Bild Information: Streamsong Red

Floridas Bester

USA
 

Der Red Course im Streamsong Resort wurde erst kürzlich von Golf Digest zum besten öffentlichen Platz im Bundesstaat Florida ernannt. Dieser Meinung können wir uns nur anschließen. 

Bill Coore und Ben Crenshaw sind die zur Zeit wohl gehyptesten Golfplatzarchitekten der Welt. Zur Recht? Wir meinen: unbedingt. Das Duo sagt Ihnen nichts? Dann kennen Sie aber wahrscheinlich die Arbeit der beiden. Pinehurst No. 2, der Austragungsort der US Open 2014, die Martin Kaymer überlegen gewann, wurde von Coore/Crenshaw grundlegend umgestaltet. Zudem haben die beiden einen fantastischen Platz in Bandon (Oregon) entworfen und Cabot Cliffs in Kanada designed. Das Markenzeichen sind riesige Bunker und Sandwastes mit ausgefransten Kanten, stark ondulierte Fairways mit Wellen und verschiedenen Plateaus sowie einer Vorliebe für Links-Golf. Außerdem wird auf Coore/Crenshaw-Plätzen gelaufen, gerne auch mit Caddie - Carts hingegen sind verpönt.  

Streamsong Red ist auf jeden Fall ein weiteres Meisterwerk. Die Anlage, die bis in die 60er Jahre eine Mine war, liegt 90 Minuten südwestlich von Orlando - aber man merkt nicht, dass Disneyland und die manikürten Florida-Plätze nicht weit entfernt sind. Der Red Course ist ein Monster vom Tee. Die Abschläge sind definitiv eine Herausforderung. Dafür sind die Schläge in die Grüns etwas leichter als auf dem Blue Course, der von Tom Doak entworfen wurde.

Die ersten Neun sind unglaublich gut. Bei jedem neuen Abschlag ist man fasziniert vom Verlauf der Bahn, den Hindernissen (Wasser, Wind, Bunker) und der Natur. Adler, Bussarde, Störche und Alligatoren sind nur ein Auszug aus der vielfältigen Fauna der Gegend. 

Aber zurück zum Platz an sich. Es geht oft mit Rückenwind los, was den Start etwas erleichtert. Bereits die ersten Löcher mit den erhöhten Abschlägen, welligen Fairways und riesigen Bunkern sind eine Schau. Zudem ist jede Bahn in sich abgeschlossen und lässt eher selten einen Blick auf die umliegenden Löcher zu. Zwischendurch durchbrechen nich allzu lange Par-3-Bahnen die Optik.

Die zweiten Neun sind im Vergleich dann nicht mehr ganz so spektakulär, dafür etwas schwerer. Vor allem von den hintersten Abschlägen wird es richtig lang (3.761 Yards) - zumal einem oft noch der Wind ins Gesicht bläst. Richtig klasse sind die letzten Löcher: Los geht’s mit der 16, dem Signature Hole. Über das Wasser geht es auf ein riesiges Grüns, das zur linken stark abfällt. Der Schlag ist je nach Abschlag lang (bis 208 Yards), der Putt zum Birdie dann aber meist noch länger. Nach einem schlanken Par 4 über eine Welle geht es dann auf die 18, ein bis zu 540 Yards langes Par 5. Das Dogleg ist ein würdiger Abschluss für einen bemerkenswerten Platz, der durchaus unkonventionell ist, aber zu den besten Amerikas zählen dürfte. 

Fazit: Wer in Orlando unterwegs ist, muss diesen Abstecher ins Niemandsland machen. Es lohnt sich, denn diesen Platz werden Sie nicht so schnell wieder vergessen.

Zur Halbzeit wartet eine BBQ-Hütte mit sehr guter Halfway-Verpflegung. Die Driving Range ist großzügig gestaltet und verfügt auch über ein weiträumiges Pitching-Grün. Kostenfreie Bälle sind im Greenfee enthalten.  

Info

  • Streamsong Red, 1000, Streamsong Dr, Fort Meade, FL 33834
  • Tel. (888) 294-6322
  • Design: Bill Coore / Ben Crenshaw
  • Greenfee: 255 USD

Auszeichnungen

  • Golf Digest 2015: Best Public Golf Courses in Florida - #1
  • Golf Magazine: Top 100 Courses in the US - #47
  • Golfweek (2015): Best Courses You Can Play - #2
  • Golf Digest 2015: America’s 100 Greatest Public Courses - #18 

Streamsong Blue: Toms Spielwiese PGA National Resort: In der Bärenfalle

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