Bild Information: Toptracer bringt Fun-Faktor ins Spiel (Photo by Toptracer)

Toptracer bringt Fun-Faktor ins Spiel

Golf-Simulation
 

Ben Sharpe, Präsident von Toptracer, spricht über Outdoor Shot Tracking Technologien.

Die meisten werden es schon mal gesehen haben, der Name wird vielen aber wahrscheinlich (noch) nicht sehr geläufig sein: Toptracer wurde in Schweden geboren und bereits im Jahr 2003 von einem Visionär namens Daniel Forsgren entwickelt. Er schaute im Fernsehen Golf und sah für seinen Geschmack viel zu wenig. Also beschloss er, eine Technologie zu entwickeln, mit der man den Ballflug auf dem Bildschirm nachverfolgen kann. Das Resultat sehen Sie heute bei jeder Golfübertragung im TV.

Das Unternehmen wurde 2006 mit dem Namen Protracer gegründet, Topgolf kaufte es dann im Mai 2016 und benannte es um in Toptracer. Dies geschah aus drei Gründen: Zum einen sollte ein Netzwerk mit Topgolf-Einrichtungen entstehen. Der zweite Schritt bestand darin, die Präsenz im TV weiter auszubauen. Die dritte Sache ist, jeder Golfanlage, ob es sich um eine Range oder einen Golfplatz handelt, die Möglichkeit zu geben, diese Technologie zu nutzen und die Art und Weise, wie Menschen Golf üben und Golf spielen, grundlegend zu revolutionieren.

"Jetzt haben wir alle großen globalen Netzwerke angemeldet, um die Technologie zu nutzen, wenn Sie Golf schauen", sagt Ben Sharpe, ehemals CEO bei TaylorMade und nun Präsident von Toptracer, im Gespräch mit Silvia Niedvorok, Geschäftsführerin von Golf.de. "Unsere Technologie wird bei allen Majors, auf allen US-PGA-Touren und bei alle europäischen Tour-Events zum Einsatz kommen. Wir haben gerade einen mehrjährigen Vertrag mit CBSNBC und mit der European Tour abgeschlossen."

Neues Image für Golf mit mehr Spaß-Faktor

Man war sich sicher, dem Golfsport ein neues Image mit mehr Fun-Faktor geben zu können und blickt bereits auf weit mehr als zehn Millionen Besucher bei Toptracer zurück. Zudem ist das Unternehmen stolz auf ein Golf-Game namens World Golf Tour, bei dem man 23 Millionen Menschen auf deren Plattform versammelt. "Wir glauben, dass in den nächsten Jahren niemand Golfbälle auf Ranges schlagen wird, ohne dass ein Bildschirm mit digitalen Informationen irgendwie im Spiel ist", beteuert der Visionär. "Sie können Inhalte erstellen, Sie können mit der Community interagieren, Sie können Menschen miteinander verknüpfen, um wirklich das Engagement und den Spaßaspekt des Golfsports zu verbessern. Die Toptracer-Produktlinie bietet also Spaß und Engagement für die Range-Besitzer."

Golf.de: Wo kann man Toptracer derzeit ausprobieren und was verändert sich dadurch?
BS: Wir sind an 110 Standorten in 20 Ländern und haben im vergangenen Jahr einen ziemlich guten Start hingelegt. Wir haben sehr große Bestrebungen, das kontinentaleuropäische Wachstum zu fördern, und Deutschland ist ein großes Wachstumsziel, da wir wissen, dass dies auf diesem Markt funktionieren wird. Ende März eröffnet GolfCity Köln Pulheim mit Toptracer und in der Schweiz läuft es bereits sehr erfolgreich im Swiss Golf Park in Wädenswil. Statistiken belegen, dass Besucherzahlen um 40 bis 50 Prozent steigen, die Golfer 30 bis 60 Minuten länger bleiben und 1,6 anstatt im Schnitt 1,2 Eimer Bälle schlagen.

Es lockt mehr Gruppen von Freunden an und das Publikum verjüngt sich stark. Man sieht eindeutig mehr Spaß beim Spiel - sei es, weil Kids Nearest to the Pin oder Longest Drive zocken oder andere vielleicht sogar mit Musik und Burger beisammen sind. Je nach Bedarf kann das Konzept ja von Range oder Club bestimmt werden. Jedenfalls wird der Golf-Hub stark vergrößert. Launch-Monitore waren die ersten, die Ihnen diese Ballflug-Technologie zur Verfügung stellten, aber wir bringen es auf die nächste Stufe, da wir dies in einem größeren Bereich tun.

Golf.de: Wo liegt der Spaßaspekt? Weil es viel um die Verbesserung von Spielen und den sozialen Teil davon geht?
BS: Nun, eines der Spiele, die wir haben, ist das Punktespiel, das von Topgolf inspiriert wurde. Wir haben andere Spiele, die wir in diesem Jahr auf den Markt bringen werden und die mehr auf dem Spaß basieren. Wir entwickeln ein Kinderspiel für 8- bis 12-Jährige, meine Tochter ist acht Jahre alt und auch wenn sie nur ein oder zwei von zehn Bällen trifft,  wird der Bildschirm ihr gratulieren, und das macht Spaß und motiviert sie, es wieder tun zu wollen. 

Wir möchten, dass sie im Spiel bleiben. Und zwar durch unsere Inhalte, die wir über unsere App erstellen, mit der die Teilnehmer auf und auch abseits der Range im Spiel bleiben können. Außerdem haben wir 50 bis 60 PGA Professional in Topgolf, um in Bezug auf Golftipps zu helfen, so dass wir auch den begeisterten Golfer bedienen können.

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Golf.de: Wie verbinden Sie traditionelles Golf mit Ihrem neuen Konzept?
BS: 18 Millionen Menschen durchlaufen dieses Jahr die Topgolf-Plätze, 60 Prozent haben noch nie auf einem Platz gespielt, 15 Prozent davon (fast eine Million neue Golfer) beginnen und gehen auf den traditionellen Golfplatz, um Golf zu spielen. Für einige von ihnen ist es nicht das, was sie erwartet haben, und sie werden abbrechen. Aber einige werden weiter dranbleiben. Und das ist ein Weg, um das Spiel zu erweitern. Topgolf wird weiterhin jedes Jahr mehr als zehn Veranstaltungsorte anbieten, und wir streben danach, Stück für Stück Hunderte von Ranges pro Jahr auszustatten. Es ist im Interesse aller, dass Golf wächst.

Golf.de: Auf welche Länder konzentrieren Sie sich, um zu expandieren?
BS: 
Für Toptracer Range haben wir insbesondere Niederlassungen in Nordamerika, den USA und Kanada, wir haben einen europäischen Hauptsitz in Surrey im Vereinigten Königreich. Aus meiner Erfahrung bei TaylorMade stelle ich mit Blick auf den Golfmarkt fest, daß Großbritannien das größte Golfsegment in Europa ist und dann sind Deutschland und Frankreich die nächsten beiden in Bezug auf die Teilnahme und Wachstum. In Deutschland gibt es viel mehr Frauen unter den Golfern und viel mehr golfende Familien. Ich denke, dass unser Konzept für sie sehr interessant ist.

Mehr Infos zu Toptracer Mehr Infos zu GolfCity Köln Pulheim Mehr Infos zum Swiss Golf Park in Wädenswil

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