Bild Information: Callaway Epic Eisen und Hybriden 2017 (Photo by Callaway Golf)

Callaway Epic Eisen/Hybriden: Grenzenlose Innovation

Ausrüstung
 

Callaway steigt in den Premium-Markt ein. Bei den Eisen und Hybriden der Epic-Serie sollten die Entwickler die herkömmlichen Grenzen ignorieren. Das zeigt sich auch im Preis.

Vor einigen Jahren trat Callaway-Chef Chip Brewer mit einer ganz besonderen Anfrage auf den Chef der Entwicklungsabteilung, Dr. Alan Hocknell, heran. "Wenn du das beste Eisen entwerfen würdest - mit maximaler Performance ohne die üblichen Limits für Kosten und Produktionsabläufe -, wie würde das aussehen?"

Als leidenschaftlicher Golfer ließ sich Dr. Hocknell nicht zweimal bitten und machte sich direkt an das Konzept dieses ambitionierten Projekts. Nachdem sich der Chefentwickler ein genaues Bild davon gemacht hatte, wie so ein Eisen auszusehen und zu performen hatte, beauftragte er 70 seiner besten Ingenieure mit der Realisierung. Er Leitspruch für die Eisen der neuen Epic-Serie lauteten: wegweisende Innovationen ohne Grenzen.

Callaway Epic Eisen: Nur das Beste ist gut genug

Die Ingenieure nutzten diese Freiheit in puncto Preis und Produktion aus und verwendeten die besten Materialien und kombinierten diese mit den besten Technologien, die Callaway in den vergangenen Jahren im Markt präsentiert hat.

Das bekannte 360 Face Cup, das die Schlagfläche über ihre Kanten hinaus mit dem Rest des Schlägerkopfs verbindet, besteht aus einem extrem dünnen Randbereich im Übergang von Schlagfläche zum Rest des Kopfs; die Dicke des 360 Cup Face wurde bis auf einen Millimeter reduziert. Im Treffmoment soll dieser leicht nachgeben und federn und damit dem Ball bei mittig getroffenen Bällen sowohl eine höhere Ballgeschwindigkeit mitgeben sowie bei nicht mittig getroffenen Bällen den Geschwindigkeitsverlust reduzieren. Dies sei besonders bei Treffern tief sowie außen auf der Schlagfläche bemerkbar.

Jedes Eisen der Epic-Serie sei separat betrachtet und entworfen worden, um einen optimalen Ballflug durch den gesamten Satz zu erzeugen; vom kürzesten bis zum längsten Eisen. Das wollen die Ingenieure durch den extrem hohen Einsatz von Wolfram erreicht haben. 664 Gramm (im gesamten Eisensatz) des schweren Metalls sorgen in der Standing Wave-Technologie von Callaway dafür, dass der Schwerpunkt der Eisen exakt dort liegt, wo er für den jeweiligen Schlag das beste Ergebnis liefert.

In den langen Eisen wurde der Schwerpunkt besonders tief platziert, um den Ball mühelos in die Luft zu bekommen und einen möglichst langen Ballflug zu erzeugen. Durch die mittleren und kurzen Eisen steigt der Schwerpunkt leicht an, um eine höhere Kontrolle über die Schlaglänge zu erzeugen und mit mehr Spin den Ball auf dem Grün leichter zum Halten zu bekommen.

Natürlich greifen die Epic-Eisen auch auf den Exo-Cage zurück, der erstmals in den Big Bertha OS-Eisen zum Einsatz kamen. Die verstärkenden Stahlstreben auf der Rückseite des Cavity Backs sollen für eine geringere Verformung des Schlägerkopfs im Treffmoment sorgen und so die Energie des Schlags ungefiltert auf den Ball übertragen.

Der Schlägerkopf jedes einzelnen Eisens besteht aus den besten Materialien, die Callaway jemals verbaut hat und unterlaufen während der Produktion mehr als 200 Kontrollen, um ein Höchstmaß an Konstanz und Wiederholbarkeit bei jedem Schlag zu gewährleisten.

Neben den Epic-Eisen bietet Callaway auch eine Pro-Version an, die einen etwas kleiner Kopf und dünnere Top-Line besitzen sowie weniger Wolfram nutzen (621 Gramm).

Spezifikationen der Callaway Epic- und Epic Pro-Eisen

  • für Links- und Rechtshänder
  • nur für Herren
  • gegossener Schlägerkopf mit Wolfram MIM
  • Lofts: 18° (#3) bis 44° (PW) sowie AW (49°) und SW (54°)
  • Lofts (Epic Pro): 19° (#3) bis 45° (PW) sowie AW (50°)
  • Standard-Schaft: Project X LZ 95 (Stahl) oder UST Recoil ES (Graphit)
  • Standard-Schaft (Epic Pro): Project X LZ 105 (Stahl)
  • Flex: Senior (A) bis Extra-Stiff (XS)
  • Preis (UVP für 7 Eisen): 2.199 Euro sowohl für Stahl- als auch Graphitschaft
  • ab Mitte Juni im Handel erhältlich

Erster Eindruck

Mit 2.199 Euro bewegen sich die Epic-Eisen von Callaway auf einem Level mit den Premium-Marken Honma, Miura, PXG und Co. Und müssen sich auch mit diesen - in Bezug auf Optik, Leistung und Wertbeständigkeit - messen lassen. Den echten Premium-Marken werden die Epic-Eisen vom Image her keine Konkurrenz machen. Aber wer sich von dem hohen Preis nicht abschrecken lässt und möglicherweise seit Jahren mit Schlägern von Callaway spielt, könnte bei den epischen Eisen schwach werden.

