Bild Information: Entscheidender Putt gelocht: Timo Vahlenkamp (Foto: DGV/stebl)

Man müsste es erfinden

DLM 2018
 

Gäbe es Matchplay nicht, müsste man es erfinden.

Frankfurt – Bei den Deutschen Lochspielmeisterschaften 2018, die traditionell beim Frankfurter GC ausgetragen werden, haben die Viertelfinals schon alles gebracht, was Matchplay so einzigartig macht. Emotionen, sich gegenseitig zu Höchstleistungen pushende Athleten und Jubel über gelochte Bälle.

Der attraktive Modus lockte bei perfektem Frühsommerwetter auch etliche Zuschauer auf die Anlage in Frankfurt-Niederrad. Und die bekamen einiges geboten.

Einige Viertelfinal-Matches hielten die Spannung bis zum 18. Grün hoch.

Bei dem Damen trafen Celina Sattelkau und Marie Bechtold aufeinander. Beide Spielerinnen vom GC St. Leon-Rot zeigten großartige Schläge in Serie. Auf Grün 16 hätte Celina Sattelkau den Sack schon zumachen können, aber ihr Birdieputt aus weniger als einem Meter lippte mit einer Ehrenrunde aus. Bechtold dagegen lochte aus rund fünf Metern zum Par. Auf Bahn 18 hatte Sattelkau ihren Drive leicht verzogen und konnte erst mit dem dritten Schlag das Grün auf diesem Par 4 anspielen. Marie Bechtold lag mit ihrem zweiten Schlag rund vier Meter vor dem Loch und hätte ein Stechen erzwingen können. Ihr Putt fiel aber nicht. Die Enttäuschung bei Marie Bechtold war im ersten Moment riesig, während Celina Sattelkau eher still diesen Sieg über ihre Clubkameradin feierte.

Im Halbfinale trifft Celina Sattelkau ab 14.33 Uhr (Tee 10) auf Maike Schlender (Hamburger GC), die sich mit 5&3 gegen Natalie Wagner (SLR) durchgesetzt hatte.

Im zweiten Halbfinale treffen zwei Athletinnen aufeinander, die schon auf dem Siegerpokal verewigt sind. Merle Kasperek holte den Titel 2014, Paula Kirner 2017. Kasperek setzte sich mit Unterstützung ihres Bruders am Bag gegen Viktoria Hund durch. Die Hubbelratherin lag zunächst zwar zurück, ließ die Hamburgerin aber nicht davonziehen. Am Ende setzte sich die größere Routine durch und Merle Kasperek siegte auf dem 17. Grün mit 2auf.

Paula Kirner (Kiawah GC Riedstadt) lieferte über weite Strecken eine zwingende Leistung ab, hatte gegen Caroline Zolg nur einen kleinen Durchhänger, als die Spielerin des Stuttgarter GC zwei Bahnen in Folge gewann. Mit 3&2 sicherte sich Kirner aber letztlich doch den Sieg und steht damit zum zweiten Mal in Folge im Halbfinale der Deutschen Lochspielmeisterschaften.

Emotionen auf 18. Grün

Bei den Herren ging es noch spannender zu. Schon das erste Match kam all square auf das 18. Grün. Mauro Anderi hatte gegen Nationalspieler Timo Vahlenkamp eine starke Leistung abgerufen und auf Augenhöhe gekämpft. Die Schläge ins Grün lagen fast gleichauf. Der Spieler vom Berliner GC Stolper Heide musste zunächst putten und lochte tatsächlich ein und sicherte sich damit den Halbfinaleinzug.

Lokalderby

Ein grandioses Match lieferten sich Ludwig Schäfer vom GC Neuhof und Lukas Buller. Der Youngster des Frankfurter GC geriet früh in Rückstand, ohne aber Schäfer davonziehen zu lassen. Lange Zeit durfte der Neuhofer aber dennoch davon träumen, ins Halbfinale einziehen zu können, denn auch Lukas Buller schaffte es nicht, sich abzusetzen. Beide forderten ihrem Konkurrenten jeweils alles ab und so bekamen die Zuschauer jede Menge tolle Schläge geboten. Mit 1auf für den Frankfurter kam das Match auf die 18. Lukas Buller legte seinen Schlag ins Grün kurz hinter der Fahne rechts ins Vorgrün, während Ludwig Schäfer aussichtsreich zum Birdie lag. Buller hielt dem Druck stand und lochte diesen sehr anspruchsvollen Putt unter dem Jubel der Zuschauer ein. Mit einem Dauergrinsen lief der Spieler aus dem Kader von Jungen-Bundestrainer Christoph Herrmann in der kurzen Mittagspause vor dem Halbfinale durch das Clubhaus.

Um 14.15 Uhr (Tee 1) startet das Halbfinale, in dem Timo Vahlenkamp und Lukas Buller aufeinander treffen.

Das zweite Halbfinale bestreiten ab 14.33 Uhr Nick Bachem und Anton Albers.

Der Hamburger vom LGC Hittfeld schaffte eine echte Überraschung, indem er den amtierenden Deutschen Meister im Zählspiel, Marc Hammer, mit 3&2 aus dem Wettbewerb warf.

Nick Bachem lieferte sich mit Jakob van de Flierdt ein faszinierendes Match. Anfangs führte der Münchner, aber beide spielten ständig auf Augenhöhe. Nick Bachem hätte auf dem 17. Grün die Partie für sich entscheiden können, aber sein Putt aus rund sechs Metern lippte aus. Auf der 18 gelang es dem Marienburger dann aber doch, den Sieg zu sichern.

Titelverteidiger jubelt

Titelverteidiger Lukas Gras lieferte sich gegen Luc Breuer ein famoses Match. Der Youngster aus Aachen, der bei zwei Auftritten bei Deutschen Jugendmeisterschaften jeweils den Meistertitel mit nach Hause genommen hat, zwang den routinierten Spieler aus Osnabrück bis auf das 18. Grün. Hier versenkte Gras dann einen langen Putt und sicherte sich so den Sieg. Die Erleichterung war groß, auch wenn es für Gras nun „nur“ um die Plätze 9 bis 12 weitergeht.

 

Weitere Informationen und Bilder vom Tag.

 

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