Bild Information: Lucy Li (Photo by Aurelien Meunier/Getty Images)

USGA ermittelt gegen 16-Jährige

Panorama
 

Lucy Li, Neunte im Amateurranking, macht verbotenerweise Werbung für Apple.

Nach aktuellen Informationen von Golf Channel ermittelt die USGA gegen die 16-jährige Amateurin Lucy Li aus den USA. Sie erscheint in einer aktuellen Werbung von Apple für deren Smart-Uhr. Laut dem Regelwerk der USGA darf ein(e) Amateur(in) keine Webung mit der Sportart machen. 

Li ist Neunte im Amateurranking in den USA und Teil einer Werbekampagne von Apple. Man sieht sie, wie sie Golfschwünge macht, während sie die neue Apple Watch trägt. "Die USGA wurde gestern darauf aufmerksam gemacht und wir haben uns an Lucys Familie gewandt, um mehr über ihren Werbeauftritt zu erfahren", erklärte die USGA dem Golf Channel. "Wir befinden uns noch ganz am Anfang der Informationsgewinnung und es ist zu früh, um zu spekulieren. Die Familie ist sehr kooperativ und wir sind dankbar für den informativen Dialog."

Die US-Amerikanerin erklärte Golf Digest, dass sie aufgrund von einer Geheimhaltungsklausel nicht über das Video sprechen könne. Ihre Mutter behauptete gegenüber Golf Digest, weder die Tochter noch die Familie habe eine Aufwandsentschädigung von Apple erhalten. 

Dürfen Amateure Werbung machen?

Lucy Li muss nicht zwingend eine finanzielle Zahlung erhalten haben, um gegen das Amateur-Regelwerk verstoßen zu haben. Regel 6-2 der USGA-Regeln befasst sich mit der Verwendung der Golffähigkeiten und dem Ruf für Promotion, Werbung und Verkauf: 

"Ein Amateur-Golfer mit Golffähigkeiten oder einem gewissen Ruf darf diese nicht nutzen, um direkt oder indirekt eine Entschädigung, einen persönlichen Vorteil, einen finanziellen Gewinn zu erhalten, etwas zu fördern, zu bewerben, zu verkaufen, oder seinen Namen oder sein Abbild für einen Dritten zu Werbezwecken zur Verfügung zu stellen." 

Es muss also nicht zwingend Geld geflossen oder ein persönlicher Vorteil entstanden sein. Sobald der Werbende das Abbild des Golfers verwendet, liegt ein Verstoß gegen das Regelwerk vor. 

Wie bei jeder Regelung gibt es auch hier Ausnahmen. Amateure dürfen ihren Namen oder ihr Abbild hergeben, solange es für einen Golfverband, einer Wohltätigkeitsanstalt oder einem Golfwettbewerb, zur Förderung der Sportart ist. Auch Golfer unter 18 Jahren können bei der USGA eine Ausnahme beantragen, vorausgesetzt, es handelt sich um einen besonderen individuellen Umstand und der Vertrag ist nicht verlängerbar und nicht länger als 12 Monate.

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