Bild Information: Clubhaus von Son Gual bei Abendlicht (Bild: Son Gual)

Zehn Jubeljahre Son Gual

Mallorca
 

Son Gual zählt weit über das Eiland Mallorca hinaus zu den Besten.

Zehn Jahre sind seit der Eröffnung des Golfclub Son Gual vergangen. "Eigentlich ist sogar mehr Zeit vergangen, wenn man bedenkt, dass mein Vater bereits 1995 entschied, einen eigenen Golfplatz auf Mallorca zu bauen", erinnert sich Andreas Pamer, der sich um die knapp 160 Hektar große Anlage oberhalb von Palma mit allem Drum und Dran kümmert. Der Traum seines Vaters Adam Pamer ist gute 20 Jahre später in Erfüllung gegangen: Son Gual führt laut Golf World Ranking seit Jahren die Hitliste der Plätze auf der Insel an und zählt zu den exklusivsten Europas. Prestigeträchtige Gemeinschaften wie World of Leading Golf und der Rolex Guide haben die Anlage nicht nur wegen des stets perfekten Zustands zu den besten Europas gekürt.

Hinsichtlich des Designs der 18 Bahnen hatte Thomas Himmel ziemlich freie Hand und außer "einem See mit einer kleinen Palmeninsel, dazu Olivenbäume" wenig Vorgaben. "Jedes Loch von Son Gual hat seine eigene Persönlichkeit. Der Individualismus des Spiels ist der entscheidende Faktor für die Individualität der Löcher", sagt der Golfplatzarchitekt aus München. "Die hintersten Abschläge fordern die besten Spieler heraus und machen strategische Überlegungen unbedingt notwendig. Gleichzeitig ermöglichen es die vorderen Tee-Boxen den mittelmäßigen Golfern, das Spiel einfach nur zu genießen." Clubbesitzer Pamer findet, Himmel habe Klassizismus und Moderne sowie eine harmonische Integration in die Umgebung mit spielerischen Herausforderungen perfekt miteinander verbunden. Und Himmel ergänzt: "An jedem Punkt des Platzes wird der Spieler von dem antiken Palacio übersehen, der sich über den Höhen und Tiefen des Golfspiels befindet und die Würde des Golfs bestätigt, die Golf wirklich verdient."

Beste Qualität in Zahlen

Im Jahr 2009 war Son Gual Gastgeber der European Senior Open und Masters-Champion Ian Woosnam meinte, er fühle sich an Augusta erinnert. Nur dass hier Gäste jederzeit willkommen sind. Die Abschlagszeiten sind alle 15 Minuten, um Stress während der Runde zu vermeiden. Der 15 Fahrminuten von Palma entfernte Platz ist bei Par 72 zwischen 4.961 (Rot) und 6.621 Meter (Schwarz) lang, 25 Greenkeeper kümmern sich um beste Bedingungen, es gibt 66 Bunker, von denen einer 150 Meter lang ist (Bahn 2). Jede Bahn hat sechs Tee-Boxen, die an Loch 10 soll Europas größte sein. Die Grüns messen durchschnittlich 900 Quadratmeter. Es wurden weit mehr als 800 Olivenbäume, zahlreiche Palmen und andere einheimische Pflanzenarten kultiviert, 1,4 Millionen Kubikmeter Erde bewegt, rund 75.000 Tonnen feinstem Bunkersand vom Festland geholt. Und klar, der stolze Besitzer erhielt seinen See mit Palmen, dazu ein künstlicher Bach, der sich beinahe zwei Kilometer über den Platz schlängelt. Doch abgesehen von den jungen Rebbergen am Rand der Fairways sieht der Platz so aus, als sei er schon immer da gewesen. (Leider auch fast immer da und allgegenwärtig sind die tief über der Anlage je nach Wind und Wetter startenden oder landenden Flugzeuge und deren Lärmkulisse.)

Wasserfiltersysteme und Öko-Dünger

Damit sich der Golfplatz ganzjährig in einwandfreiem Zustand befindet, wird auf den Bahnen im Winter Paspallum-Rasen und im Sommer Raygrass ausgesät, Grüns und Abschläge sind mit Agrostis-Rasen bepflanzt. Es wird "natürlich" nur Natur- und Öko-Dünger verwendet und seit kurzem hat man neben einer eigenen Umkehr-Osmose-Anlage, die das von Kläranlagen kommende Wasser in Trinkwasser umwandelt, eine Ultrafiltrationsanlage, die den Salzgehalt des Wassers senkt und die Qualität des Rasens erhöht. Kostenpunkt: rund eine Million Euro. Für eine, "gute und politisch korrekte" Bewässerung. "Das ist zwar teuer, aber wesentlich nachhaltiger und umweltfreundlicher", sagt Pamer.  

Als Signature Holes könnte man die 7, 14, 15 und 18 bezeichnen. Das erste Loch, ein Par 4, verläuft bergab mit Blick auf das Tal der tausend Windmühlen. Platzieren Sie Ihren Ball am besten auf der rechten Seite des Fairways, ansonsten laufen Sie Gefahr, zum ersten Mal Bekanntschaft mit den für diesen Platz charakteristischen Bunkerlandschaften zu machen. Die ersten neun Löcher führen zunächst entlang der Grundstücksgrenze, die hinteren Neun sind eingebettet in die Anlage mit den großen Seen und dem genannten Bachlauf. Die Sieben geht bergauf, ist eng und schwer, zumal das weit heruntergezogene Vorgrün zu kurze Bälle gnadenlos zurückrollen lässt. Die 18 ist mit 532 Metern die längste Bahn (Par 5) und führt leicht bergauf zurück zum Clubhaus. Platzieren Sie Ihren Ball erst rechterhand des Bachlaufs, dann beim zweiten Schlag wiederum hinüber auf die linke Seite. Das Grün wird obendrein von einem See verteidigt.

Gerne kehrt man zurück ins vorzügliche Restaurant und auf die riesige Clubhaus-Terrasse. Der großartige Ausblick über den Platz und das Windmühlen-Tal bis hin nach Palma lädt zum Verweilen ein, ganz egal, ob auf einen Drink, einen kleinen Snack oder ein typisch mallorquinisches Dinner. Die Qualität der Speisen und Getränke ist top, der Service stets freundlich.

Auch Tour-Profi Ritthammer voll des Lobes

In der Serie "Mein Lieblingsplatz" sagt Bernd Ritthammer: "Ich finde den Platz einfach mega, sowohl von Design und Layout als auch vom Schwierigkeitsgrad. Und die schöne Terrasse mit herrlichen Blicken übers ganze Land ist einmalig! Als Nürnberger kenne ich die fränkische Familie Pamer - sie haben den Platz mit viel Liebe und viel Aufwand gebaut. Ein sensationelles, ja fast spektakuläres Golfloch ist für mich die 15, ein Par 3, dessen Name 'Das Monster wartet!' schon Ehrfurcht einflößt."


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