Antonia Eberhard und Anna-Theresa Rottluff spielten den Vierer (Foto: Zdenek Sluka/sluka@slukafoto.cz)
Bild Information: Antonia Eberhard und Anna-Theresa Rottluff spielten den Vierer (Foto: Zdenek Sluka/sluka@slukafoto.cz)

3:2! Mit Sieg über die Niederlande auf Platz 5

Team-EM Mädchen 2015
 

Bundestrainer Sebastian Rühl hatte sein Team gemäß des Mottos „Never change a winning team“ aufgestellt und ging optimistisch in das letzte Match dieser Team-EM der Mädchen. Gegen die Niederlande ging es um Platz 5.  

Brünn/Tschechien – Antonia Eberhard und Anna-Theresa Rottluff bekamen so die Chance, ihre Niederlage vom gestrigen Tag wieder auszugleichen. Gegen Roos Haarman und Mayka Hoogeboom begannen die beiden gut und führten nach vier Bahnen 1auf. Kurz danach glichen die Niederländerinnen aber wieder aus und so ging es all square auf die Backnine. Dort blieb dieses Match immer offen und erst auf dem 18. Grün hatte das Deutsche Duo das Nachsehen und verlor mit 1down.

 

Im ersten Einzel traf Esther Henseleit auf Marit Harryvan. Die Niederländerin hat im letzten Jahr an den Olympischen Jugendspielen in Nanjing teilgenommen. Henseleit geriet früh in Rückstand, ließ ihre Kontrahentin aber nicht davon ziehen. Mit 1down ging auf die Backnine. Auch auf den zweiten Neun Löchern konnte die Falkensteinerin der Blatt nicht mehr wenden. Im Gegenteil: Harryvan setzte sich ab ud sicherte ihrem Team mit 4und2 den zweiten Punkt. Damit war klar, dass die anderen drei Einzel vom Bundesadler diktiert werden mussten, um den angestrebten Platz 5 als versöhnlichen Abschluss dieser EM zu erreichen.

 

Und dies gelang. Alexandra Försterling spielt gegen Zhen Bontan, die in diesem Jahr schon auf einem Turnier der LET mitspielen durfte und sich am zweiten Tag mit einer 73 sehr achtbar geschlagen, in Amsterdam aber dennoch den Cut verpasste. Die Niederländerin führt nach vier Bahnen 1auf, aber dann drehte Lexi den Spieß um, ging selbst in Front und führte nach neun Bahnen 2auf. Bontan konnte nicht mehr kontern und die junge Deutsche, die in der KRAMSKI Deutsche Golf Liga für Berlin-Wannsee spielt, holte mit 3und2 den ersten Punkt für das Junior Team Germany.

 

Fiona Liddell hatte sich fest vorgenommen, im Match gegen Jennifer Sepers einen Punkt holen und damit ihre unglücklich Niederlage des Vortags vergessen zu machen. Die Ostwestfälin ist bestens aus den Startlöchern gekommen und gewann zwei der erste vier Löcher, erhöhte kurz danach sogar auf 3auf. Auf die Backnine kreuzten Liddell und Sepers mit einer 2auf-Führung für den Bundesadler. Es bliebt spannend und spitzte sich sogar noch zu. Plötzlich drehte Jennifer Schepers richtig auf und ging selbst auf der 12 in Front. Stark, wie Fiona Liddell darauf reagierte sich souverän die nächsten beiden Bahnen holte, um mit eigener Führung in die letzten vier Bahnen zu gehen. Nach einem weiteren Lochgewinn hatte Liddell auf der 16 die Chance, das Match zu beenden, aber ein guter Zweiputt reichte nicht, weil die Kontrahentin ein starkes Up-and-down schaffte. Auf dem 17. Tee drang die Kunde durch, dass alle anderen Matches entschieden waren und bei einem 2:2-Gleichstand alles auf Liddell und Schepers schaute. Mädchen-Bundestrainer Sebastian Rühl war da bereits an der Seite seiner Spielerin und half so mit, den Sieg einzufahren. Liddell hätte auf der 17 fast eingechipt, musste dann aber doch zweimal putten, so dass es auf die 18 ging. „Da habe ich einen richtig, richtig guten Schlag zur Fahnen gemacht. Der war richtig abgemastet. Ich hatte dann noch zwei Putts für den Sieg und dann haben wir glücklicher Weise gegen die Niederlande 3:2 gewonnen“, jubelte die Ostwestfälin.

 

Leonie Harm hatte ihr Match gegen Romy Meekers da schon gewonnen. Meekers hatte mit der Niederländischen Mannschaft in diesem Jahr die European Nations Championship, also die inoffizielle Zählspiel-Team-EM gewonnen hat. Zum Auftakt spielten beide Kontrahentinnen gleich stark und so stand es nach vier Bahnen all square. Ganz ruhig machte Leonie, was sie immer macht und spielte ihren Streifen herunter. Mit einem Chip in ab Bahn 6 ging Leo Harm erstmals 2auf in Führung. Auf Bahn 7 folgte das einzige Bogey und damit auch der einzige Lochverlust. So ging es mit 1auf auf das 10. Tee. Von da an gab es kein Halten mehr und Leonie Harm stürmte auf und davon. Mit 5und4 fiel der Sieg am Ende mehr als deutlich aus. Obwohl Meekers vom Tee immer ein paar Meter länger als Leonie Harm lag, kam die Schwäbin nie wirklich unter Druck, weil sie selbst meist den bessern Schlag ins Grün hatte. „Das war die erste Spielerin, die mir gegenüber Längenvorteile hatte. Aber davon habe ich mich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Wir sind am Ende mit diesem 5. Platz verhältnismäßig zufrieden. Wir haben das Beste daraus gemacht und können erhobenen Hauptes nach Hause fahren“, brach natürlich nicht der ganz große Jubel aus, weil die Mannschaft als Ziel klar die Medaillenränge ausgegeben hatte. Nach der Viertelfinalniederlage haben die Deutschen Mädchen aber alle Matches gewonnen, mehr als Platz 5 war da eben nicht mehr drin.

Den Titel sicherte sich Spanien durch einen hart erkämpften 4und3-Sieg gegen Italien. Damit hat bei den Mädchen die Mannschaft den Titel geholt, die auch die Zählspielqualifikation dominiert hatte.

Bronze ging an Team Austria. Die Alpenländer setzten sich mit 4,5:2,5 gegen Gastgeber Tschechien durch.

 

stebl´

 

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