Bild Information: Nahaufnahme Scotty Cameron Select Newport 2 Putter (Photo by Titleist)

500 Euro und mehr für einen Putter?

Ausrüstung
 

Sind Putter von Caledonia, Kramski und Scotty Cameron ihren Preis wert?


Es gibt keinen zweiten Schläger im Bag, dessen Preisspanne so variiert wie der Putter. Die preiswertesten Angebote von unbekannten Herstellern beginnen bereits bei etwa 50 Euro, günstige Modelle von bekannten Herstellern gibt es schon für knapp 100 Euro. Auf der anderen Seite gibt es exklusive Anbieter von Puttern, die ihre Schläger mit Gold und Edelsteinen verzieren und dann für Preise anbieten, für die man ohne Probleme ein Mittelklasse-Auto erwerben kann. Neu wohl gemerkt.

Dazwischen findet sich eine Vielzahl von Herstellern, die durch die Verwendung von hochwertigen Materialien und ein ausgefeiltes Personalisierungs-Programm beim Preis locker an moderne High-Tech-Driver herankommen. Bei anderen ist es allein der Name, der den Geldbeutel öffnet. Wir werfen einen Blick auf fünf hochpreisige Putterschmieden aus Deutschland und den USA, bei denen die Redewendung "Qualität hat ihren Preis" mehr als zutreffend ist.

Caledonia Putters, die Rolex fürs Grün

Den technisch perfekt passenden Putter finden Sie mit einem professionellen Fitting. Aber was, wenn er Ihnen optisch nicht zusagt? Erst die Kombination aus Technik und Design macht das gute Stück perfekt. Genau da kommt Caledonia Putters ins Spiel, eine Putterschmiede "Made in Germany". Das Unternehmen mit Sitz in Hirschberg bei Heidelberg produziert seit Anfang des 21. Jahrhunderts exklusive, handgefertigte Präzisionswerkzeuge für die Grüns.

Was Caledonia Putters von der Konkurrenz unterscheidet, ist der dreistufige Prozess. Zuerst suchen Sie sich aus sechs zur Verfügung stehenden Modellen den Putterkopf aus, der Ihnen am meisten zusagt. Ob nun der klassische Vidi Vici (Blade), der stylische Lineo (Mallet) oder der futuristische Viper (High-MOI), alle Grundkörper sind aus einem einzigen Metallblock computergesteuert und in vielen Schritten CNC-gefräst.

Danach werden im Fitting alle Faktoren wie Loft, Lie und die Gewichtsverteilung im Schlägerkopf geklärt. Im letzten Schritt wird die Optik konfiguriert. Ob beim Finish (Schwarz, Silber oder Kupfer), der Farbe von Verbindungsstücken oder der Gewichtsschrauben. Natürlich können Sie sich auch Ihren Namen oder ein Logo in den Putter fräsen lassen. Der Preis für ein Modell von Caledonia Putters reicht von 499 Euro (Darling) bis 1.190 Euro für den Viper.

Weitere Informationen zu Caledonia Putters und dem exklusiven Fitting-Verfahren finden Sie hier.

Kramski Putter, der erfolgreiche Quereinsteiger

Wenn wir schon von Puttern "Made in Germany" sprechen, dürfen wir Wiestaw Kramski natürlich nicht vergessen. Mit seiner Erfahrung aus Stanz- und Spritzgießtechnologie legte Kramski von Anfang an Wert auf qualitative Werkstoffe aus Aluminium und Edelstahl sowie hochwertige Oberflächenbeschichtungen mit edler Optik und hoher Langlebigkeit.

Präzision und Perfektion bilden die zentralen Markenwerte von Kramski Puttern, wehalb auch hier das Fitting groß geschrieben wird. Auf einer Gesamtfläche von über 1.000 Quadratmetern werden im hauseigenen Trainingsstudio in Birkenfeld (zwischen Stuttgart und Karlsruhe) mit einem Indoor-Green von rund 200 Quadratmetern Schwunggewicht, Schäftlänge und Lie exakt ermittelt und an die individuellen Bedürfnisse des Spielers angepasst.

Der Preis für einen Putter von Wiestaw Kramski reicht von 375 Euro für das Blade-Modell HPP 220 TP bis 1.065 Euro (HPP 340 TP); die limitierten Sondereditionen sind noch weitaus teurer.

Weitere Informationen zu Kramski Puttern sowie der Fitting-Philosophie und Terminvergabe finden Sie hier.

PXG, Parsons eXtrem teure Putter

Im September 2014 gründete der wohlhabende Golffanatiker Bob Parsons das Unternehmen PXG (Parsons Xtreme Golf) mit Sitz in Scottsdale, Arizona. Sein Ansatz ist ganz simpel: "Ich will die heißesten (World's Sexiest) Schläger bauen, die es auf dem Markt gibt." Dafür scheut der Milliardär keine Kosten und verlangt das gleiche auch von seinen potentiellen Kunden. "Wer bei meinen Schlägern auf den Preis schaut, kann sie sich ohnehin nicht leisten."

