Bild Information: Hunde auf dem Golfplatz (Copyright: Hotel Gut Brandlhof)

Ratgeber: Hunde auf dem Golfplatz

Ratgeber
 

Tierliebhaber wollen auf dem Golfplatz nicht auf den besten Freund verzichten.

"No Ladies, no dogs", hieß es vor einigen Jahren noch auf dem ein oder anderen Golfplatz. Die Zeit, in der keine Frauen und keine Hunde auf dem Golfplatz erwünscht waren, gehören allerdings längst der Vergangenheit an. Lediglich wenige Privatclubs in Deutschland öffnen sich nur ungern diesem Thema. Während Frauen längst die Golfplätze dieser Welt erobert haben, schrecken weiterhin manche Clubsekretäre bei dem H-Wort auf und gehen auf Abwehr. Aus "No Ladies, no dogs" wurde also "No dogs". Doch auch immer mehr Golfanlagenbetreiber erlauben die Mitnahme von Hunden auf der Runde. Unter bestimmten Regeln.

Laut einer Statistik von statista.de lebten 2018 etwa 8,85 Millionen Menschen mit einem Hund im Haushalt. 1,58 Millionen mit zwei Hunden und weitere 270.000 Menschen sogar mit drei oder mehreren. Insgesamt gibt es in Deutschland rund 34 Millionen Haustiere und wir belegen damit den zweiten Platz im europaweiten Vergleich, hinter Russland.

Jeder Hundebesitzer, der nicht nur für seinen treuen vierbeinigen Freund liebt, sondern auch die Leidenschaft Golf für sich entdeckt hat, will natürlich auch seinen Hund auf die Golfrunde mitnehmen. Auch für den Hund ist eine Golfrunde positiv zu bewerten. Der Vierbeiner kommt an die frische Luft und hat den benötigten Auslauf. Doch das Thema Hunde auf dem Golfplatz erweist sich in vielen Golfclubs in Deutschland weiter schwierig. 

Probleme mit Hunden auf Golfplätzen

  • Gut erzogene Hunde, sind stubenrein und verrichten ihr Geschäft im besten Fall in der freien Natur und nicht in den eigenen vier Wänden. Das Problem, das sich dabei stellt, ist die Verunreinigung der Golfplätze. Einige Hundebesitzer tragen stets kleine Tütchen bei sich, um die Hundehaufen ordnungsgemäß zu entsorgen. Manche legen weniger Wert auf die Entsorgung und sorgen damit für Unruhe bei den restlichen Golfern auf dem Platz. Keiner will seinen Ball in einem Hundehaufen finden oder sogar auf dem Fairway in einen reintreten. 
  • Auf einem Golfplatz, der Hunde zulässt, herrscht Leinenpflicht. Eine Golfrunde ist nicht mit Gassi gehen zu verwechseln. Das Herrchen sollte darauf achten, dass der Hund vor der Golfrunde bereits Gassi gegangen ist, denn auf dem Golfplatz herrscht kein freier Auslauf. 
  • Ein weiteres Problem ergibt sich oft mit anderen Golfern. Man sollte als Tierliebhaber andere Golfer respektieren, die die Begleitung von Hunden auf dem Golfplatz nicht für gut befinden. Hier sollte man sich vor einer gemeinsamen Runde absprechen.

Weitere Tipps für eine Runde mit dem Hund

  • Klären Sie zunächst, ob der von Ihnen gewählte Golfclub Hunde zulässt. Lassen Sie sich bei der Startzeitenbuchung nochmals die Mitnahme von Hunden bestätigen. 
  • Bei hügeligen und anspruchsvollen Plätzen sollten sich vor allem Besitzer kleinerer Hunderassen vorher erkundigen, ob die Mitnahme des Vierbeiners im E-Cart möglich ist (Decke nicht vergessen).
  • Für eine reibungslose Golfrunde mit guten eigenen Ergebnissen ist es essentiell, dass Ihr Hund die gängigen Kommandos beherrscht. Inzwischen gibt es einige Hundeschulen, die spezielle Kurse zur Mitnahme von Hunden auf Golfplätzen anbieten.
  • Da Sie ihren Hund kaum über den gesamten Zeitraum mit der Hand an der Leine führen wollen, werden Sie ihn am Trolley oder am E-Cart anbinden. Achten Sie auf die Festellbremse, damit sich der Vierbeiner nicht samt Ausrüstung selbständig macht.
  • Die deutschen Sommer erreichen oftmals eine Temperaturgrenze, die dem Menschen schon schwer fällt. Also sollte man stets darauf achten, genügend Wasser für den Hund dabei zu haben. Gegen eine kleine Erfrischung nach neun Löchern und ein kleines Leckerli zwischendurch hat ein Hund sicher auch nichts.
  • Nicht nur Sie sollten auf einen Zeckenbiss vorbereitet sein, auch Ihr Hund kann von einem Zecken befallen werden. Neben einer Impfung empfiehlt sich vor der Runde der Einsatz spezieller Zeckenpuder oder Sprays, die direkt auf der Haut aufgetragen werden. Eine Zeckenzange im Bag kann auch hilfreich sein. 
  • Egal, ob nach einer 9 oder 18 Löcher Runde sollten Sie Ihren Hund loben und belohnen. Sie dürfen sich am 19. Loch natürlich auch für Ihre Taten belohnen. 

Hier können Sie Ihren Hund zum Golfbegleithund ausbilden

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