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EGA Handicap System – turnusgemäße Anpassungen 2016

Vorgabensystem
 

Der Europäische Golf Verband (EGA) überarbeitet regelmäßig alle vier Jahre die Vorgabenbestimmungen für die jeweiligen Mitgliedsnationen in Kontinentaleuropa.

Üblicherweise handelt es sich bei den Anpassungen um Feinjustierungen von bekannten und meist bewährten Regelungen im Vorgabensystem. Die nächste Änderung ist für die Zeitspanne von 2016 bis 2019 vorgesehen. 2016 ist jedoch erstmalig seit langer Zeit wieder mit umfassenderen inhaltlichen Änderungen zu rechnen.

Worum geht es dabei eigentlich? Ändern um der Änderung willen? Nein! Das Handicap-System soll künftig besser den unterschiedlichen Bedürfnissen verschiedener Spielertypen, rein freizeitorientiert oder wettkampforientiert, gerecht werden. Für diese an sich wandelnden Bedürfnisse orientierte Ausrichtung als neues Prinzip in den Golfregularien hat sich der Deutsche Golf Verband (DGV) erfolgreich bei der EGA eingesetzt.

A. Für alle Golfer: Es geht um die Abschaffung von als überflüssig erkannten Mechanismen des Systems in allen Handicap-Kategorien:

  1. Der DGV ist nicht länger zur Anwendung von CBA verpflichtet.
  2. Es wird keine automatisierte Vorgabenanpassung durch den Computer mehr geben.
  3. Die Unterscheidung zwischen aktiven und inaktiven Vorgaben entfällt.

B. Für Golfer mit höheren Vorgaben:

Geplant ist eine darüber hinausgehende Vereinfachung des Handicap-Systems gezielt für Einsteiger und generell Spieler mit höheren Handicaps, die in der Regel weniger wettkampforientiert Golf spielen. Eine tagesaktuelle Handicap-Anpassung bei schlechten Ergebnissen in Zehntel-Schritten unter Anwendung einer nicht ganz unkomplizierten Pufferzonensystematik, wie wir sie heute kennen, erscheint gerade bei höheren Handicaps entbehrlich. Deshalb soll künftig gelten:

Die automatische Heraufsetzung nach schlechten vorgabenwirksamen Einzelrunden um 0,1 unter Berücksichtigung von Pufferzonen entfällt. Ein Spieler kann aber eine Heraufsetzung seiner Vorgabe durch den Heimatclub veranlassen, wenn er die Auffassung vertritt, sein Spielpotential habe sich (nachhaltig) geändert.

Ziel ist die Reduzierung der Komplexität der Regelungen gerade bei Spielern mit höherem Handicap sowie die Hoffnung der vermehrten Teilnahme dieser Spieler an Wettspielen und damit am „Clubgeschehen“.

Heute informieren wir über drei wesentliche Neuerungen:

1. CBA (Pufferzonenanpassung)

Die Pufferzonenanpassung wird von der EGA nicht mehr verpflichtend vorgeschrieben. Das bedeutet, der DGV kann ab der Spielsaison 2016 CBA abschaffen. Dies hat das DGV-Präsidium bereits beschlossen und kommuniziert dies auch bereits seit geraumer Zeit auf diversen Informationsveranstaltungen.

2. In höheren Vorgabenklassen keine automatischen Heraufsetzungen mehr

Ab 2016 soll für die Gruppe von Golfern ab HCP 26,4 aufwärts die automatische Heraufsetzung der Vorgaben nach schlechten Rundenergebnissen bei Wettspielen und EDS-Runden nicht mehr erfolgen. Sehr wohl wird das System aber vorsehen, dass ein Spieler seine Vorgabe überprüfen lassen kann, wenn er der Auffassung ist, dass sie sein Spielpotential tatsächlich nicht mehr richtig wiedergibt. Statt vieler kleiner Anpassungsschritte und einer gerade für neue Golfer kompliziert zu verstehenden Pufferzonen-Systematik kann also künftig im Bereich der höheren Vorgaben auf Pufferzonen verzichtet und die Frage, ob ein Spieler sein Spielpotential tatsächlich nicht mehr abrufen kann und eine Heraufsetzung durch seinen Heimatclub sinnvoll erscheint, in die Hand des Spielers und seines Vorgabenausschusses gelegt werden.

3. Jährliche Überprüfung der Vorgaben

Wegfallen wird die automatisierte Umsetzung, also die automatische Anpassung von Vorgaben durch den Computer. Das System kehrt somit von der zentralen Lösung zu der früheren, langjährigen Praxis zurück, bei der es allein im Ermessen der Vorgabenausschüsse und der Spieler vor Ort liegt, ob einer Überprüfung auch eine Anpassung folgt.

Alle Änderungen im Detail unter www.golf.de/vorgabensystem-2016

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