Bild Information: Golf in Dubai (Photo by Shutterstock)

Nichts wie weg: Die Winterflucht der Golfer

Erster Abschlag
 

Erster Abschlag. Die Kolumne zum Wochenanfang: Im Reisefieber

Der erste typische Golfwinter-Anruf kam am Samstag: „Ich bin gerade aus dem Oman zurück“, tönte eine gutgelaunte Stimme aus dem Telefon und vor meinem inneren Auge stieg das Bild einer tiefgebräunten, lieben Freundin auf. Zwei Stunden später blitzte der Facebook-Post eines Hamburger Bekannten auf: Gerade zur Golf-Reise in Rom gelandet. Leider Regen. Einen Tag später, im spärlich besetzten Clubhaus des Heimatclubs, folgte die nächste Reise-News. „Morgen geht’s ab nach Griechenland“, Gruppenreise mit dem Pro. Costa Navarino. Und weil nebenbei im Fernseher gerade das Playoff bei der Turkish Airlines Open lief, diskutierten wir außerdem die Frage, wie das denn nun ist mit der Türkei als Reiseziel. Billig ja, moralisch vertretbar ja oder nein? Aber immerhin sind die Plätze ja top kam ein Einwurf von rechts, anders als auf Mallorca, da sei die Qualität der Anlagen ja bescheiden. Und überhaupt, wie – wenn wir jetzt schon über türkisches Golf und Erdogan sprechen – behandeln wir denn jetzt die USA als Reiseziel? Mit diesem präsidialen Vorgolfer Trump an der Spitze?

Golfer sind wie Zugvögel

Der Herbstnebel senkt sich über Deutschlands Golfplätze und die Reisesaison bricht an. Golfer sind wie Zugvögel – sie schwirren aus. Südafrika oder Mauritius, ein kleines Pro-Am in Dubai oder ein Intensiv-Schwung-Workshop in Abu Dhabi. Eine Golf-Exkursion von der MS Europa vielleicht oder doch lieber der klassische Gardasee? Das Haus in Südfrankreich lockt, die Mittwochs-Herren fahren nach Marrakesch und völlig abgefahren ist die Eisgolf-Nummer in St. Moritz. Morgens Corvatsch, nachmittags eine Runde Après-Golf.

 

 

 

Zuhause sind endlich die Plätze leer

Auf Sie trifft nichts davon zu? Sie bleiben zuhause? Macht nichts. Geht mir auch so. Gestern die neun Löcher im Heimatclub waren bestens. Elf Grad, die Blätter an den Bäumen in einem wilden Gemisch aus leuchtendrot und gelb. Davor 150 Bälle auf der Driving Range nach einer Stunde beim Pro vergangene Woche. Wann, wenn nicht jetzt kann man sich ein wenig um die Technik kümmern? Die warmen Temperaturen machen Wintergrüns erfreulicherweise erst einmal unnötig. Und: Die Rundenzeiten verkürzen sich dramatisch, weil der Endlos-Samstags-Stau am ersten Tee abgelöst wird durch einen fast leeren Platz. Alles bestens also hierzulande, wer schwitzt schon gerne irgendwo in der Karibik?

Ich befürchte nur: Unsere Euphorie für die hiesige Golf-Nebensaison wird sich legen. Bei sechs Grad in der Abschlaghütte und einem gesperrten Platz. Und dann? Posten Sie in ihrer Golf-Gruppe die Frage nach dem besten Winterziel....Die Unmenge an Antworten wird Sie überwältigen. Reisen ist einfach eine Kernkompetenz des deutschen Golfers.

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