Bild Information: Wann sollte man die Eisen wechseln (Photo by Tobias Weinbacher/Golf.de)

Wann sollte man die Eisen wechseln?

Tipps & Tricks
 

Irgendwann gehören selbst die besten Schläger zum alten Eisen.

"Mit diesen Schlägern habe ich das Golfspielen gelernt" oder "Mit den Eisen habe ich mich von 54 auf Handicap 18 verbessert." All das sind Sätze, die man auf Driving Range oder auf Platz hört. Doch wann ist es Zeit, die alten Eisen gegen neues Werkzeug zu tauschen?

Welche Aspekte für diese Überlegung ausschlaggebend sind, möchten wir Ihnen in der Folge zeigen: Angefangen von rutschigen Griffen, abgenutzten Grooves bis hin zur Veränderung des eigenen Schwungs, können die genannten Punkte dazu beitragen, sich über die Anschaffung neuer Eisen, Gedanken zu machen. 

Technologischer Fortschritt

Die Hersteller versprechen Jahr für Jahr mehr Länge und mehr Kontrolle mit den neuen Schlägern. Egal, ob Eisen, Hybriden oder Hölzer, jeder Schläger wird jedes Jahr besser. Doch was bedeutet das für den Otto Normalgolfer? Muss dieser nahezu jährlich sein Equipment tauschen, um stetig bessere Ergebnisse zu erzielen? Nein. 

Die Technologie machte in den letzten Jahren natürlich einen großen Schritt, aber die Verbesserung von Jahr zu Jahr ist nicht derart groß, dass es der Amateurgolfer merken würde. Wenn Ihre Eisen allerdings sechs bis acht Jahre auf dem Buckel haben, werden Sie den Unterschied merken; auch in besseren Ergebnissen. Im Test mit Fabian Michelberger, Pro im Golfclub München Eichenried, haben wir 8 Jahre alte Eisen mit aktuellen Modellen verglichen.

rot = altes Eisen (5) - blau = neues Eisen (5)

Grooves abgenutzt

Die Grooves sind wichtiger Bestandteil eines Golfschlägers. Ein Schläger ohne Grooves ist möglich, aber nicht zwingend hilfreich. Wenn die Grooves auf der Schlagfläche nach mehreren Jahren abgenutzt sind, verliert man die Kontrolle und die Spin-Eigenschaften des Balls lassen nach. Daher sollte man kontrollieren, ob die Grooves der Eisen noch ihren Dienst leisten können. Als Faustregel gilt hier: Wer drei Mal pro Woche 18 Löcher spielt, sollte die Schlagflächen bzw. den Eisensatz alle vier Jahre erneuern.

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Griffe ohne Grip

Abhängig von der Pflege nutzen sich auch die Griffe mit der Zeit ab. Was gleichbedeutend mit weniger Grip beim Schlag ist. Die Verbindung zwischen Schläger und Hand bzw. Handschuh ist nicht mehr so stabil, wie bei einem gut gepflegten, geschweige denn, neuem Griff. Die Folge von zu wenig Grip, ist ein deutlich erhöhter Griffdruck und damit die Verringerung des Peitscheffekts, was zum Verlust von Schlägerkopfgeschwindigkeit und damit Länge einhergeht. Man sollte also stets darauf achten, dass die volle Funktionsfähigkeit des Griffes gegeben ist. 

Natürlich muss man sich nicht immer sofort neue Eisen kaufen, nur weil die Griffe das Zeitliche gesegnet haben. In Kombination mit anderen Faktoren, könnte allerdings ein Neukauf in Betracht gezogen werden, da man bei einem Griffwechsel von bspw. Sieben Schlägern (4 – PW) auf ca. 150 Euro kommt. Die Faustregel besagt, wer drei Mal pro Woche 18 Löcher spielt, sollte ein Mal im Jahr die Griffe erneuern lassen.

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Eigenes Spiel zu gut für alte Schläger

Nicht außer Acht zu lassen ist das eigene Spiel. Ein neuer, effektiverer Schwung, veränderte körperliche Voraussetzungen - ob zum Besseren oder Schlechteren spielt keine Rolle - erfordert einen baldigeren Materialwechsel als der Zustand des Griffs oder der Grooves. Entweder wird man besser, schwingt schneller oder auch langsamer. Daher sollte auch dieser Aspekt geprüft werden. 

Wer mit Graphitschäften angefangen hat, Golf zu spielen und sein Spiel seitdem stetig verbessern konnte und vielleicht auch schneller schwingt als zu Beginn der jungen Golfkarriere, sollte über einen Schaftwechsel nachdenken. Die Verbesserung des eigenen Spiels führt dazu, dass sich auch die Schlägerkopfgeschwindigkeit gesteigert hat. Daher verhindern Ihre alten Graphitschäfte ein perfektes Treffen des Balls und wird zur Peitsche. Ein Wechsel auf Stahl könnte in diesem Fall die Abhilfe sein. 

Natürlich ist dieser Faktor auch von der anderen Seite zu betrachten. Wer früher körperlich fit war und mit Stahlschäften perfekte Schläge auf das Parkett zauberte, kann heute körperlich leicht eingeschränkt sein, wodurch sich die Geschwindigkeit und der Schwung deutlich verändern kann. In diesem Fall, kann es hilfreich sein, den Stahl-Eisensatz gegen Graphit einzutauschen. Eine Faustregel gibt es hier nicht, aber ein professioneller Fitter kann Ihnen genau sagen, mit welchem Schaft Sie Ihr Ergebnis verbessern können.

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