Bild Information: Sieben Birdies, eine makellose Scorekarte: Sophia Zeeb spielte am zweiten Turniertag ganz stark auf und trug enorm viel dazu bei, dass Deutschland nun von Rang 2 in die Matchplays gehen kann. GEPA pictures / Christian Walgram.

7 unter Par! Sophia Zeeb katapultiert Deutschland auf Rang 2

Team-EM Damen 2018
 

Die deutschen Damen haben am zweiten Tag der Team-Europameisterschaft im österreichischen GC Murhof ein sportliches Ausrufezeichen gesetzt: Mit 11 unter Par beendeten die sechs DGV-Spielerinnen die zweite Zählspiel-Runde und schoben sich damit im Gesamtklassement mit 18 unter Par vor auf Platz 2. Überragend: Sophia Zeeb, die eine 65er-Runde unterschrieb.

"Wir brauchen ein wirklich tiefes Ergebnis", hatte Bundestrainer Stephan Morales am Dienstag nach dem ersten Durchgang prognostiziert, und sein Team lieferte prompt. Sophia Zeeb vom Stuttgarter GC Solitude war um 12:05 Uhr an Tee 10 in ihre zweite Turnierrunde gestartet, und sie erwischte einen Traumtag: Gleich am ersten Loch gelang ihr ein Birdie, und auch die Bahnen 15, 16 und 17 absolvierte sie jeweils mit einem Schlag unter Par. "Das fühlte sich sehr gut an, und ich habe es geschafft, weiterhin fokussiert zu bleiben", so die 21-Jährige. Wozu auch ihre Stuttgarter Teamkollegin Aline Krauter beitrug: Die hatte ihre eigene Runde mit guten 71 Schlägen beendet und stand Sophia Zeeb auf deren Back Nine als Caddie zur Verfügung. "Wir harmonieren sehr gut und sind sehr gut eingespielt. Es hilft wirklich enoorm, wenn wir zum Beispiel die Puttlinie gemeinsam lesen", so Zeeb. So gut, dass Sophia Zeeb auf dem Weg zurück zum Clubhaus noch drei weitere Male zum Birdie einlochte, ebenso einige knifflige lange Putts zum Par verwandelte und schließlich mit 7 unter Par das beste Ergebnis ihrer gesamten bisherigen Golf-Karriere unterschrieb.

"Das war meine tiefste Runde bisher, die Abschläge waren solide, die Eisen gut, ich habe mir viele Birdiechancen erarbeitet und sie auch genutzt - ich bin wirklich sehr zufrieden", so die Stuttgarterin, die mit 65 Schlägen den zweitbesten Einzel-Score des gesamten Feldes spielte. Herausragend dabei ihr Birdie an Bahn 6, einem 354 Meter langen Par 4: Nach dem Abschlag Mitte Bahn hatte sie noch 170 Meter zur Fahne, als es just in diesem Moment heftig zu regnen begann. Doch unbeirrt spielte sie den Ball vier Meter an den Stock und lochte von dort wenig später zum Birdie ein.   

Und weil auch Esther Henseleit mit 70 Schlägen, Aline Krauter und Miriam Emmert mit jeweils 71er-Runden sowie Polly Mack und Leonie Harm (jeweils 72 Schläge) konstant gute Leistungen zeigten auf dem Meisterschaftsplatz des GC Murhof, verbesserte sich Deutschland von Platz 5 nach dem ersten Turniertag auf nun Rang 2. Das Team Germany spielte dabei mit 11 unter Par das zweitbeste Tagesergebnis. Stärker präsentierten sich bisher nur die Französinnen, die nach den 16 Schlägen unter Par des ersten Tages am Mittwoch mit 13 unter Par noch einmal nachlegten und die Konkurrenz nun mit 29 unter Par anführen.

"Jetzt beginnt ein neues Spiel!"

Nach den beiden Zählspiel-Runden beginnt nun mit den Matchplays "ein neues Spiel", so der deutsche Head-Coach Stephan Morales. Zufrieden verfolgte er am Mittwoch den Auftritt seiner Equipe, sah mit "Freude und Stolz", dass sich Aline Krauter und Miriam Emmert von Triple-Bogeys nicht aus dem Konzept bringen ließen und ihre Runde jeweils mit Birdies beendeten, verfolgte, wie Sophia Zeeb "über den Platz schwebte", und wie die deutsche Flagge auf dem Leaderboard Stück um Stück nach oben wanderte.

Sein Team hat sich mehr als erfolgreich unter den besten Acht des Tableaus platziert und spielt damit nun um die Medaillen dieser Team-EM 2018. Die Kontrahenten im Wettstreit ums Edelmetall sind neben Spitzenreiter Frankreich die Teams aus Schweden, Dänemark, England, Finnland, Italien und Irland auf den Plätzen 3 bis 8. Überraschend schon ausgeschieden und in Frohnleiten nur noch in der Trostrunde am Start: Die hochgehandelten Spanierinnen, die nach den 36 Zählspiel-Löchern nur Platz 9 belegten.

Deutschland bekommt es nun im Viertelfinale mit Italien zu tun, und Stephan Morales weiß: Nun folgen die Tage der Wahrheit. "Wenn Du nach den Sternen greifen willst, müssen die Vierer funktionieren. Von den Vierern hängt eine ganze Menge ab", so der Trainer. Zwei Vierer-Partien werden am Donnerstagvormittag im Viertelfinale gespielt, am Nachmittag folgen fünf Einzel. Mit der Zusammenstellung der Vierer will sich Morales bis zur letztmöglichen Minute Zeit lassen, denn er weiß, wie groß die Bedeutung ist, auch psychologisch.

Um 7:40 Uhr beginnt am Donnerstag die Partie Deutschland-Italien, und damit ist die heiße Phase der Team-EM 2018 der Damen eröffnet.

Ergebnisse der Zählspiel-Runden >>>

Matchplay Gruppe A - Medaillen-Gruppe >>>

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