Bild Information: Ryder Cup 2018 - Team Europe (Photo by Richard Heathcote/Getty Images)

Das Wichtigste fürs Matchplay

Tipps & Tricks
 

Lochspiel hat seine eigenen Regeln - wir stellen sie genauer vor.

Lochspiel verspricht Spannung und Spaß. Man kennt es vom Ryder Cup und von der Zockerrunde auf dem Heimatplatz. Aber welche besonderen Regeln gelten eigentlich im Matchplay?

Ab wann darf oder muss ich schenken?

Sie dürfen den Ball aus jeder Lage schenken. Eine Verpflichtung dazu gibt es allerdings nicht. Das heißt: Schenken ist sogar schon am Abschlag möglich, auch wenn das wohl eher unwahrscheinlich ist. Aber Sie können ein Loch z.B. schenken bzw. aufgeben, wenn Sie den Ball zwei Mal ins Aus geschlagen haben und Ihr Gegner sicher auf dem Fairway liegt. 

Auf dem Grün gilt selbiges: Schenken ist theoretisch immer erlaubt (hier geht es zur passenden Regel). Sinn machen Tap-Ins oder kurze Putts ohne Break. Oft sieht man die Taktik, dass die kurzen Putts auf den ersten Löchern großzügig geschenkt werden, gegen Ende der Runde dann aber ausgeputtet werden lassen. Der Hintergrund: Meist ist der Spieler dann leicht irritiert und hat noch keine Routine entwickelt, kurze Putts zu verwandeln. 

Anlässlich dieser Thematik noch zwei Fälle, die der ein oder andere vielleicht schon erlebt hat: 

Wenn Sie Ihren Ball trotz Schenkens spielen, so hat das Ergebnis des Putts keine Auswirkung auf das Lochergebnis. Sie dürfen den Ball fertig spielen. Diese Schläge sind auch keine "Übungsschläge" im Sinne von Regel 7-2.

Falls Sie Ihren Ball aufheben, da Sie dachten, er wäre geschenkt, gibt es folgende "Decision": Sollten Sie wegen einer Bemerkung des Gegeners davon ausgegangen sein, dass der Putt geschenkt wurde, so dürfen Sie den Ball straflos an dem Punkt, an dem er gelegen hat, zurücklegen. Andernfalls ziehen Sie sich einen Strafschlag nach Regel 20-1 (Aufnehmen und Kennzeichnen) zu. 

Darf ich im Lochspiel nachputten?

Das hängt von der Wettspielordnung ab. Generell gilt nach Regel 7.2: ja. 

Zwischen dem Spielen von zwei Löchern darf ein Spieler keinen Übungsschlag machen, sofern dieser nicht aus einem Hindernis gemacht wird und das Spiel nicht unangemessen verzögert wird (Regel 6-7). Erlaubr ist das Putten oder Chippen auf oder nahe 

  • dem Grün des zuletzt gespielten Lochs, 
  • jedem Übungsgrün oder 
  • dem Abschlag des nächsten in der Runde zu spielenden Lochs.

Ein Verstoß gegen diese Regel führt zum Lochverlust.

Immer gilt: Schläge zur Fortsetzung des Spiels an einem Loch, dessen Ergebnis bereits entschieden ist, sind keine Übungsschläge. 

Wann darf man die Runde beenden?

Auch wenn das Match bereits entschieden ist, dürfen Sie die Runde zu Ende spielen. Normalerweise bespricht man das mit dem Gegner und spielt dann entweder die restlichen Löcher noch zusammen oder geht direkt ins Clubhaus (z.B. bei Mannschaftsturnieren, um die anderen Partien zu begleiten).

Weitere wertvolle Tipps, die Ihnen auf der Runde helfen und Ihren Score verbessern. Weitere Informationen zu den offiziellen Golfregeln finden Sie unter Rules4You.de Die offiziellen DGV-Golfregeln im Golf.de Shop.

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