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Australien: Eine Klasse für sich

 

Von Sydney über Melbourne nach Tasmanien: Wir fanden einige der weltbesten Golfplätze am anderen Ende der Welt.  

Wer nach einer halben Weltreise am Flughafen von Sydney ankommt und mit dem Taxi in die City fährt, wird mit einem grandiosen Ausblick belohnt. Die 134 Meter hohe Harbour Bridge, das an den Rücken einer Schildkröte erinnernde Opera House, der übergrüne Botanical Garden und der Blick auf das Meer lassen die lange Anreise schnell vergessen. Nach dem überstandenen Jet-Lag  haben wir uns mit den Golfplätzen befasst. Ein guter Start ist The Lakes, denn der exzellent gepflegte Kurs ist von der Stadtmitte in rund einer halben Stunde Autofahrt erreichbar. Nach dem umfangreichen Re-Design durch den auf der US PGA Tour spielenden Profi Geoff Ogilvy und Architekt Michael Clayton bietet sich Ihnen ein Kurs mit großem Spaßfaktor und reichlich Abwechslung. Das Highlight in Sydney ist schließlich der New South Wales GC. Der 1928 von Alister MacKenzie entworfene Kurs zählt zu den ganz großen Plätzen von Australien und ist regelmäßig in den Top-100-Listen von Golf Digest und Golf Magazine zu finden. Die 18 Löcher in der Botany Bay liegen im Südosten von Sydney - daher bietet sich ein Hotel an einem der Stadtstrände wie Bondi Beach an. Zumal der Kontrast der Gegenden wirklich beeindruckend ist: Während man sich im Central Business District (CBD) mit dem Großstadtleben anfreundet, ist an den Stränden Surfen, Schwimmen und Joggen auf den wunderbar angelegten Costal Walks (meist auf breiten Holzplanken) angesagt. Ein (Geheim-)Tipp: Die nur wenige Minuten entfernt liegenden Strände von Tamarama und Bronte sind deutlich kleiner und weniger frequentiert als Bondi mit seinen zahlreichen Restaurants und den weltbekannten Iceberg Pools. Das Seafood - von Riesengarnelen über Jakobsmuscheln bis zu Austern - ist übrigens sowohl in der Stadt als auch am Strand überragend. 

Und noch ein Tipp von den golfenden Locals: Spielen Sie auch den günstigen Public Course St. Michael’s, der gleich neben dem NSW GC seine Bahnen zieht. Der Kurs hat zwar bei weitem nicht das Renommee und den Pflegezustand, aber der Ausblick auf die Küste ist ähnlich spektakulär. 

Melbourne: Sandige 'Sandbelt'-Kurse

Wer den langen Weg von Europa nach Down Under auf sich genommen hat, sollte auch innerhalb des riesengroßen Landes etwas reisen. Denn zum einen ist eine Metropole wie Melbourne einfach einen Besuch wert, andererseits gibt es hier auch einige sehenswerte Plätze. Die Hauptstadt des Bundesstaats Victoria mit seinen mehr als vier Millionen Einwohnern ist von Sydney unter eineinhalb Stunden mit dem Flugzeug erreichbar (Flüge ab ca. 100 AU-Dollar). Melbourne ist in Sachen Restaurants und gutem Essen die Vorzeigemetropole Australiens. Auch die Bar-Szene - oftmals mit Live-Musik - ist groß und ausgezeichnet.

Planen Sie mindestens zwei Tage in der Stadtmitte ein, ehe Sie den zwei berühmten "Sandbelt"-Plätzen Kingston Heath und Royal Melbourne einen Besuch abstatten. Sandbelt deshalb, da diese Kurse mit den bewegten Fairways, den unnachahmlichen Gum-Trees und den riesigen Bunker-Landschaften auf einem sehr sandigen und lehmhaltigen Untergrund entstanden sind. Dadurch sind diese Plätze mit einer natürlichen Drainage ausgestattet, und auch das Einbauen von Bunkern ist ein Leichtes, denn der Sand ist bereits vorhanden und muss nicht kostspielig von außerhalb herangeschafft werden. Ebenfalls zu den "Great Golf Courses of Australia" zählen die Plätze des Metropolitan GC und Huntingdale GC, deren wuchtige Clubhäuser keine 500 Meter voneinander entfernt sind. 

Das Gefühl vom Outback bekommen Sie schließlich bei einer Tour zu den Kursen des National GC, der bei Little Peninsula, rund eineinhalb Stunden südlich der Metropole liegt (Platztest: Moonah Course).  Zudem bieten die drei Plätze eine gelungene Abwechslung von den taktisch sehr anspruchsvollen Kursen in der City, die mit ihren pfeilschnellen und extrem harten Grüns den ein oder anderen Golfer schnell zur Verzweiflung bringen können. Im National GC geht es hingegen eher um die traumhafte Landschaft, die Ruhe und den Ausblick auf das in der Ferne rauschende Meer. Es lohnt sich, ein paar Tage in dem Weinanbaugebiet zu bleiben. Genießen Sie eine Weinverkostung und statten Sie den Restaurants und Bistros mit Blick auf die Reben einen Besuch ab.   

Tasmanien: Grandiose Landschaft auf 36 Löchern 

Für Golfer unbedingt einen Besuch wert ist schließlich Tasmanien. Die kleine Insel mit etwas mehr als 500.000 Einwohnern am östlichen Rand des Indischen Ozeans ist etwa 250 Kilometer vom australischen Festland entfernt und von Melbourne in unter einer Stunde mit dem Flieger erreichbar (nach Launceston; ca. 150 AU-Dollar). Flüge werden auch von anderen Städten angeboten (u.a. Sydney). Das Ziel heißt dann Barnbougle. Die beiden Plätze Dunes und der neuere Lost Farm liegen an der Nordostküste der Insel.

Beide Kurse zählen bereits jetzt zu den besten Plätzen der Welt und sind in den Top-100-Listen zu finden. Und dass, obwohl Barnbougle Dunes gerade erst sein zehnjähriges Jubiläum gefeiert hat. Sehr sympathisch dabei: Barnbougle ist nicht nur ein unglaublich schöner Landstrich mit zwei außergewöhnlichen 18-Löcher-Anlagen, sondern bleibt auch bezahlbar und "public", also für jeden Golfer zugänglich. Das Greenfee liegt bei um die 100 AU-Dollar. Auch die Preise für das Hotel beziehungsweise die kleinen Hütten gegenüber dem Clubhaus des Dunes-Kurses und die beiden ausgezeichneten Restaurants sind im Rahmen. Das Design der beiden Plätze ist schließlich außergewöhnlich gut und bildet zusammen mit der malerischen Natur und den umherstreunenden Wallabys (kleine Kängurus) einen perfekten Mix. Unsere Empfehlung, wenn Sie die Chance haben, am anderen Ende der Welt aufzuteen: Spielen Sie hier unbedingt. Es ist ein Erlebnis, das Sie nie vergessen werden! 

Ausgewählte Hotel- und Restaurant-Empfehlungen der Golf.de-Redaktion Die besten Plätze Australiens in der Übersicht Golf.de unterwegs: Weitere Reise-Nachrichten

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