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TOP 5 FAQs zu den Golfregeln

Golfregeln
 

Eine grundsätzliche Regelkenntnis ist die Voraussetzung für ein faires Spiel und je besser ein Spieler die Regeln beherrscht, desto mehr wird er feststellen, dass sie ihm wichtige Erleichterungsmöglichkeiten in kniffligen Spielsituationen bieten oder auch schon einmal den einen oder anderen Strafschlag vermeiden helfen. Folgende generelle Fragen werden von Golfern häufig gestellt.

Muss ich meine Mitspieler um Zustimmung bitten, wenn ich einen Caddie mitnehmen möchte?

Nein. Grundsätzlich hat jeder Spieler das Recht, sich auf der Runde durch einen Caddie unterstützen zu lassen. Die Mitspieler haben dabei kein Veto-Recht. Allerdings hat die Spielleitung die Möglichkeit, den Einsatz von Caddies generell zu untersagen oder einzuschränken. So wird häufig der Einsatz von Professionals als Caddies untersagt, um nicht einzelnen Spielern einen zu großen Vorteil den anderen Teilnehmern gegenüber einzuräumen. In Jugendwettspielen wird der Einsatz von Caddies teilweise auf Jugendliche beschränkt, um zu verhindern, dass übereifrige Eltern ihre Kinder im Spiel mehr behindern als unterstützen.

Jeder Spieler darf jedoch nur einen Caddie zurzeit haben und sollte diesen sorgfältig auswählen, da alle Regelverstöße des Caddies dem Spieler angerechnet werden. Es gilt als selbstverständlich, dass der Caddie sich auf der Runde zurückhält und weder den eigenen Spieler noch andere Golfer auf der Runde stört.

Darf mein Zähler mir einen Strafschlag geben?

Im Prinzip nein, aber…  Der Zähler ist kein Platzrichter und darf daher weder Entscheidungen in Regelsituationen treffen noch Strafschläge „verteilen“. Der Spieler zieht sich eventuelle Strafschläge jedoch durch seine Handlungen von ganz allein zu. In vielen Fällen, wie zum Beispiel bei einem verlorenen Ball im Wasserhindernis, ist jedem Spieler der Strafschlag bewusst. Es kann jedoch auch zu Situationen kommen, in denen der Spieler sich nicht im Klaren über zugezogenen Strafschläge ist. In diesen Fällen sollten Mitspieler freundlich darauf hinweisen, denn schließlich ist der Spieler dafür verantwortlich, dass für ihn die korrekte Schlagzahl notiert wird. Der Zähler ist in jedem Fall dazu verpflichtet, die Schlagzahl zu notieren, die er gezählt hat und das schließt auch alle Strafschläge mit ein, ungeachtet der Tatsache, ob der Spieler sie sich wissentlich oder unwissentlich zugezogen hat. Einen Ermessensspielraum gibt es dabei nicht. Falls sich Spieler und Zähler bei einer Regelsituation nicht sicher oder nicht einig sind so sollten sie nach der Runde eine Entscheidung der Spielleitung einholen und die Zählkarte erst danach unterschreiben und einreichen.

Darf man ungefragt etwas zur Anwendung einer Regel sagen?

Ja. Die Erklärung „Belehrung“ in den Golfregeln sagt ausdrücklich, dass Auskunft über die Regeln keine Belehrung ist.

Unter Belehrung werden alle Informationen verstanden, die den Spieler in der Art und Weise der Ausführung des nächsten Schlags beeinflussen. Der so oft gehörte Satz „Lass den Kopf unten“ ist eine klare Belehrung für die der hilfreiche Mitspieler sich zwei Strafschläge zuzieht. Der Hinweis auf möglicherweise vergessene Strafschläge oder das Bestimmen des nächstgelegenen Punkts der Erleichterung trägt jedoch genauso zu einem zügigen und fairen Spiel bei, wie die eventuell notwendige Hilfe bei der Ballsuche.

Muss vor dem Droppen eines Balls die Stelle markiert werden, an der er vorher gelegen hat?

Nicht unbedingt … In diesem Fall schreiben die Regeln das Kennzeichnen der Lage des Balls nicht vor. Es ist jedoch empfehlenswert, vor dem Fallenlassen des Balls den Bezugspunkt, also z.B. die nächstgelegene Stelle der Erleichterung, zu kennzeichnen. So kann zuverlässig nachgemessen werden, ob der fallen gelassene Ball den Regeln entsprechend innerhalb einer Schlägerlänge von dem oben genannten Punkt fallen gelassen wurde. Wenn ein Ball allerdings an die alte Stelle zurückgelegt werden muss, also z.B. auf dem Grün oder beim Identifizieren, so schreiben die Regeln vor, dass die Lage des Balls vor dem Aufheben markiert werden muss.

Gilt ein „Longest Drive“ nur, wenn der Ball auf dem Fairway liegt?

Kommt drauf an … Sowohl bei dem „Longest Drive“ als auch bei „Nearest to the Pin“ handelt es sich um Sonderwertungen, die in den offiziellen Golfregeln nicht beschrieben werden. Es muss daher bereits in der Ausschreibung klar zum Ausdruck kommen, ob es Einschränkungen bei der Wertung gibt. Wenn keine Einschränkung gemacht worden ist, die zwingend vorsieht, dass der Ball auf dem Fairway liegen muss, bzw. beim „Nearest to the Pin“ auf dem Grün liegen muss, so zählt auch ein Longest Drive im Rough oder ein „Nearest“ auf dem Vorgrün.

Häufig entstehen auch Diskussionen, ob beim „Nearest to the Pin“ bis zum Lochrand oder bis zum Flaggenstock gemessen werden soll. Hier vertreten wir die Auffassung dass bereits der Name besagt, dass der „Pin“ als Ziel gemeint ist, andernfalls würde die Wertung wohl „Nearest to the Hole“ heißen. Auch die Frage, wie bei dieser Wertung mit einem Hole-in-one verfahren werden sollte, geht bereits aus dem Namen der Sonderwertung hervor. „Nearer“ zum Pin als mit einem Hole-in-one kann man wohl nicht kommen.

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