Bild Information: Teeth of the Dog

Sieben Löcher von Gott gebaut

Top 100 Plätze
 

Die besten 100 Plätze der Welt: Teeth of the Dog in Casa de Campo.

Teeth of the Dog/Casa de Campo Resort: Carr La Romana, Higuey, La Romana 22000, Dominikanische Republik 

Greenfee: Das Greenfee variiert je nach Saisonzeit und Package. Für Nicht-Hotel-Gäste werden meist 395 Dollar ohne Cart berechnet. Hotelgäste zahlen im Winter durchschnittlich 250 Dollar, im Sommer knapp unter 200 Dollar.

Manche Dinge sind zeitlos. Auch im Golfsport. Die Faszination einer kleinen Grünfläche mitten im tiefblauen Ozean, nur geschützt von ein paar Steinformationen, ist heute nicht kleiner als vor 50 Jahren. Insofern ist Teeth of The Dog, der älteste Platz des Casa de Campo Resorts in der Dominikanischen Republik, ein Klassiker, der dem Golfer noch heute Loch für Loch Begeisterung entlockt.

"Gott hat sieben Löcher geschaffen"

Das 5. Loch jedenfalls ist in gewisser Weise diabolisch. Es ist das erste der insgesamt sieben Löcher, die sich am Meer erstrecken und über die Pete Dye sagte „Gott hat sieben Löcher geschaffen“. Mit 110 Metern von den ersten Herren-Tees ist es ausgesprochen kurz - aber wie gesagt, die Grünfläche erscheint winzig und wenn der Wind weht, was er hier direkt am Meer in der Regel tut, ähnelt eben auch ein eigentlich einfacher Eisenschlag manchmal dem verzeifelten Versuch, den Ball auf einem Din-A4-Blatt landen zu lassen. Dass vorne rechts am Grün ein kleiner Bunker lauert, macht die Sache nicht wirklich gemütlicher.

Als Dye mit seiner im Februar 2019 verstorbenen Frau Alice 1969 anfing, an der Küste der Dominikanischen Republik jenen Platz zu bauen, von dem er bis heute sagt, er sei sein bester, hatte das Land noch wenig mit jener Touristenhochburg gemein, die es heute ist. Golf war auf der Insel eigentlich kein Thema, ebenso wie Hotelburgen mit tausenden von Betten. Dye wurde von einem Mann namens Alvaro Carta engagiert, der die South Puerto Rico Sugar Company führte und in dem kleinen Städtchen La Romana jährlich mehr als 300.000 Tonnen Zucker produzierte. Als der Platz 1971 eröffnete und das Resort fertiggestellt war, logierten in Casa de Campo die Zucker- und Zigarrenbarone, flogen die Millionäre aus Florida ein und der internationale Jetset vergnügte sich beim Polo, Schießen oder eben dann beim Golf. Die Anreise war problemlos, weil die Start- und Landepiste des örtlichen Flughafens La Romana direkt durch den Golfplatz verlief, so dass man aus dem Flieger direkt ins Golfcart einsteigen konnte.

Daran hat sich inzwischen einiges geändert. Der Flughafen wurde fünf Kilometer weiter südwestlich neu erbaut, und den inzwischen drei direkt am Resort gelegenen Golfplätzen tut es nur gut, dass sich die An- und Abreise per Flugzeug der Gäste nicht mehr direkt auf dem Resortgelände abspielt.

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Ein Küstenstreifen besser als in Pebble Beach

Als Dye - wie immer - beim Bau des Platzes mit seinem kleinen Bulldozer über das Gelände fuhr und nach seinen eigenen Vorstellungen die Löcher schob, waren die Vorgaben der Immobilienwirtschaft bei weitem weniger stringent als heute. Auch deshalb hatte der Amerikaner die Freiheit, einen guten Streifen Küste für sieben Golflöcher zu nützen, die sich nun wie Perlen an der Schnur gereiht vor dem Golfer entfalten.

Es ist eine bunte Mischung aus Par 3, 4 und 5, die eines gemein haben: Für Angsthasen sind sie nicht geeignet. Vielmehr geht es - typisch Dye - darum, den richtigen strategischen Ansatz für die Bahnen zu finden, die in der Regel nur dann einen vernünftigen Schlag in die vergleichsweise kleinen Grüns ermöglichen, wenn der Abschlag an der richtigen Stelle landet.

In der Dominikanischen Republik ist die Ausnahmestellung des Platzes durch die Entstehung von Punta Espada in Cap Cana beendet worden. Inzwischen macht der Nicklaus-Platz dem Klassiker in Casa de Campo den Rang des besten Platzes in der Dominikanischen Republik streitig. In einem Punkt allerdings hat der Platz von Altmeister Dye noch immer die Nase vorn: Seine Par-3-Löcher mit ihren Grüns mitten im Ozean sind bei weitem spektakulärer. 

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