Bild Information: Drei Matches, drei Siege: Natalie Wagner vom GC St. Leon-Rot (Foto: DGV/stebl)

Spannend bis in den Abend

DLM 2018
 

Gruppenphase der Deutschen Lochspielmeisterschaften 2018 beendet

Frankfurt – Bei prächtigem Sonnenschein haben die Teilnehmer der Deutschen Lochspielmeisterschaften 2018 die Vorrunde beendet. Bis in den Abend gab es Hochspannung pur auf dem erstklassig hergerichteten Platz des Frankfurter GC.

Während die Damen am zweiten Wettkampftag zwei Runden absolvierten, hatten die Herren einen ruhigeren Tag und mussten nur noch ihr letztes Gruppenspiel bestehen.

Drei Spieler mit drei Siegen

Drei Spieler hielten sich in der Gruppenphase komplett schadlos und gewannen alle drei Vorrundenspiele: Mauro Anderi gewann gegen Routinier Sebastian Schwind, seinen Teamkameraden vom GC St. Leon-Rot, mit 3&2.

Ludwig Schäfer vom benachbarten GC Neuhof nutzte seinen kleinen Heimvorteil in Frankfurt bestens. Schäfer traf auf Rico Thome. Der Longhitter vom GC Mannheim-Viernheim unterlag am Ende mit 4&3 deutlich.

Timo Vahlenkamp vom Berliner GC Stolper Heide lieferte sich mit Max Brückner vom Club zur Vahr ein sehenswertes Duell. Vom Start weg zeigten beide Kontrahenten viele sehr gute Schläge und setzten sich gegenseitig immer wieder unter Druck. Auf der Frontnine blieben beide auf Augenhöhe. Auf der Backnine agierte der Nationalspieler aus dem Kader von Bundestrainer Ulli Eckhardt in ein paar Situationen abgebrühter und bog damit auf die Siegerstraße ein. „Drei Spiele, drei Siege – diese Linie werde ich versuchen, einzuhalten“, war der Spieler, der oft mit ungeheuerer Konstanz überzeugt und seine Gegner zermürben kann, sichtlich zufrieden und blickte zuversichtlich in die kommenden KO-Runden.

Ohne Niederlage

Drei weitere Akteure blieben in der Vorrunde ohne Niederlage: Marc Hammer hatte gegen seinen neuen Teamkameraden Nicklas Borrmann ein hartes Stück Arbeit vor sich, ehe sein Gruppensieg feststand. Der Nationalspieler vom GC Mannheim-Viernheim kam nicht gut in sein Match und lag immer wieder hinten. „Ich habe aber versucht, mich im Match zu halten. Wir haben beide nicht unser bestes Golf gespielt, aber dadurch wurde es sehr interessant“, so Marc Hammer. Der amtierende Deutsche Meister zündete gegen Ende der Runde noch einmal den Turbo. Nach zwei gewonnenen Löchern war die Entscheidung auf den Gruppensieg gefallen, denn mit 1auf ging es in diesem Match auf das 18.Tee. Nicklas Borrmann glich die Partie noch aus und spielt damit als Gruppenzweiter ab Samstag um die Plätze 9 bis 16. Aber all square reichte Marc Hammer, um weiter im Rennen um den ersten deutschen Titel des Jahres zu bleiben.

„Es war kein gutes Match. Ich hatte Probleme mit einem Zeh. Das hat mich beim Schlag nicht gestört, aber es war anstrengend, über den Platz zu humpeln. Morgen ist das hoffentlich wieder besser“, lief Marc Hammer nicht ganz rund.

Bachem mit Zwischenspurt

Nick Bachem musste sein letztes Match gewinnen, um sicher ins Viertelfinale einzuziehen. Gegen Patrice Schumacher, der in der neuen Saison für den Club zur Vahr antritt, legte der Marienburger einen Blitzstart hin und führte schnell mit 3auf. Dann schlichen sich aber ein paar kleine Fehler ein, so dass das Nordlicht verkürzen konnte. „Heute war ein Kampftag. Ich hatte kein gutes Körpergefühl, habe mich aber gut im Spiel gehalten und auch gute Putts gelocht“, schilderte der Youngster des National Team Germany seine Eindrücke vom Tag. Erst ein Zwischenspurt, bei dem der Kölner von Loch 13 bis 15 drei Punkte in Folge machen konnte, sorgte für die Entscheidung. Mit 4&3 siegte der Favorit und trifft nun im Viertelfinale auf Jakob van de Flierdt.

