Bild Information: Die neuen Regeln 2019 (Photo by Stuart Franklin/Getty Images)

Hurra, wir leben noch

Erster Abschlag
 

Erster Abschlag: Die Kolumne zum Wochenanfang. 

Die ersten Turnierrunden sind vorbei, das erste Liga-Wochenende über die Bühne - und die gute Nachricht des Tages ist: Wir leben noch. Nein, der deutsche Golfsport hat keine Toten zu beklagen, es gab keine Schlägereien und es wird nach wir vor Golf gespielt. All das, obwohl wir die neuen Regeln und obendrein noch Ready Golf gespielt haben. Zwei Neuerungen also, die Pessimisten seit dem Beginn des Jahres mit größtem Argwohn betrachtet haben und dabei vor allem folgende schlafraubende Fragen in das Golf-Universum warfen:

  • Wie sollen wir das mit der Umstellung auf das Droppen auf Kniehöhe schaffen?
  • Was machen wir, wenn ein Mitspieler mit und der andere ohne Fahne putten will?
  • Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass mich mein Mitspieler am Kopf trifft, wenn ich schon ein Stück zu meinem Ball vorgehe, obwohl er noch nicht geschlagen hat?
  • Wie geht man mit Mitspielern um, die es total daneben finden, wenn ein Ready-Golf-Begeisterter mit einem Bogey am letzten Loch vor ihnen aufteet und abspielt? Wo ist da all unsere Ehre hin?

Die Ehre litt am fünften Loch

Das Schöne ist: Nach den ersten realen Turnier-Tests fühlt sich meine Ehre kein bisschen anders an als vorher - und wenn sie gelitten hat, dann nur an Bahn 5 des C-Kurses des Münchener Golf Clubs, wo ich mir eine unfassbare 9 eingezogen habe, was aber weniger mit Ready Golf zu tun hatte, als mit meiner eigenen Unfähigkeit. Ansonsten schaffen es offenbar alle einigermaßen sportlich orientierten Spieler dieses Landes, denen die Spielgeschwindigkeit am Herzen liegt, sich innerhalb einer Dreier- oder Vierer-Gruppe so zu arrangieren, dass spielt, wer fertig ist. Gut so.

Ich muss an dieser Stelle auch anfügen, dass ich wahrscheinlich ein, zwei Mal gedankenlos nicht perfekt aus Kniehöhe gedroppt hatte, was aber anders als bei den Herren Spieth & Co., nicht für größere Diskussionen gesorgt hat. Alles easy also.

Drei Minuten suchen - nicht länger, bitte!

Andererseits ist die Sache mit der 3-Minuten-Suche nach einem Ball in der neuen Form offenbar noch nicht bei allen Mitstreitern angekommen. Ist ja auch verständlich: Wer trennt sich schon gerne von einem nagelneuen High-Performance-Ball für 4,50 Euro - vor allem, wenn damit ein 200 Meter Rückmarsch zum Tee und die Aussicht auf zwei Schläge mehr auf der Scorekarte verbunden ist. In solch einem Fall sucht man weiter, auf jeden Fall die fünf Minuten von früher. Drei Minuten - das wissen wir inzwischen alle, sind ganz schön schnell um. Und: Auch der Ansatz, dass die Mitspieler ihren Ball zuerst einmal weiterspielen, bevor sie mitsuchen, funktioniert nur begrenzt, weil die drei Minuten in der Regel um sind, bevor sie ihren Schlag fertig haben. Fazit: Perfekt umgesetzt ist die 3-Minuten-Regel toll, weil stark beschleunigend. In der Praxis holpert es aber noch ein bisschen.

Das Gute an all dem: Wir sind alle lernfähig. Und: Was die neuen Regeln angeht, funktioniert die praktische Umsetzung weit besser als gedacht.  

Spaß auf die einseitige Tour Das größte Comeback aller Zeiten

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