Bild Information: Martin Kaymer und Gary Player (Photo by Warren Little / Getty Images)

Kaymer schließt zur Spitze auf

European Tour
 

Martin Kaymer spielt auch am Moving Day der Nedbank Challenge stark auf und verbessert sich auf den geteilten dritten Rang. Am Sonntag kann der Deutsche seine durchwachsene Saison auf der European Tour mit einem Hoch abschließen, ehe es zum Finalturnier nach Dubai geht.

Sun City, Südafrika - Während der zweite Tag der Nedbank Golf Challenge vornehmlich hohe Scores brachte, erzielten am Moving Day zahlreiche Spieler niedrige Runden. Geschuldet war dies vor allem den nahezu perfekten Bedingungen auf dem schwierigen Gary Player Country Club. Ohne den zuvor teils kräftigen Wind, fanden deutlich mehr Abschläge die schmalen Fairways des über 7.100 Meter langen Kurses inmitten des Pilanesberg National Park.

Doch auch am Samstag blieb nur ein gutes Drittel aller Spieler unter Par. Was möglich war, zeigte vor allem Francesco Molinari, der mit einer 65 (-7) nicht nur die niedrigste Runde des Tages, sondern zugleich die bislang niedrigste Runde der Woche unterschrieb. Diese brachte Molinari zusammen mit Haydn Portous auf den geteilten fünften Rang bei drei unter Par.

"Ich weiß es wirklich nicht", zeigte sich der Italiener ratlos auf die Frage, wie die Runde zustande kam. "Gestern habe ich den Ball unfassbar schlecht getroffen, war alle paar Bahnen in den Büschen und habe eine wirklich gute 75 gerettet. Heute habe ich ein paar mehr Drives geschlagen, weil ich so weit zurück lag und mir mehr Chancen geben wollte. Ich war einfach sehr positiv."

Nur drei Schläge Rückstand

Positiv konnte nach drei gespielten Runden auch Martin Kaymer sein. Der derzeit beste Deutsche Golfer nach Weltrangliste notierte seine zweite 69 (-3) in Folge, die ihn bei fünf unter Par auf den geteilten dritten Rang brachte. Erneut machte Kaymer nur wenige Fehler. Hier ein Schläger zu viel, dort ein verpasster kurzer Putt - es war durchaus noch mehr drin. Doch lochte der zweimalige Major-Sieger gegen Ende der Runde immer wieder kritische Putts, die ihn im Rennen hielten.

Am Sonntag könnte Kaymer eine mäßige Saison mit nur einer Top-Ten-Platzierung auf einem Hoch abschließen. Dass die Nummer 83 der Welt zurück zu alter Form finden würde, hatte sich das Jahr über bereits angedeutet. Kaum verpasste Cuts, jedoch nur vereinzelt niedrige Runden. Doch nach 54 gespielten Löchern in Südafrika, war Kaymer nur drei Schläge von der Führung entfernt. Erst vergangenes Jahr zeigte Alex Noren, was im Gary Player Country Club möglich war. Mit sechs Schlägen Rückstand in den Finaltag gegangen, war es am Ende der Schwede, der sechs Schläge Vorsprung hatte.

Eine erfolgreiche Titelverteidigung würde allerdings schwierig werden. Eine 75 (+3) am Moving Day, brachte Noren bei even Par auf den 22. Rang. Acht Schläge hinter Scott Jamieson, der den dritten Tag an der Seite von Kaymer bestritt. "Ich war heute deutlich besser auf den Grüns, als die Tage zuvor", so Jamieson nach seiner 67. "Es ist aufregend. Morgen wird sicher eine ganz neue Herausforderung." Der Schotte hatte 2013 die auf zwei Runden verkürzte Nelson Mandela Championship, ebenfalls in Südafrika gewonnen, es seitdem aber nur noch zweimal unter die besten Drei geschafft.

Einen Schlag hinter Jamieson, lag nach drei Tagen Victor Dubuisson. Der Ryder-Cup-Spieler war von Rang 73 des Race to Dubai in das vorletzte Turnier der Saison gestartet. Zielsetzung des Franzosen war, es zum sechsten Mal in Folge in das hochdotierte Finale der European Tour zu schaffen. Schlaggleich mit Kaymer beendete Branden Grace den Moving Day. "Das Bogey zum Abschluss heute ist natürlich etwas enttäuschend", so der Südafrikaner. "Gerade weil es der einzige schlechte Abschlag des Tages war. Aber unterm Strich war das wirklich gutes Golf." Ein Titel beim "Südafrikanischen-Major" blieb Grace bislang jedoch verwehrt. Zweimal war er knapp gescheitert. Doch aller guten Dinge sind bekanntlich Drei.

Das komplette Leaderboard der Nedbank Golf Challenge 2017 mit allen Scores finden Sie hier Kurzspiel in Perfektion für Kaymer

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