Münchner ohne Niederlage

Auch der Münchner blieb in der Vorrunde ungeschlagen. Gegen Tim Tillmanns vom Kölner GC hatte der Bayer aber alle Mühe, den Gruppensieg klar zu machen. Erst auf dem 18. Grün durfte van de Flierdt über den 1auf-Sieg jubeln und sorgte gleichzeitig dafür, dass Titelverteidiger Lukas Gras keine Chance mehr hat, sich zum zweiten Mal in Folge auf dem Siegerpokal zu verewigen. Und dies, obwohl auch Gras ungeschlagen blieb. Für den Osnabrücker war aber die Hypothek, die beiden ersten Matches jeweils nur geteilt zu haben, letztlich zu hoch, so dass auch sein 4&3-Sieg über David Rauch (Stolper Heide) nicht mehr reichte. Immerhin spielt der Champion von 2017 noch um die Plätze 9 bis 16.

Das vielleicht mit größter Spannung verfolgte Match der Herren lieferten sich zwei Spieler des gastgebenden Frankfurter GC. Lukas Buller musste gegen Ben Bradley unbedingt gewinnen, um noch an seinem Teamkollegen vorbeiziehen zu können. Ben Bradley hatte am ersten Wettkampftag mit zwei glatten Siegen mehr als überzeugt, wusste aber vor dem Match, dass im Falle einer Niederlage aufgrund des Turniermodus sein Viererpartner den Platz im Viertelfinale einnehmen würde.

Etliche Zuschauer begleiteten das Lokalderby und bekamen einiges geboten. Zunächst ging Ben Bradley in Front, nachdem Lukas Buller zweimal im Unterholz gelandet war. Doch der Spieler des Junior Team Germany spielte ganz ruhig weiter und kam schnell zurück. Nach dem Ausgleich feuerte Buller gleich noch zwei Birdies hinterher und ging so zum Wechsel auf die Backnine mit 2auf in Führung. Ein starker Rettungsschlag aus dem Bunker an Bahn 11 ließ die Führung sicherer werden. Danach teilten die Freunde alle weiteren Bahnen mit Par oder Birdie, so dass im Archiv ein 3&2-Sieg für Lukas Buller steht.

„Für mich war das ein schwieriges Spiel gegen meinen Viererpartner und guten Freund. Ich konnte das aber ganz gut ausblenden und es wurde ein gutes Match“, freute sich Lukas Buller über seinen Erfolg.

Ben Bradley war am Abend zwar etwas geknickt, zollte seinem Gegner aber hohen Respekt. „Ich traue Lukas zu, hier noch ganz weit zu kommen. Wenn der heiß läuft, ist er kaum zu schlagen“, so Bradley.

Trotz Niederlage weiter

Anton Albers vom Hamburger LGC Hittfeld hatte am ersten Tag zwei Siege eingefahren und konnte sich daher erlauben, im abschließenden Gruppenspiel gegen Leonhard Studzinski zu unterliegen. Mit 3&2 sicherte sich der gerade vom Club zur Vahr nach Hannover gewechselte Spieler das Match. Der Gruppensieg für Albers stand aber dennoch fest.

 

Viertelfinale Herren (Tee 10)

9.06 Uhr: Mauro Anderi vs. Timo Vahlenkamp
9.15 Uhr: Lukas Buller vs. Ludwig Schäfer
9.24 Uhr: Jakob van de Flierdt vs. Nick Bachem
9.33 Uhr: Anton Albers vs. Marc Hammer

 

Viermal Durchmarsch bei den Damen

Bei den Damen stehen vier Athletinnen im Viertelfinale, die alle drei Vorrunden-Matches gewonnen haben. Natalie Wagner traf am Morgen zunächst auf Katharina Rzepucha-Hlubek. Die Hubbelratherin puttete ganz stark und ließ Wagner daher nie davon ziehen. Natalie „Dori“ Wagner behielt aber immer die Nerven, auch wenn sie im Bunker lag. Das Match ging bis zum 18. Grün und hier setzte die Spielerin aus St. Leon-Rot mit 2auf den Schlusspunkt.

