Bild Information: Mit vollem Herzblut bei der Sache: Bundestrainer Ulli Eckhardt jubelt über ein Birdie seines Teams (Foto: DGV/stebl)

Deutschland bei WM in Top Ten

Team-WM Herren 2018
 

Auch am dritten Tag der Team-WM in Irland haben die deutschen Herren eine mehr als überzeugende Leistung abgeliefert.  

Maynooth/Irland – Ein weiterer, großer Tag für den deutschen Golfsport ist Geschichte. Am dritten Wettkampftag der World Amateur Team Championship, die noch bis Samstag auf Carton House in der Nähe von Dublin ausgetragen wird, hat das Team von Bundestrainer Ulli Eckhardt eine tolle Performance abgeliefert und sich mit einem Spitzenergebnis im Klassement bis auf Rang sieben vorgeschoben. Schlaggleich mit den Norwegern, die an diesem Tag noch zwei Schläge weniger brauchten, um den Montgomerie Course zu gehen, ist der Rückstand zu den Medaillenrängen auf nur noch fünf Zähler geschrumpft.

Hurly Long wie aufgedreht

Nachdem Hurly Long gestern einen eher unglücklichen Tag hatte, drehte er am dritten Tag richtig auf und zeigte famose Schläge gleich in Serie. Mit einer 66 (-6) brachte der Spieler des GC Mannheim-Viernheim den besten Score für Deutschland nach Hause und notierte sieben Birdies, vier davon schon auf der Frontnine.

„Ich bin sehr zufrieden mit der heutigen Runde. Ich hatte gestern noch ein gutes Gespräch mit Silke Lüdike und Ulli Eckhardt, bei dem herausgekommen ist, dass ich meine Runden und die Schläge einfach mal wieder mehr genießen muss. Das habe ich heute sehr gut gemacht und wirklich toll gespielt. Ich kann also wirklich sagen, dass ich vom Spiel und dem Ergebnis her sehr zufrieden bin. Morgen gehen wir alle schön tief und geben uns eine Chance auf eine Medaille und vielleicht sogar auf alles. Das wäre doch top“, hat der 23-Jährige Edelmetall in jeder Farbe voll im Visier.

Allen John wieder stark

Allen John, der am zweiten Tag schlaggleich mit Marc Hammer richtig tief geschossen hatte, war auch am dritten Tag wieder gut drauf und vergab nur durch einen kleinen Durchhänger mit Bogeys auf den Bahnen 5 und 7 die zweite ganz tiefe Runde in Folge. So wurde es für den Spieler aus St. Leon-Rot eine immer noch sehr gute 69 (-3), mit der sich die deutsche Mannschaft in Summe auf -22 verbessern konnte und am Finaltag im Konzert der Spitzenteams mitspielen darf.

„Runde drei war insgesamt schwieriger als die Tage davor. Es war mehr Wind und man musste auf The Monty sehr gute Schläge machen. Ich konnte meinen Score sehr gut zusammenhalten. Dass Hurly Long heute so gut gespielt hat, freut mich sehr und gibt für morgen viel Selbstvertrauen. Wir sind zwar ein paar Schläge hinter den Führenden und bei nur zwei gewerteten Ergebnissen ist so ein Rückstand schwierig aufzuholen, aber wir werden morgen alles geben“, ist Allen John weiter voll im Angriffsmodus.


Auch Marc Hammer, der gestern bogeyfrei geblieben war, war sehr solide unterwegs, brachte drei Birdies unter und unterschrieb eine 74 (+2). Der Athlet, der am Morgen auf der Driving Range mit einem Geburtstagsständchen hochleben gelassen wurde und somit quasi von der Welt gefeiert wurde, hat am Finaltag auf dem O´Meara Course eine weitere Chance, tief zu schießen.

„Heute habe ich nicht ganz so gut in die Runde gefunden. Mit zu vielen Bogeys, aber auch einem Birdie, war der Start eher holperig. Auf den Bahnen 17 und 18 habe ich zwei sehr gute Birdies gespielt und war wieder gut drin. Ich habe dann richtig gut gespielt. Leider habe ich zum Ende hin den Rhythmus ein bisschen verloren und konnte kaum noch Putts lochen“, fällt die Rückschau seiner Runde bei Marc Hammer differenziert aus.

Bundestrainer hatte wieder Grund zur Freude

Ulli Eckhardt durfte mit seinem Team wieder rundum zufrieden sein. Man sah den Bundestrainer daher auch oft jubeln und mit Applaus seine Schützlinge anfeuern. Am Abend war der Coach erneut von der Leistung, die er auf dem anspruchsvollen Platz gesehen hatte, sehr angetan: „Das war eine sehr solide Teamleistung. Wieder sind wir ein bisschen nach oben geklettert, was natürlich auch heute unser Ziel war. Zwischenzeitlich waren wir bis auf vier Schläge an den Medaillenrängen ran, hatten dann aber leider ein kleines Zwischentief, wo wir drei Bogeys gemacht haben. Aber zum Schluss haben wir noch Birdies auf den letzten Löchern gemacht und gehen daher mit einem sehr guten Gefühl aus der Runde heraus. Morgen wollen wir nochmal alles reinwerfen und schauen, was dabei heraus kommt. Ich freue mich auf eine spannende Finalrunde!“

Mental-Coach begeistert

Silke Lüdike, die als Mental-Coachin das Team begleitet, war am Abend begeistert vom Auftreten der deutschen Athleten: „Der Verlauf der bisherigen Turniertage spiegelt die gute Arbeit jedes Einzelnen wider. Alle drei Spieler haben ihre Erfahrungen der einzelnen Runden gut reflektiert und konnten damit ihre Leistung stetig steigern.
Jeder von ihnen hat in jeglicher Situation nach vorne geschaut, so dass wir als Team Stufe für Stufe die Treppe nach oben gehen. Ich freue mich auf die Finalrunde.“

Viermal -10

Vier Teams, die heute mit gesamt zehn unter Par ins altehrwürdige Clubhaus von Carton House kamen, stehen in der Top Five: In Führung liegt Neuseeland, bei dem heute alle drei Akteure klar unter Par blieben. Die Kiwis haben vor der Finalrunde drei Schläge Vorsprung auf Spanien, die USA und Thailand. Einen weiteren Schlag zurück liegen Dänemark und Italien. Die Dänen haben am dritten Tag etwas an Boden verloren, nicht zuletzt, weil der bislang überragende John Alexsen nicht seinen besten Tag erwischt hatte und eine 74 (+2) unterschrieb.


Italien war bei der Team-EM in Bad Saarow noch in die 2. Division abgestiegen und erlebt in Irland bei der WM so etwas wie eine kleine Wiederauferstehung, wobei sicher eine entscheidende Rolle spielt, dass der Modus mit jeweils nur zwei Ergebnissen in der Wertung den Südeuropäern eindeutig in die Karten spielt.

Späte Startzeit am Finaltag

Durch die sehr gute Position vor der Finalrunde darf das Team von Coach Ulli Eckhardt am Finaltag ausschlafen. Erst von 12.15 bis 12.37 Uhr geht es für Marc Hammer, Hurly Long und Allen John von Tee 1 des O´Meara Courses raus. Mit den Deutschen werden wieder die Österreicher sowie die heute überragenden Norweger auf der Finalrunde unterwegs sein.

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