Bild Information: PXG 0311 Eisen im Golf.de Test (Photo by Golf.de)

PXG 0311 Eisen im Golf.de Test

Getestet von Golf.de
 

Die Schläger von PXG sind seit einiger Zeit in aller Munde. Wir haben die Eisen der Serie 0311 getestet und sind von der Performance mit wenigen Abstrichen sehr angetan.

Das sagt der Hersteller: US-Milliardär Bob Parson hat sich zur Gründung seiner Firma PXG die besten Ingenieure der Szene eingekauft. Vorgabe an sie: Einen Golfschläger zu konzipieren, der einfach besser ist. Besser in Bezug auf Schlagweite, Fehlerverzeihbarkeit, Schlaggefühl und Feedback. Egal wie viel der Schläger am Ende kostet.

PXG bietet drei verschiedene Modelle für Anfänger (0311XF), Fortgeschrittene (0311) bis hin zum Tourspieler (0311T). Alle Schlägerköpfe (Sohle, Rückseite und Hosel) sind aus einem Stück geschmiedet (S25C Karbonstahl). Durch die kompakte Verarbeitung entsteht ein weiches Feedback im Treffmoment. Die extrem dünne Schlagfläche aus HT1770-Stahl spart weiteres Gewicht ein und führt zu erhöhten Ballgeschwindigkeiten.

Direkt hinter der Schlagfläche wurde ein Hohlraum geschaffen, der mit einem thermoplastischen Elastomer (TPE) gefüllt wurde und ein weiches Gefühl im Treffmoment fördert. Das eingesparte Gewicht verlagern die Ingenieure mit den für PXG charakteristischen Gewichtsschrauben aus Wolfram und Titan in die Peripherie des Kopfes. Dadurch erhöht sich das Trägheitsmoment (MOI) und damit die Fehlerverzeihbarkeit der Eisen.

Zahlen & Fakten

  • Drei Modelle für Einsteiger (0311XG), Fortgeschrittene (0311) und Spitzenspieler (0311T)
  • Geschmiedeter Schlägerkopf aus weichem Karbonstahl
  • Ultradünne Schlagfläche aus gehärtetem Stahl
  • Lofts (0311XF): 18° (#3) bis 59° (Lob Wedge)
  • Lofts (0311): 19° (#3) bis 60° (Lob Wedge)
  • Lofts (0311T): 20° (#3) bis 46° (Pitching Wedge)
  • Keine Standardschäfte! Nur nach Custom Fitting
  • Preis (UVP): ab circa 400 Euro pro Eisen

PXG 0311 Eisen im Golf.de Test

Schon die Optik der PXG Eisen aus der Serie 0311 polarisiert. Die gebürsteten, dunklen Eisenköpfe müssen wir einfach als "sexy" bezeichnen. Genau wie es Bob Parsons von seinen Designern verlangt hat. Die industrielle Optik mit den Schrauben auf der Schlägerrückseite muss natürlich nicht jedem gefallen. Wir kennen allerdings keinen anderen Schläger, der so anders und dabei so gut aussieht.


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In der Ansprechposition geht die konsequente Linie nach Perfektion weiter. Eigentlich sollten die Eisen 0311 und 0311XF mir ihrer nicht wirklich schmalen Sohle Puristen und besseren Spielern optisch nicht liegen. Im Setup ist davon nichts mehr (0311), bzw. kaum etwas (0311XF) zu sehen. Irgendwie ist es den Designern gelungen, mit einer geschickten Form und Farbschattierung eine schmale Top Line zu erzeugen, die viel Kontrolle über den Schlägerkopf suggeriert. Einzig bei den Tour-Eisen 0311T setzt sich das schmale Design der Top Line in der Sohlenbreite fort. Größter optischer Unterschied der drei Eisen im Setup ist die Länge des Schlägerkopfs, welcher vom 0311T zum 0311XF kontinuierlich zunimmt.

Das Resultat der breiten Sohle und des langen Schlägerblatts ist eine hohe Fehlerverzeihbarkeit, die sich schon nach wenigen Schlägen in unserem Test bei HIO Fitting in Eichenau (München) bestätigt. Selbst nicht mittig getroffene Bälle gehen mit ordentlichem Zug vom Blatt und halten die Linie treuer. Perfekte Treffer fühlen sich butterweich an und gewinnen schnell an Höhe und Weite. Im direkten Vergleich zu ähnlich konstruierten Eisen erzeugen die 0311 etwas mehr Ballgeschwindigkeit und damit mehr Länge (bis zu sieben Meter Carry).

Diesen Längenvorteil erzeugen die PXG Eisen vor allem dank eines höheren Effizienz-Werts (Smash Factor), der aus einem größeren Sweet Spot durch die bereits erwähnte Konstruktion resultiert. Die höhere Ballgeschwindigkeit ist allerdings auch dem etwas geringeren Loft sowie dem reduzierten Spin der Schläger geschuldet.


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Kompromissloses Konzept nach maximaler Performance

Dem Durchschnittsgolfer wird das kaum negativ auffallen und in erster Linie Vorteile bringen, weil er kürzere Eisen ins Grün schlagen kann. Bessere Spieler und Top-Amateure sind dagegen mit den 0311T besser bedient, verzichten dann aber auf das Plus an Fehlerverzeihung und einen deutlichen Längengewinn. Die höheren Spin-Werte ermöglichen allerdings eine bessere Kontrolle über den Ballflug sowie die Möglichkeit, die Fahnen besser attackieren zu können.

Einziger wirklicher Nachteil der Serie 0311 von PXG Eisen ist der hohe Preis. Mit mindestens 400 Euro pro Eisen ruft Parsons Xtreme Golf für einen kompletten Satz aus sieben Schlägern schnell einen Preis von 2.500 Euro und mehr auf. Damit ist das junge Unternehmen von Bob Parsons den Branchengrößen um Titleist, Callaway, TaylorMade, Mizuno und Co. kein Dorn im Auge. PXG will aber auch keine Allerweltsmarke sein. Ganz im Gegenteil. Parsons will in der kommenden Saison sogar noch einmal an der Preisschraube drehen und seine Schläger für noch teureres Geld anbieten.

Wer sich für die Schläger von PXG entscheidet, entscheidet sich für eine kompromisslose Linie, die ganz klar auf Einzigartigkeit und maximale Performance ausgelegt ist. Egal, ob Driver, Fairwayholz, Hybrid, Eisen, Wedges oder Putter. Damit wird er den großen Namen im Golf keine Konkurrenz machen, wohl aber Marken wie Miura, Honma, Vega und Co.

Design

Gefühl im Treffmoment

Fehlerverzeihbarkeit

Länge

Manövrierbarkeit

Preis

Die Bewertungen gelten für die Eisen PXG 0311 und können für die Modelle PXG 0311XF und PXG 0311T leicht anders ausfallen.

Überzeugen Sie sich selbst: Buchen Sie JETZT einen Termin bei HIO Fitting München Weitere Informationen zu den Eisen von PXG finden Sie auf HIO-Fitting.de Launch Angle, Spin Rate, Smash Factor: Wir erklären die wichtigsten Begriffe

Anhänge

Ausführliche Werte vom Test der PXG 0311 Eisen (Foresight GC2 HMT)
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