Bild Information: Rory McIlroy auf der Driving Range (Photo by Andrew Redington/Getty Images)

Wie weit schlagen Amateure wirklich?

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Eine Analyse von Game Golf Live ergibt, dass der durchschnittliche Amateur seinen Driver nicht weiter als 200 Meter schlägt. Wir arbeiten einige weitere Werte für Sie heraus.

Wer würde nicht gerne von sich behaupten, den Ball so weit schlagen zu können, wie Dustin Johnson oder Rory McIlroy? Die Beiden sind nur zwei von vielen Ausnahmegolfern, die man Woche für Woche am Bildschirm verfolgen kann. Und die ein ums andere Mal mit Abschlägen weit jenseits der 300-Meter-Marke beeindrucken.

Die Realität auf dem Golfplatz sieht dann allerdings so aus, dass die meisten Amateure froh sein können, wenn sie regelmäßig weiter als 200 Meter schlagen. Das hat eine Analyse von Game Golf Live ergeben. Das Tracking-Tool, das einfach an den Gürtel geklippt wird und zahlreiche Daten zu jedem einzelnen Schlag und Schläger erfasst, hat auch im Golf.de Test überzeugt.

Wie weit schlagen Amateure wirklich?

Dass der Ottonormalgolfer nicht an die Weiten der besten Spieler der Welt herankommt, ist einfach der Tatsache geschuldet, dass die Profis ihr ganzes Leben nichts anderes machen, als das letzte Quäntchen Extra aus ihrem Schwung und Körper herausholen. Aber wie weit schlagen Amateure, die ihren Lebensunterhalt abseits des Platzes verdienen, denn nun ihren Ball? Zwischen April und September 2016 hat Game Golf unzählige Daten von Golfer in den USA, Großbritannien, Spanien, Deutschland und Co. gesammelt und ausgewertet.

Durchschnittliche Länge inkl. Roll (Driver) nach Handicap
Handicap Anteil Länge in Metern
HCP unter 5 14,63 % 229,5
HCP 5 bis 10 21,94 % 211,3
HCP 10 bis 19 39,42 % 197,2
HCP 19 bis 28 17,28 % 179,2
HCP über 28 6,73 % 162,3

Die Daten zeigen eindeutig einen direkten Zusammenhang von Länge und Handicap. Mit langen Abschlägen bleiben kürzere Eisen ins Grün, die in der Regel besser kontrolliert werden können. Dies führt zu deutlich mehr Grüntreffern und öfter der Chance aufs Birdie sowie mit zwei Putts zum sicheren Par. Außerdem ermöglichen die Extrameter vom Tee an langen Par 4s überhaupt erst, das Grün mit dem zweiten Schlag erreichen zu können oder das Grün des kurzen Par 5s mit dem Zweiten anzugreifen.

Der Längenunterschied zwischen Jung und Alt fällt dagegen deutlich geringer aus als man vielleicht erwarten mag.

Durchschnittliche Länge inkl. Roll (Driver) nach Alter
Alter Anteil Länge in Metern
20 bis 30 Jahre 12,97 % 218,2
30 bis 40 Jahre 25,76 % 211,4
40 bis 50 Jahre 24,17 % 201,6
50 bis 60 Jahre 21,42 % 193,8
Älter als 60 Jahre 15,69 % 179,6

Im Schnitt schlägt ein Amateur seinen Driver nur knapp über 200 Meter (200,9). Weitere interessante Werte aus der Analyse von Game Golf: Das Holz 3 wird im Schnitt 171 Meter weit geschlagen, ein Eisen 7 im Schnitt 122 Meter und das Pitching Wegde etwa 68 Meter weit.

Anm. d. Red.: Die Werte für die Eisen sollten kritisch betrachtet werden, weil Game Golf Live nur erkennt, mit welchem Schläger der Schlag ausgeführt wurde. Nicht aber, ob es sich um einen Chip, Pitch oder vollen Schlag gehandelt hat. Gerade beim Pitching Wedge könnte dies zu verfälschten Werten führen.

Drive for Show, Putt for Dough

Vergleicht man den Werte der längsten Abschläge (im Schnitt knapp 230 Meter) mit denen der PGA und European Tour (267,3), fällt auf, dass selbst die guten Amateure im Schnitt 40 Meter kürzer Schlagen als die besten Golfer der Welt. Das sieht nicht nur nach viel aus. Der Unterschied ist tatsächlich enorm groß.

Aber am Ende kommt es nicht darauf an, ob man den Abschlag 180, 200 oder 230 Meter weit schlägt; auch wenn lange Abschläge natürlich immer fein anzuschauen sind. Den entscheidenden Unterschied - und das sollte man bei aller Jagd nach mehr Länge nicht vergessen - erkennt man auf der Scorekarte. Arbeiten Sie also lieber an Ihrem kurzen Spiel und dem Putten. In diesen Bereichen ist es leichter, Fortschritte zu sehen und sich den besten Spielern der Welt etwas näher zu fühlen. Ihr Handicap wird es Ihnen danken.

Wie gut sind Ihre Scoring Clubs? Bringen Sie den Ball näher ans Loch! Up-and-Down aus allen Lagen! So retten Sie immer das Par. Länge ist nicht alles! So treffen Sie mehr Fairways vom Tee.

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