Bild Information: Der Green Monkey Course auf Barbados (Foto: golf.extra)

500 Dollar für die Runde 

Reise
 

Die Greenfeepreise 2019 auf Spitzenplätzen ziehen deutlich an.

Weltklasse kostet – das gilt auch im Golf. Die Greenfeepreise jedenfalls ziehen auch 2019 wieder an. Wer auf den berühmtesten Plätzen der Welt abschlagen will, soweit sie Gäste überhaupt zulassen, muss sich auf Spitzenpreise oberhalb der Grenze von 300 Euro gefasst machen. Alleiniger Spitzenreiter ist dabei nicht wie oftmals angenommen der Platz von Pebble Beach - in der Klasse der Plätze, die 500 Dollar und mehr verlangen, tummeln sich durchaus mehr Anbieter. In den USA zum Beispiel ist auch Shadow Creek in Las Vegas in diesem Segment unterwegs. 

Kein Schnäppchen sind Runden in Down Under und Neuseeland: Der Royal Melbourne Golf Club verlangt inzwischen rund 550 australische Dollar pro Runde. Geboten wird dafür der beste Platz im berühmten australischen Sandbelt. Optisch weit spektakulärer, dafür aber auch mit einer ziemlich komplizierten Anreise verbunden ist Cape Kidnappers in Neuseeland (595 NZ-Dollar).

Bemerkenswert ist der Sprung, den Pinehursts No. 2 nach dem Redesign im Jahr 2014 von Bill Coore und Ben Crenshaw hingelegt hat: Mit rund 460 Dollar kostet die Runde ungefähr doppelt so viel wie noch vor zehn Jahren.

Trump Turnberry liegt auf über 420 Euro zu 

Das Management der europäischen Trump Golf-Resorts hat die eigenen Greenfeeraten offenbar an den US-Markt angepasst: Im Trump Turnberry Resort, dessen Plätze zugegebenermaßen allerdings ebenfalls ein erstklassiges Redesign hinter sich gebracht haben, werden für den Ailsa Course für nicht Hotelgäste bis zu 375 Pfund verlangt. Auf Rang zwei der superteuren Anlagen rangieren Valderrama (ca. 370 Euro) und der West Course von Wentworth.

Lage, Lage, Lage lautet auch bei Golfplätzen oftmals das Erfolgsrezept: Kingsbarns Golf Links, das stark von seiner Anbindung an das Städtchen St. Andrews und den Old Course profitiert, hat auf 268 Pfund erhöht. Die Abschlagszeiten für den Sommer sind trotzdem schon so gut wie ausverkauft. Old Head Golf Links in Irland, spektakulär auf Klippen gelegen, ist inzwischen bei 325 Pfund angelangt. Hier kann der Gast nur beten, dass er nicht in einer der durchaus häufiger auftretenden Nebelwände spielt und von der zweifellos herausragenden Optik gar nichts mitbekommt.

In Deutschland wird die 200-Euro-Grenze nicht geknackt

Verglichen damit sind die deutschen Greenfees niedrig. Spitzenreiter ist 2019 der GC Gut Lärchenhof mit 170 Euro am Wochenende. Allerdings hinkt der Vergleich mit der internationalen Elite ein wenig. Auf der Suche nach Plätzen von einem ähnlichen Kaliber wie die genannten Spitzenplätze wird man hierzulande nämlich kaum fündig.

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