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Der kompakte Bruder

Pitch & Putt
 

Ihre Bahnen sind zwischen 40 und 120 Meter lang, ihr Bag umfasst drei Schläger - Fans der Golf-Variante Pitch & Putt preisen ihren Sport als perfekten Einstieg in die Welt des kleinen weißen Balles. Jetzt wollen die Verantwortlichen eine Platz-Offensive in Deutschland starten.

Der Driver: zu Hause. Die Hölzer: ewig nicht gesehen. Auch die langen Eisen können aus dem Bag genommen werden. Golf nur mit Pitching Wedge und Putter? Pitch & Putt, oder wie? Ja, genau. In anderen Ländern schon länger eine etablierte Golf-Variante, entwickelt sich Pitch & Putt seit ein paar Jahren auch in Deutschland zu einer schönen Einstiegsmöglichkeit für Golf-Anfänger. Vor drei Jahren gründete sich der deutsche Pitch & Putt Verband (DPPV), seitdem gibt es auch ein deutsches Nationalteam.

Gut 50 für Pitch & Putt geeignete Kurzplätze soll es in Deutschland etwa geben, rund 20 sind im Verband schon offiziell eingegliedert. Dennoch ist der Weg vielversprechend, europaweit gibt es mehr als 250 reine Pitch & Putt Anlagen, gerade in Spanien oder Irland ist der Sport schon auf einer anderen Ebene. In Deutschland soll er vor allem als perfekter Einstieg in die Golfwelt dienen.

"Viele junge Golfinteressierte, die noch nie gespielt haben, trauen sich oftmals nicht auf die respekteinflößenden Clubanlagen", sagt Sven Göth, Geschäftsführer der International Pitch & Putt Golf Group (IPPGG) und Mitbegründer des DPPV. "Wir wollen den Spielern die Möglichkeit geben, den Golfsport ohne Barrieren kennenlernen zu können."
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Das heißt: kein Platzreife, keine Clubmitgliedschaften und geringe Equipment-Kosten. Da die Löcher nur 40 bis 120 Meter lang sind, kann auf einen Großteil des herkömmlichen Schlägersatzes verzichtet werden. Zwei Eisen, ein Putter, Sportschuhe, Bälle und ein Handschuh – für jeden Anfänger mit keimender Golf-Leidenschaft dürfte diese Ausstattung erschwinglich sein. So wird der Sport zu einer Brücke für Jedermann, vom vorurteilsbehafteten Fremden zum leidenschaftlichen Golfer im Idealfall.

"Als die 'kompakte' Variante des Golfsports haben wir durch ein junges und klares Konzept die Chance, international ein neues Denken in Sachen Golf zu schaffen", sagt DPPV-Präsident Max Hergt, der mit Göth als Geschäftsführer der IPPGG fungiert. Und Göth ergänzt: "Es gibt einfach eine riesengroße Zielgruppe, die gerne Golf spielen möchte, besonders unter jungen Menschen, sich aber bisher nicht traut." Bislang spielen die Pitch & Putt-Anhänger vor allem auf den Kurzplätzen der Clubanlagen, doch auch eigene Pitch & Putt Anlagen sind in Planung.

Zu diesem Zweck haben Göth und Hergt ein Platzbaukonzept ("Pitch & Putt – iPlayGolf") entworfen und wollen damit ein Modulsystem etablieren, das neuen Pitch & Putt-Plätzen in Deutschland die Standards der "Lifestyle-Sportart“ (Göth) garantiert. Mehrere Module (Wasser, Pflanzen, Bunker etc.) stehen potentiellen Platzerbauern als Orientierung zur Verfügung. Diese umfassen jeweils drei Löcher und können zu Anlagen mit bis zu 18 Bahnen, die in punkto Qualität herkömmlichen Anlagen durchaus ebenbürtig sein sollen, kombiniert werden.

So können Kosten, Aufwand bei Errichtung und Pflege sowie Know-How-Anforderungen im Rahmen gehalten werden. Auf unter einer Million Euro für eine 18-Loch-Anlage belaufen sich die Kosten für den Neubau eines Pitch & Putt-Platzes nach dem "Pitch & Putt – iPlayGolf"-Prinzip. Auch Trainingsanlagen, Clubhaus und langfristige Betreuung sind in den Konzeptionen integriert - auf einer Fläche von nur etwa acht Hektar Land.
Das Ziel der Pitch & Putt-Pioniere: Den kleinen Bruder des Golf noch mehr in der Gesellschaft verankern, Potenziale ausreizen und den Einstieg in den Sport so leicht wie möglich zu machen. Es ist ein langer Weg, doch der kleine weiße Ball rollt.

Mehr Info finden Sie hier:

International Pitch & Putt Golf Group

DPPV – DEUTSCHER PITCH & PUTT VERBAND e.V.

fpf

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