta, danach folgt die US Open in Bethpage bei New York und schließlich die PGA Championship in Pebble Beach. Nur auf dem Schauplatz der British Open, dem irischen Royal Portrush, hat er noch nicht gewonnen. In Augusta siegte er 1997, 2001, 2002 und 2005. In Bethpage holte er den Titel 2002, nachdem er die Konkurrenz im Jahr 2000 in Pebble Beach ebenfalls bei der US Open düpiert hatte.

Auch das ist ein wesentlicher Unterschied zwischen der vergangenen und der kommenden Saison: Wer in diesem Jahr über einen möglichen Majorsieg für Woods redete, fabulierte über ein kleines Wunder. Jetzt spricht man über eine realistische Chance. 

 

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