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Lange Langer, jetzt Kieffer

World Cup of Golf - Vorbericht
 

Lange war Bernhard Langer der Protagonist, wenn es um deutsche Team-Erfolge beim World Cup geht. 2013 treten Marcel Siem und Maximilian Kieffer im Royal Melbourne Golf Club an. Favoriten sind jedoch vor allem die Australier. Es steht allerdings eher die Einzelwertung im Fokus.


Das Turnier

Seit Menschengedenken beschäftigt die Golfwelt die Frage, ob die besseren Spieler aus Amerika oder von den britischen Inseln kommen. Deshalb wurde der Ryder Cup ins Leben gerufen. Im Zuge der Öffnung des Sports für die ganze Welt, spielt mittlerweile ganz Europa gegen die konkurrierenden US-Boys. Aber, da erfolgreiche Pros nicht nur von jenen beiden Kontinenten kommen, entstand Anfang der 1950er Jahren die Idee, einen Team-Wettbewerb auszurichten, in dem sich mehr als zwei Länder messen können. So fand 1953 im kanadischen Montreal der erste World Cup of Golf - damals noch unter dem Namen "Canada Cup and International Golf Championship" - statt. Damals traten nur sieben Nationen an.

Als geistiger Vater des Turniers gilt der Harvard-Absolvent und Anwalt John Jay Hopkins. Der spätere Gründer der International Golf Association sah den Golfsport als ein Medium, Menschen zu verbinden: "Es ist meine Hoffnung, dass das internationale Turnier durch den Gedanken dieses Sports dazu dient, Menschen zusammenzubringen." Die charakterlichen und moralischen Werte sah Hopkins als Chance, einen Unterschied zu machen.

Mittlerweile ist der World Cup of Golf der größte und internationalste Teamwettbewerb, bei dem 24 Teams, bestehend aus je zwei Spielern pro Land, gegeneinander antreten. Dieses Jahr setzt sich das Format aus einer Individualwertung und einer Teamwertung zusammen. Die Spieler bestreiten vier Runden, wie bei einem regulären Turnier und am Ende werden die Ergebnisse beider Spieler addiert. Das Team mit dem niedrigsten Ergebnis gewinnt. Zum ersten Mal in der Geschichte des Events werden Weltranglistenpunkte verteilt. Die Einzelwertung ist mit sieben Millionen US-Dollar dotiert.



Das deutsche Team


Maximilian Kieffer
Kieffer geht gut vorbereitet in das Turnier. Bereits seit letzter Woche weilt er in Australien, der geteilte 16. Platz beim Talisker Masters spricht für eine gute Form. Vor allem in den ersten beiden Runden hatte der Youngster im Royal Melbourne Golf Club starkes Golf gezeigt und lag zeitweise zweitplatziert hinter Sieger Adam Scott. Der Royal Melbourne GC ist auch Austragungsort des World Cups, was Kieffer entgegenkommt, schließlich kennt er den Platz nach der letzten Woche ganz genau. Der Deutsche wirkt zuversichtlich: "Der Platz spielt sich etwas anders als letzte Woche. Er war da nicht so weich. Heute war er jedoch hart, wie Beton. Da wir das letzte Land sind, ist es schon etwas unglücklich, dass an den ersten beiden Tagen einer von uns immer als Letzter raus muss. Mein Vorteil ist dabei, dass ich nach der letzten Woche weiß, wo ich hinspielen muss."

Marcel Siem
Über den anderen Teil des deutschen Gespanns muss man sich schon eher Gedanken machen. Marcel Siem will trotz seiner Meniskus-Verletzung in Australien antreten. Beim Saisonfinale in Dubai hatte er sich über starke Schmerzen bei Schwung und Gang beschwert, die sowohl physisch als auch psychisch eine enorme Belastung darstellen. Doch der Deutsche hatte in der zweiten Runde in der Wüste angedeutet, wozu er fähig ist und lieferte eine beeindruckende 67 ab. Man wird sehen wie groß das Handicap sein wird und ob das Knie eine gute Leistung verhindert. Abschreiben sollte man das deutsche Duo aber auf keinen Fall.


Die Favoriten

Das Feld ist dieses Jahr mit starken Teams bestückt. Das australische Duo sticht heraus, Masters-Champion Adam Scott ist in enorm guter Verfassung und kommt mit zwei gewonnen Turnieren in der Heimat zum World Cup. Sein Partner Jason Day weiß ebenso wie man den Schläger erfolgreich schwingt. Doch auch andere Nationen schicken aussichtsreiche Teams: Schweden (Jonas Blixt/Peter Hanson), Spanien (Miguel Ángel Jiménez/Rafa Cabrera-Bello) und Italien (Matteo Manassero/Francesco Molinari). Für die Einzelwertung ist auch beispielsweise Greame McDowell interessant. 



Historie

Der World Cup of Golf hat schon große Namen und Sieger gesehen. Ben Hogan und Sam Snead lockten 1956 tausende Zuschauer an, in den 60ern war es das US-Team bestehend aus Jack Nicklaus und Arnold Palmer, die Zuschauermassen anzogen und viermal erfolgreich waren. Auch das deutsche Team durfte bereits jubeln. Zweimal gelang es Bernhard Langer den Pokal nach Deutschland zu holen, 1990 mit Spielpartner Thorsten Giedeon und 2006 als er auf Barbados mit Marcel Siem triumphierte. Rekordhalter sind die Altmeister Fred Couples und Davis Love III. Ihnen gelang das Kunststück den World Cup of Golf viermal in Folge zu gewinnen. 2012 wurde das Turnier ausgesetzt, Titelverteidiger sind demzufolge die beiden Gewinner aus dem Jahr 2011, Matt Kuchar und Gary Woodland. Kuchar ist dieses Jahr wieder vertreten, allerdings mit einem anderen Teampartner, Kevin Streelman komplettiert Team USA. 



Der Platz: Einer der schönsten weltweit

Zahlreiche internationale Events fanden auf dem weltbekannten Platz von Designer Alister MacKenzie statt. Zum Beispiel der Presidents Cup vor zwei Jahren oder etliche Australian Open. Viele Amateure, die den linksartigen Kurs bespielten, sprachen von den schnellsten Grüns, die sie jemals erleben durften. Beim Presidents Cup 2011 stellten dies auch Tiger Woods, Adam Scott und Co. fest. Die Fairways des Platzes sind einigermaßen breit, allerdings erfordert es dennoch präzise Drives, um mit der Annäherung die Fahnen attackieren zu können. Die Grünkomplexe sind sehr onduliert, tiefe Bunker, die teilweise ohne Vorgrün oder Rough fast senkrecht und abrupt die Puttfläche begrenzen, bestrafen Fehlschläge. Viele Sanddünen geben dem Platz seinen Charakter. Momentan wird er von top100golfcourses.co.uk auf Position zwölf geführt.



sen,tfi

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