Bild Information: Byeong Hun An

Der große Durchbruch für An

European Tour
 

Byeong Hun An dominiert die BMW PGA Championship und gewinnt das Flagship Event der European Tour deutlich. Martin Kaymer freut sich über gute Schläge, Maximilian Kieffer behält die Nerven.

Virginia Water, England - 2009 wurde Byeong Hun An jüngster US-Amateur-Champion, nun hat der Südkoreaner sein erstes Turnier auf der European Tour gewonnen. Und was für eines. Mit einer finalen 65 lief der Youngster allen Spielern aus der Spitzengruppe davon. An ist der erste asiatische Gewinner der BMW PGA Championship und erreichte bei 21 unter Par das beste Siegerergebnis in der Turnierhistorie.

An machte auf den wohl wichtigsten 18 Löchern seiner bisherigen Karriere so gut wie keine Fehler. Souverän wie ein Routinier absolvierte der Rookie, der vergangenes Jahr auf der Challenge Tour bei der Rolex Trophy bis dato sein einziges Turnier als Profi gewonnen hatte, die Front Nine und schob sich mit Birdies auf den Bahnen zwei und vier auf zwei unter für den Tag. Diese Ruhe setzte sich auch auf den zweiten Neun fort. An gewann einen weiteren Schlag auf der Elf, auf der Folgebahn verpasste er haarscharf das Albatross. Das Eagle und die zwei weiteren Birdies im Turnierverlauf ergaben die beste Tagesleistung von 7 unter Par. 

Der Türöffner

Ein ganz unbeschriebenes Blatt war der 23-Jährige allerdings nicht, denn er nahm als US Amateur bereits im Jahr 2010 beim Masters Tournament in Augusta und bei der US Open teil, bei denen er jeweils den Cut verpasste. Im vergangenen Jahr wurde An geteilter 26. bei Rory McIlroys Sieg bei der Open Championship. Mit diesem Triumph beim hochdotierten Flagship Event der European Tour öffnen sich der bisherigen Nummer 132 der Welt viele Türen. Er darf sich nun über eine Startberechtigung für die kommende US Open, die nächsten drei Open Championships und über fünf weitere Jahre auf der European Tour freuen. An sagte im Anschluss: "Es ist wie ein fünftes Major für mich. Das ist ein Life-Changer."

Francesco Molinari, der ebenfalls bei -14 in den Sonntag gestartet war, verlor schnell an Boden und fiel zurück auf dem Leaderboard. Dem Italiener gelang nahezu nichts auf den Grüns des Wentworth Golf Club und er musste sich mit einer 74 zufrieden geben. Nachdem er die BMW PGA Championship von Tag eins an angeführt hatte, beendete er die Woche auf Rang fünf. 

Den zweiten Rang, sechs Schläge hinter dem Ersten, teilten sich die beiden Routiniers Miguel Ángel Jiménez und Thongchai Jaidee. Der Spanier unterschrieb nach seinem rekordträchtigen zehnten Hole-in-One am Vortag eine 67, der Thai brachte eine finale 69 ins Clubhaus.

Kaymer: "Spielerisch bin ich sehr zufrieden"

Für Martin Kaymer ging es am Finaltag noch einmal nach oben auf dem Leaderboard. "Mein Spiel wurde von Tag zu Tag besser. Heute war es richtig gut", kommentierte der zweifache Major-Champion seine 70, die ihn bei sechs unter den geteilten 18. Rang einbrachte. Der Deutsche erlebte eine abwechslungsreiche Runde mit Höhen und Tiefen. Höhepunkt war mit Sicherheit das Eagle auf der Vier, das ihn mit vier weiteren Birdies zu einer richtig guten Runde hätten verhelfen können. "Schade, dass ich das Doppel-Bogey kassiert habe, sonst hätte es auch richtig tief gehen können. Es waren zwei, drei Fehler dabei, die bitter waren. Spielerisch bin ich sehr zufrieden."

Mit Platz 18 beendet Kaymer eine tolle Woche in Wentworth, so der amtierende US-Open-Champion zu Golf.de: "Ich hatte super Flight-Partner und habe das Event genossen. Wir sind im schönsten Hotel im ganzen Jahr und der Golfplatz hat Spaß gemacht. Schade, dass die Grüns nicht optimal waren. Gerade in Hinblick auf die US Open und die Open Championship war es eine tolle Woche."

Kieffer: "Jetzt voller Fokus auf die US-Open-Quali"

Der zweite Deutsche, dem der Sprung ins Wochenende geglückt war, bestätigte mit einer 71 seine starke Form der vergangenen Wochen und Monate. Am Ende wurde es der 27. Platz für Kieffer, für den sogar noch mehr drin gewesen wäre: "Das Spiel war eigentlich gut. Ich habe zwei ganz kurze Putts daneben geschoben. Der erste war vorbei gezittert, der zweite ist leider versprungen."

Zwei Bogeys auf den ersten elf Bahnen warfen den Deutschen zwischenzeitlich zurück, doch er fand die richtige Antwort. Und das, so Kieffer zu Golf.de, trotz der besonderen Situation bei einem ganz großen Turnier: "Ich habe zwar schon viel Erfahrung gesammelt nach zwei Jahren auf der Tour, aber bei diesem Turnier ist man dann doch nervöser. Bei den vielen Zuschauern, den großen Namen und dem enormen Preisgeld. Ich bin glücklich, wie ich damit umgegangen bin. Gerade nach den Bogeys hätte es auch in die andere Richtung gehen können."

Für Kieffer geht der Blick nun in die Zukunft, denn schon am Montag ruft das Qualifikationsturnier für die US Open.

Florian Fritsch, Marcel Siem und Moritz Lampert hatten den Cut verpasst.

Video: Jiménez mit Hole-in-One Hole-in-One: Wood gewinnt i8

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