Der Trend nach immer stärkeren Lofts setzt sich auch bei den neuen Eisen von Callaway fort und stempelt sie klar als Distanz-Eisen (Max-Game-Improvement-Eisen) ab. Die verbauten Technologien haben schon des Öfteren bewiesen, dass sie im Grunde halten, was sie versprechen. Gerade die Gewichtsverteilung mit der Standing Wave-Technologie sorgt für problemlose Performance der Eisen für die Transportschläge. Ins Grün fehlt ihnen allerdings etwas Spin, um den besseren Handicaps die nötige Kontrolle zu liefern.

Callaway Epic Hybriden ... verdienen den epischen Namen

Auch bei den Hybriden der Epic-Serie bleibt Callaway der hochklassigen Linie treu und setzt erstmals das Triaxial-Karbon in der Krone der Schlägerköpfe ein, das bereits bei den Drivern und Fairwayhölzern zum Einsatz kommt. Das dünne und extrem leichte Material sorgt für zusätzliches, freies Gewicht, das strategisch günstig positioniert werden kann. Dadurch sollen die neuen Epic-Hybriden noch einmal einen höheren Trägheitsmoment (MOI) besitzen und damit deutlich fehlerverzeihender sein als ihre Vorgänger.

Neben der Fehlerverzeihung sei auch die erzeugte Ballgeschwindigkeit der Hybriden verbessert worden sein, was zu größeren Schlaglängen führen würde. Dies sei durch die aus den Drivern und Hölzern vergangener Serien bekannte Hyper Speed Face Cup-Technologie gelungen. Ähnlich zum 360 Face Cup der Eisen sorgt der dünne Randbereich für eine aktivere Schlagfläche, die im Treffmoment mitfedert und den Ball zusätzlich beschleunigt. Gerade bei dünnen Treffern - dem häufigsten Fehlschlag von Amateuren - soll der Geschwindigkeitsverlust stark reduziert worden sein.

Spezifikationen Callaway Epic Hybriden

  • für Links- und Rechtshänder
  • nur für Herren
  • gegossener Schlägerkopf mit geschmiedeter Schlagfläche aus 445er Stahl
  • Lofts: 18° (#2) bis 26° (#5)
  • Standard-Schaft: UST Recoil ES
  • Flex: Senioren (A) bis Stiff (S)
  • Preis (UVP): 329 Euro
  • ab Mitte Juni im Handel erhältlich

Erster Eindruck

Preislich bewegen sich die Epic-Hybriden in einer Liga mit den Fairwayhölzern der Konkurrenz oder Vorgänger-Modellen. Dafür verfügen sie über sämtliche Technologien der kleinen Hölzer und unterscheiden sich eigentlich nur noch in der Form - aber nur noch kaum in der Schlägerkopfgröße - von Fairwayhölzern. Damit sprechen die epischen Hybriden, mehr als jedes andere Hybrid von Callaway, Spieler an, die gerne Fairwayhölzer zücken und die Übergangsschläger brauchen, um die Lücke zu den Eisen zu überrücken. Aber auch für Eisen-Spieler, die den langen Eisen nicht (mehr) die nötige Länge abringen können.

Fehlerverzeihende Golfschläger: Was bedeutet das überhaupt? Fairwayholz, Hybrid oder Utility? Unterschiede und Kaufberatung

Anhänge

Anzeige
Anzeige
23 Meter Putt (Photo by the_toffe/Instagram) 23 Meter Putt (Photo by the_toffe/Instagram)

Panorama

23 Meter? Kein Problem! 

Aus 23 Metern den Ball möglichst nahe ans Loch zu bringen ist für viele schon...

weiterlesen
Trickshot Outtakes (Photo by Rory sas_golf/Instagram) Trickshot Outtakes (Photo by Rory sas_golf/Instagram)

Panorama

Ein Trickshot und seine Entstehung

Man sieht sie zuhauf in den sozialen Medien: Trickshots. Dieses Video zeigt, ...

weiterlesen
Rory McIlroy im Schnee (Photo by Rory Mcilroy/Instagram) Rory McIlroy im Schnee (Photo by Rory Mcilroy/Instagram)

Panorama

McIlroy trainiert im Schnee

Für Rory McIlroy muss es nicht immer Sonne haben, um an seinem Schwung zu sch...

weiterlesen
Fünf beste Schläge (Photo by PGA Tour) Fünf beste Schläge (Photo by PGA Tour)

European Tour

Fünf Schläge zum Staunen

Wir präsentieren Ihnen die fünf besten Schläge aus dem Fairway der PGA Tour. ...

weiterlesen