Für Parsons geht es um Extreme. Eine außergewöhnliche Optik paart er wie kaum ein anderer mit technologischen Finessen und besten Materialien. So setzt er auf eine Kombination aus 303er Edelstahl und Aluminium, um ein besonders weiches Gefühl im Treffmoment zu erreichen. Parsons geht allerdings noch einen Schritt weiter und verwendet als Schlagfläche einen noch weicheren Edelstahl und unterstützt den Effekt noch mit einem thermoplastischen Elastomer (TPE), das hinter die Schlagfläche gespritzt wird.

Die Putter von PXG starten nur knapp unter der 500-Euro-Marke (für die Blade-Modelle Brandon, Dagger, Drone und Mustang) und reichen bis weit darüber für die Mallet- und High-MOI-Modelle (Mini-)Gunboat, Bat Attack und Drone C.

 

The new #PXG Mini Gunboat. ?????? #PXGTroops

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Scotty Cameron, Liebling der Tour-Spieler

Seit mehr als 20 Jahren designt Scotty Cameron die Putter aus dem Hause Titleist. Das tut er mit einem solchen Auge fürs Detail, dass die Unterschiede zwischen zwei Serien den meisten Amateuren gar nicht auffallen würden. Anders bei den Profis, die genau auf diese Feinheiten Wert legen.

Die Liste der Namen, die mit "Scottys" Major-Turniere gewonnen haben, ist lang und liest sich wie das Who-is-who der Golfgeschichte und umfasst Spieler wie Rory McIlroy, Jordan Spieth und Tiger Woods. Jene Putter, die im Scotty Cameron Putting Studio in Kalifornien speziell für Tour-Spieler kreiert wurden, tragen den Beinamen Circle-T-Modelle und werden auf Online-Auktionsplattformen für mehrere zehntausend Dollar gehandelt.

So intensiv der Fitting-Prozess für die besten Spieler der Welt - und jene, die sich einen Trip nach Kalifornien oder eines der wenigen Leistungszentren weltweit leisten, um den perfekten Putter zu bekommen -, so spartanisch gestaltet sich aktuell noch das Angebot für die meisten Amateure. Über die korrekte Schaftlänge geht es meist nicht hinaus. Jedes Modell ist von Cameron so konzipiert, dass es in sich geschlossen perfekt abgestimmt ist. Schon am favorisierten Griff scheitert der Prozess, der selbst aufgezogen werden muss. Dennoch ruft Titleist für die Putter von Scotty Cameron Preise von 439 Euro (Cameron & Crown) und 449 Euro (Select und Futura) auf. Warum? Weil es eben ein Scotty ist.

Weitere Informationen zur neuesten Select-Serie von Scotty Cameron finden Sie hier.

Toulon Design, die unbekannte Variable

Was Scotty Cameron für Titleist, soll Sean Toulon für Odyssey Golf werden. Der Designer, der seit den 1990er Jahren Golfschläger entwirft, gründete 2015 die Marke Toulon Design, die von Callaway Golf 2016 aufgekauft wurde. Seither tritt Toulon als General Manager von Puttern bei Odyssey Golf auf und glaubt, dass großartige Golfschläger aus der Zusammenführung feinster Materialien, außergewöhnlicher Handwerkskunst, elegantem visuellen Reiz und modernster Technologie herrühren.

Der große Vorteil der Modelle von Toulon Design: Sie werden in den Fitting-Prozess von Odyssey-Puttern integriert. So haben Sie nicht nur die Auswahl an unterschiedlichen Sohlenplatten (aus Aluminium, Edelstahl oder Wolfram) für den gefrästen Grundkörper aus 303-Edelstahl, um das Gesamtgewicht Ihren Wünschen anzupassen. Auch die entscheidenden Faktoren beim Putter-Fitting lassen sich bei den Premium-Modellen von Odyssey Golf genauso anpassen wie der Griff, bei dem Toulon auf die tourerprobten Modelle von SuperStroke setzt.

Die erste Serie von Sean Toulon umfasst sieben Modelle vom klassischen Blade (San Diego, Austin, Columbus, Long Island und Madison; UVP 469 Euro) über das Mallet-Modell Memphis (469 Euro) bis hin zum High-MOI-Putter Indianapolis (549 Euro).

Putter-Fitting mit dem SAM PuttLab: Eine Frage von Nuancen Haben Sie Probleme auf den Grüns? Vielleicht liegt es am falschen Puttergriff Hauptsache, es funktioniert: Die hässlichsten Putter der Tour-Geschichte

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