Bild Information: Der Ocean Course von Hammock Beach

Von St. Augustine nach Sawgrass

USA
 

Amerikas älteste Stadt und das bekannteste Par-3-Loch der Welt.

Hier geht das Schreiben offenbar leicht von der Hand: Der Blick richtet sich auf das glatte Meer, der lange Sandstrand liegt nahezu menschenleer in der Sonne. John Grisham schrieb den Bestseller „Camino Island“ offenbar während eines langanhaltenden Aufenthalts in seinem Ferienhaus im Nordosten Floridas. Dort, wo sich die riesigen Immobilientürme noch nicht ausgebreitet haben, dort, wo es noch dieses Edward-Hopper-Feeling gibt und das Mischmasch aus Häuschen in Pastellfarben auf Stelzen mitten in den Dünen.

Kolonialarchitektur in St. Augustine

Entlang der A1A, der alten Küstenstraße, kann man im Nordosten des Staates Floridas den leicht historischen Charme, den gerade der Europäer oft in Amerika vermisst, noch entdecken. In St. Augustine, wo kleine Bars, unzählige Shops und nette Restaurants längst die Oberhand gewonnen und klassische US-Ketten eher zu Außenseitern gemacht haben, stößt man auf Kolonialarchitektur und die Spuren der spanischen Eroberer, die hier 1562 landeten. 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

How you know you are home. Photo | @holidayplanned

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Weltklassegolf liegt direkt um direkt Ecke. Vom bedächtigen St. Augustine mit seinen gerade einmal rund 14.000 Einwohnern zu TPC Sawgrass, dem Hauptquartier der amerikanischen PGA Tour,  sind es gerade einmal 20 Minuten mit dem Auto. Hier hat die Bedächtigkeit ein Ende. Die Mayo Clinic ist um die Ecke, die Stadt Jacksonville boomt und am Küstenstreifen von Ponte Vedra Beach reiht sich ein Multi-Millionen-Gebäude ans andere.

Ponte Vedra Beach: Treffpunkt des Geldadels

Der Geldadel der USA fühlt sich hier schon lange wohl. Wer im Winter nicht in Kalifornien oder Palm Beach die Sonne genoss, traf sich hier mit Seinesgleichen. Das Resort Ponte Vedra Inn & Club wuchert mit dem Glanz alter Zeiten, erfreulicherweise ist er nicht abgenutzt. Der Gast erholt sich zwischen Beachterrassen, Einkaufsgallerien, einem High-End-Spa und zwei erstklassigen Golfplätzen mit Blicken aufs Meer. Die Sonne strahlt und die Welt ist perfekt. Hier glitzern die Juwelen, die Golfcarts sind auf Hochglanz poliert und  die Outdoor-Typen und Aussteiger, die man eher auf der nördlich gelegenen Halbinsel Amelia Island trifft, würden sich hier wohl eher unwohl fühlen.

Das Golf-Mekka der einen wie der anderen findet sich ohnehin ein Stückchen landeinwärts. Am 16. Mai 1978 skizzierte Pete Dye seine erste Ideen für den Stadium-Platz auf ein Blatt Papier. Dort, wo er danach anfing, zusammen mit seiner inzwischen verstorbenen Frau Alice aus dem Sumpfland zwei Championship-Plätze zu graben, Mulden und Hügel zu schieben, Teiche zu heben und Grüns anzulegen, liegt heute neben dem Valley Course der Stadium Course von TPC Sawgrass mit dem 17. Loch und dem berühmtesten Inselgrün der Welt. Die Golfbahn, die an einem normalen Tag für einen normalen Amateur bei 125 Metern Länge scheinbar kurz und kinderleicht scheint, entwickelt sich an einem Turniertag zum Hexenkessel, wenn tausende Zuschauer rund um das 17. Loch jubeln und brüllen.

Sawgrass: Der Härtetest für den Normal-Golfer

Das fünfte Major der Welt, wie man die Players Championship inoffiziell nennt, ist ein Härtetest, der alljährlich die Besten der Welt an ihre Grenzen bringt und dem normalen Golftourist ein Gefühl davon vermittelt, was der Begriff Schwierigkeit im Golfsport wirklich bedeutet. Den Stadium wie den ebenfalls erstklassigen Valley Course kann man als Tourist problemlos bespielen. Wer sich im direkt nebenan gelegenen Marriott Hotel einbucht, hat täglich Zugriff auf die Startzeiten. Allerdings muss man sich auf dem Stadium Course auf ein Greenfee zwischen 350 und 500 Dollar, je nach Package und Saison, einstellen und auch auf dem Valley Course sind Raten zwischen 150 und 225 Dollar angesagt. Die Auffahrt zu einem der größten Clubhäuser Amerikas, das majestätisch auf einer kleinen Anhöhe thront, ist dafür inklusive, die Grüns und Fairways haben nicht ganz Augusta-National-Niveau, aber viel fehlt nicht.

Und wer sich eine ganz besondere Erfahrung gönnen will, kann sich im angeschlossenen TPC PGA Performance Center seinen Schwung von Todd Anderson auf Vordermann bringen lassen, der sich ansonsten eigentlich nur um Weltklassespieler kümmert. Das ist dann die ganz große Bühne, zumal das Trainingsgelände mit einer normalen Driving Range so viel Ähnlichkeit hat wie ein Amateur-Schwung mit der Schlagbewegung von Tiger Woods.

Sawgrass Mariott Golf Resort & Spa: 5 Sterne Hotel direkt neben TPC Sawgrass, das einige gründliche Renovierungsprozesse hinter sich hat. Das Stadium-Course-Package beginnt bei 480 Dollar pro Person.

Ponte Vedra Inn & Club: 5-Sterne-Luxus-Resort mit zwei eigenen Golfplätzen direkt am Meer. Üppige Meerblicke, erstklassiges Design und 1a-Pflegezustand. Packages beginnen bei 249 Dollar pro Tag und Person.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Hammock Beach Resort: Ein riesiges Resort etwa 35 Minuten von St. Augustine entfernt. Am idyllischsten ist die kleine Lodge im Clubhaus direkt am Strand. In den großen Appartementhäusern werden Hotel-Suiten vermietet. Die beiden Plätze bieten Blicke aufs Meer, sind erstklassig gepflegt und haben reichlich Immobilien rechts und links der Fairways.

World Golf Hall of Fame: Unweit vom Städtchen St. Augustine entfernt, liegt die 1998 eröffnete World Golf Hall of Fame, die vorher in Pinehurst beheimatet war. Das Museum ist für Golf-Interessierte kein Muss, bei Schlechtwetter aber einen Ausflug wert. Daneben liegen zwei Golfplätze von Jack Nicklaus und Arnold Palmer (The King, Slammer & Squire). Beide sind guter Durchschnitt.

Tee-Times und Preise: Die Greenfeepreise variieren sehr stark je nach Lage, Saison und Wochentag. Vor Ort gibt es zahlreiche Agenturen, die sich auf die tägliche Vermarktung von Greenfees spezialisiert haben, ein staatlicher Anbieter ist Floridas First Coast of  Golf

Amelia Island: Ich bin dann mal weg 100 Jahre Kings and Queens in Gleneagles

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