Auch am Nachmittag gab es kein vorzeitiges Ende für die Gruppensiegerin. Gegen Nina Lang ging es über die volle Distanz. Die Reichswalderin spielte überzeugend, konnte sich aber gegen die kämpferische Kurpfälzerin nie entscheidend absetzen. Mit 1auf sicherte sich Wagner auch diesen Punkt. „Ich habe gut gefightet und am Ende auch wieder gut gespielt“, fiel das Fazit der Siegerin sachlich aus.

Auch Nina Lang war im ersten Match des Tages schon volle 18 Löcher gegangen und sah dabei lange wie die sichere Siegerin gegen Marie Coors aus. Doch das beste Handicap im Feld (+3,6) nutzte in der Endphase den Heimvorteil und kam trotz hohen Rückstands wieder heran. Auf dem 18. Grün versenkte die Frankfurterin einen Putt aus etwa fünf Metern zum Ausgleich. Dies reichte nach der Auftaktniederlage für Marie Coors aber nicht mehr, um noch weiter vom Titel träumen zu können.

Zufriedene Hamburgerin

Maike Schlender hat zwei unterschiedliche Matches erlebt, auch wenn sie am Ende beide gewinnen konnte. Die Falkensteinerin setzte sich gegen ihre Frankfurter Konkurrentinnen durch. Am Vormittag hatte Catharina Graf nie eine Chance. Nach vier Bahnen führte die viel erfahrenere Spielerin vom Deutschen Vizemeister HGC schon mit 4auf und nach 13 Bahnen war das Match mit 6&5 entschieden.

Am Nachmittag wurde es dagegen richtig eng. Da Isabelle Schlick ihre beiden ersten Matches auch gewonnen hatte, kam es zu einem echten Endspiel um Gruppensieg und Einzug ins Viertelfinale. Schlick und Schlender spielten ständig absolut auf Augenhöhe. Mal führte die eine Athletin knapp, mal die andere. Fast schon logisch ging es all square auf die 18. Maike Schlender hatte hier das nötige Glück, den Sieg einzufahren. „Das waren heute zwei super Matches. Ich bin total zufrieden und freue mich auf die nächsten Tage“, jubelte die Falkensteinerin. Isabelle Schlick muss damit Vorlieb nehmen, um die Plätze 9 bis 16 zu kämpfen.

Titelverteidigerin makellos

Titelverteidigerin Paula Kirner hat die Vorrunde mit einer weißen Weste überstanden. Die Spielerin des Junior Team Germany steigerte sich von Match zu Match, brachte immer besser die Bälle auf die Bahnen und Grüns und wenn doch mal ein Bunkerschlag nötig wurde, gelang dieser blitzsauber.

Daher konnte sich Paula Kirner sogar leisten, einige kurze Putts zu vergeben, ohne dass sie dadurch in Bedrängnis geraten wäre.

Am Vormittag bezwang die Hessin Vivien Rösner vom Mainzer GC mit 3&2, am Nachmittag zog Luisa Deutzmann vom 1. GC Fürth mit 4&3 den Kürzeren. „Ich gehe mit einem richtig guten Gefühl ins Viertelfinale“, klang die Zuversicht der Championesse nach den Siegen fast schon wie eine Drohung für die Gegnerin in der ersten KO-Runde, Caroline Zolg vom Stuttgarter GC Solitude.

Mehr gewonnene Löcher

In der Vorrundengruppe, in der sich Caroline Zolg durchsetzte, ging es so eng zu, dass eine Entscheidung sogar gelost werden musste. Neben der Stuttgarterin waren auch Vivienne Bühle (SLR) und Nora Wrenger (München-Riedhof) mit zwei Siegen gleichauf. Da im direkten Vergleich jede gegen jede einmal gewonnen und einmal verloren hatte, wurden die insgesamt gewonnenen Bahnen herangezogen, um die Gruppensiegerin zu ermitteln. Caroline Zolg hatte hier die Nase vorn und darf deshalb weiter vom Titelgewinn träumen.

