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Keine rundengenauen Heraufsetzungen ab Hcp. 26,5  

EGA-Vorgabensystem ab 2016
 

Zukünftig wird das Handicap ab der Vorgabenklasse 5 (Hcp. 26,5 und höher) nach einem schlechten vorgabenwirksamen Spielergebnis nicht mehr heraufgesetzt. Mit dem Verzicht auf rundengenaue Heraufsetzungen oberhalb eines Handicaps von 26,4 entfällt dort auch die Notwendigkeit einer Pufferzone.

Warum?

Maßgeblich für diese Entscheidung war, das System für einen großen Teil der Spieler zu vereinfachen, gleichzeitig jedoch für den wettkampforientierten Spieler (Handicap 26,4 oder darunter) die automatische Anpassung der Vorgabe nach einer vorgabenwirksamen Runde beizubehalten.

Die Grenze für die Unterscheidung zwischen einem stärker und weniger wettkampforientierten Spieler hat der DGV generalisierend zwischen Vorgabenklasse 4 und 5 bei Handicap 26,4/26,5 gesetzt. Damit profitieren rund zwei Drittel der Spielerinnen und Spieler von einem vorgabenwirksamen Spiel ohne das Risiko, dass die Vorgabe nach der Runde heraufgesetzt wird. Außerdem werden sich Golfspieler zwischen Handicap 26,5 und 54, darunter viele Einsteiger, durch den Wegfall der Pufferzone nicht mehr mit der Pufferzonensystematik auseinandersetzen müssen.

Wie sieht die typische Handicap-Entwicklung aus?

Anfänger verbessern ihr Spielpotenzial in aller Regel sehr schnell und ihr Handicap sinkt entsprechend. Nach einiger Zeit erreichen Spieler ein stetiges, etwa gleichbleibendes Spielpotenzial und das Handicap schwankt auf demselben Niveau. Bei nachlassender Trainingsintensität oder im höheren Alter beginnt die Spielstärke abzunehmen, so dass die Vorgabe der Spieler langsam wieder steigt.


aus EGA-Präsentation, HCP Conference, Amsterdam

Im Bereich der „Improver“ (Spieler, die ihr Spielpotenzial noch nicht erreicht haben) wird die neue Methodik keinerlei Änderung erwarten lassen, da das Spiel ohnehin weitgehend von Herabsetzungen geprägt ist.

Im Mittelbereich (Spieler mit stabilem Spielpotenzial) lässt die neue Methodik einen „glatteren Verlauf“ erwarten. Minimale (oder „natürliche“) Schwankungen können hingenommen werden (Bsp.: acht Überspielungen führen zu Anpassungen um +0,8, eine Unterspielung um zwei Schläge bringt den Spieler dann zurück zum Ausgangswert).

Einzig im Bereich der „Decliner“ (Spieler mit nachlassendem Spielpotenzial) ist, je nach Spielverhalten, mit einer, im Vergleich zu heute, tendenziell „zu guten“ Vorgabe zu rechnen, wenn ein Spieler von einer Anpassung seines Handicaps durch den Vorgabenausschuss dauerhaft absieht. Solche Spieler („Heraufsetzungsvermeider“) haben wir aber schon heute: Diese Spieler umgehen heute gezielt den vorgabenwirksamen Spielbetrieb. Kein System wird das Verhalten dieser Personen ändern können.

Ändert sich die Spielstärke dauerhaft, so besteht auch weiterhin die Möglichkeit, mit einer Vorgabenüberprüfung durch den Heimatclub eine Heraufsetzung des Handicaps herbeizuführen. 

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