Bild Information: Pott-Bunker: Gefürchtetes Standard-Element auf Linksplätzen (Foto by Ross Kinnaird/Getty Images)

Gesucht: Master of Linksgolf

Erster Abschlag
 

Die Kolumne zum Wochenstart: Drei Wochen Golf, wie es es immer war.

Es ist ein dreiwöchiger Ausflug in unbekanntes Terrain. Knallharte Fairways, die im Sommer oft staubig hellbraun in der Sonne liegen. Ein atemberaubender Blick aufs Meer, doch der Wind ist heftig und die Böen verziehen den Ball. Flach liegen die Grüns am Ende der Bahnen, scheinbar unspektakulär und einfach, doch wer erste Bekanntschaft mit den kleinen Wellen und Unebenheiten gemacht hat, erkennt: Das hier ist ein Test. Der Linksgolf-Test.

Die Open Championship als Highlight am Ende

Ein Mal im Jahr stellt sich die Weltelite des Golf drei Wochen lang dem Golfspiel in seiner ursprünglichsten Form: Zuerst die Irish Open, die am vergangenen Wochenende im irischen Ballyliffin zu Ende ging. Danach die Scottish Open auf dem Traditionsplatz Gullane, die am Donnerstag beginnt, und anschließend das Highlight, die Open Championship, auf dem Platz von Carnoustie, etwa 45 Minuten von St. Andrews entfernt.

 

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Es ist ein Exkurs weg vom normalen Profileben: Keine tiefgrünen Fairways und Grüns, die perfekt gepflegt oftmals an einen Teppichboden erinnern. Keine riesigen luxuriösen Clubhäuser und amerikanischen Steakhäuser um die Ecke. Stattdessen Golf, wie es die Briten seit Jahrhunderten kennen. Kleine Orte, in deren Zentren sich eine Golfanlage befindet, auf der ein Großteil der Bevölkerung ihrem Hobby nachgeht. Golf in der Mitte der Gesellschaft, nicht abgekapselt und exklusiv verborgen.

Sie lieben und sie hassen es

Es gibt Profis, die sich in diese Form des Golfspiels verliebt haben: Tom Watson, Phil Mickelson, Tiger Woods. Sie alle schätzen die Vielfalt, die Linksgolf ermöglicht, weil Wind, harter Boden und die vielen Pott-Bunker Strategie der Extraklasse und gleichzeitig ein sehr flexibles Golfspiel erfordern. Es gibt aber auch Kollegen, die Linksgolf absurd und unnötig finden. Lee Westwood, sogar selbst ein Brite, hat aus seiner Abneigung für den Old Course in St. Andrews nie einen Hehl gemacht. So mancher US-Profi, der zum ersten Mal zur British Open antrat und aus dem Grün Floridas auf die hellbraunen Fairways Schottlands traf, verließ nach schnell verpasstem Cut kopfschüttelnd wieder das Land.

Schade eigentlich: Denn dieser Linksgolf-Exkurs zeigt am Ende, wer wirklich Klasse hat. Tiger Woods gewann die Open im Jahr 2000 in St. Andrews ohne ein einziges Mal in einem Bunker zu liegen. Master of Linksgolf sozusagen. Um den Titel kann man sich nächste Woche wieder bewerben. Und Tiger Woods ist ein heißer Kandidat. 

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