Wrenger und Bühle waren auch auf dieser Stufe gleichauf, so dass mit Losglück die aktuelle Jugend-Nationalspielerin vor der ehemaligen Spielerin des Junior Team Germany landete und so noch um die Plätze 9 bis 16 spielen darf. Für Nora Wrenger bleibt nur die Erkenntnis, dass auch gute Leistungen und zwei Siege zum Aus führen können.

Hund dreimal siegreich

Viktoria Hund hat alle drei Vorrunden-Matches gewonnen. Die Spielerin, die vom Club zur Vahr nach Hamburg gewechselt ist, setzte sich am Morgen gegen Katharina Sulzmann (Kiawah) mit 5&3 durch und auch gegen Anna-Lena Krämer (Solitude) war auf dem 15. Grün Feierabend.

Platz zwei in dieser Gruppe ging an Anna Bautista. Die Athletin vom Bundesliga-Aufsteiger GC Mülheim fuhr zwei umkämpfte 2&1-Siege ein und bleibt damit weiter im Turnier.

Altmeisterin weiter im Rennen

Merle Kasperek hatte sich 2014 die Krone aufgesetzt. Nun scheint die Hubbelratherin wieder in sehr guter Form zu sein, denn unbeschadet überstand die Altmeisterin ihre Vorrunde. Nach Siegen gegen Caroline Hermes und Anna Lina Otten stand schon vor dem letzten Match fest, dass Merle Kasperek im Viertelfinale steht. Das letzte Match gegen Hannah Karg (Falkenstein) endete all square.

Hohes Niveau

Marie Bechtold lieferte sich am Vormittag mit Lydia Volkmer ein Duell auf sehr hohem Niveau. Die beiden Schützlinge von Mädchen-Bundestrainer Sebastian Rühl teilten auf der Frontnine drei Bahnen mit Birdie. Während Bechtold die Frontnine ohne Bogey überstand, notierte die Berlinerin drei Scores über Par. Anschließend ließ die Spielerin aus St. Leon-Rot nichts mehr anbrennen, weil ihr Putter auf guter Betriebstemperatur war. Auch wenn Lydia Volkmer keineswegs schwach gespielt hatte, musste sie mit 5&4 das Match an Marie Bechtold geben.

Am Nachmittag gab die SLR-Athletin vom Start weg Vollgas und zog gegen Jacqueline Klemm (GC Hof Hausen) schnell davon. Nach sieben Löchern stand es 5auf. Danach schlichen sich kleine Fehler ins Spiel der Jugend-Nationalspielerin, so dass Klemm schon auf Bahn 12 wieder ausgleichen konnte. Das Momentum schien nun klar bei Klemm, aber Marie Bechtold fing sich gerade noch rechtzeitig, um das Match zu teilen und so den Gruppensieg einzufahren.

Sattelkau komplettiert Viertelfinale

Celina Sattelkau komplettiert das Achtelfinale. Die Spielerin des GC St. Leon-Rot hatte nach der Vorrunde zwar ebenso wie die beiden Falkenstein-Spielerinnen Marietta Dohrendorf und Christin Eisenbeiß zwei Siege und eine Niederlage verbucht, profitierte aber von den mehr gewonnenen Löchern.

Gegen Marietta Dohrendorf entwickelte sich ein tolles Match, bei dem Celina Sattelkau auf der Frontnine schon früh mit 2auf in Führung ging. Auf der Backnine zog die SLR-Spielerin dann auf und davon und gewann klar mit 4&3. „In diesem Match habe ich am besten gespielt, glatte Drives gehauen und gut geputtet“, so die Siegerin.

Am Nachmittag lief es dann nicht mehr so rund und Christin Eisenbeiß schaffte es, mit 2auf die Oberhand zu behalten.

Viertelfinale Damen (Tee 1)

9.06 Uhr: Caroline Zolg vs. Paula Kirner
9.15 Uhr: Viktoria Hund vs. Merle Kasperek
9.24 Uhr: Marie Bechtold vs. Celina Sattelkau
9.33 Uhr: Maike Schlender vs. Natalie Wagner

Noch am Samstag wird unmittelbar im Anschluss an die Viertelfinals das Halbfinale ausgetragen.

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