Bild Information: Nach zwei Siegen direkt auf dem Sprung ins Viertelfinale: Jung-Nationalspielerin Paula Kirner vom Kiawah GC Riedstadt (Foto: DGV/stebl)

Jüngste Teilnehmerin steht im Viertelfinale

DLM 2017
 

Bei zunächst herrlichem Frühlingswetter steht am zweiten Tag der Deutschen Lochspielmeisterschaften die Entscheidung in der Gruppenphase an. Die Damen gehen zwei Runden, die Herren nur noch eine. Die Titelverteidigerin scheidet aus, bleibt dabei in der Gruppenphase sogar sieglos. Ganz anders dagegen die jüngste Teilnehmerin im Feld: Paula Kirner (Kiawah) zieht ins Viertelfinale ein.  

Die jüngste Spielerin im Feld hat sich im Stechen den Gruppensieg geholt und kämpft damit weiter um den Titel: Die erst 15-jährige Paula Kirner verlor ihr letztes Match zwar gegen Anna Ruttert, hatte aber zuvor die Matches gegen Maike Schlender und Hanne Gerding gewonnen. Mit ebenfalls zwei Siegen darf Schlender um die Plätze 9 bis 16 spielen.

Ann-Kathrin Wandrey, die 2016 den Titel zum GC Rheinhessen geholt hatte, blieb 2017 ohne Sieg. Dem geteilten Match gegen Anna Bautista (GC Mülheim) folgten zwei Niederlagen der Titelverteidigerin. Am Morgen gab es die Neuauflage des letztjährigen Finales gegen Hannah Günther. Anfangs führt Wandrey, aber später drehte die junge Spielerin des GC St. Leon-Rot das Match und gewann mit 3&1. Günther sicherte sich anschließend mit einem 2&1-Sieg über Anna Bautista zwar den Einzug ins Wochenende, muss nach Stechen aber Pilar von Heynitz den Gruppensieg überlassen. Die 17-jährige Nachwuchshoffnung des Münchner GC gewann zum Abschluss gegen Ann-Kathrin Wandrey mit 3&1, nachdem sie am Morgen noch der Mülheimerin mit 2&1 unterlegen war.

In den Gruppen 1 und 2 gab es klare Siegerinnen. Nina Lang (GC Am Reichswald) gewann ebenso alle drei Matches wie Hendrika Labsch (Hamburger GC). Diese beiden stehen sich im Viertelfinale direkt gegenüber. Nina Lang hatte die Vorrunden-Matches genossen: "Alle drei Matches waren gut und spannend. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht und alles ist sehr fair abgelaufen."

Hendrika Labsch war glücklich, den Einzug ins Viertelfinale geschafft zu haben: "Matchplay zu spielen macht mir sehr viel Spaß. Ich hatte drei harte, aber sehr faire Matches."

Lydia Volkmer (GLC Berlin-Wannsee) zieht als Gruppenzweite ins Wochenende ein, hat dabei nur gegen Nina Lang in einem sehr engen Match das Nachsehen, nachdem sie lange geführt hatte, ehe die Spielerin des Junior Team Germany das Blatt noch wenden konnte.

In Gruppe 2 hat sich eine weitere Spielerin des Junior Team Germany einen Platz in den KO-Runden gesichert. Celina Sattelkau hatte im Stechen Samantha Krug (Hubbelrath) und Sophie Hempel (Rheinhessen) verdrängt.

Ein Stechen der besonderen Art gibt es in Gruppe 5. Hier haben Carolin Kauffmann und Sarina Schmidt beide jeweils zwei Siege gelandet und im direkten Vergleich das Match geteilt. Nach Stechen hat die Marienburgerin die Nase vorne, weil sie mehr Löcher gewonnen hat, während die Spielerin des Junior Team Germany sich mit der KO-Runde um die Plätze 9 bis 16 zufrieden geben muss. Natürlich war Schmidt am Abend nicht glücklich: "Ich habe in den beiden Runden heute solide und gut gespielt. Die Eisen waren gut, aber ich habe viele Birdiechancen vergeben. Ich bin enttäuscht, mit 2,5 Punkten nicht unter den besten acht Spielerinnen zu sein."

Carolin Kauffmann trifft im Viertelfinale auf Monika Hartl (Reichswald), die in ihrer Gruppe alle Matches gewinnen konnte.

Rang 2 hat nach Stechen Marie Bechtold erreicht, wobei auch Anni Eisenhut und Natalie Wagner jeweils einen Sieg verbuchen konnten.

In Gruppe 7 hat sich die Favoritin durchgesetzt. Polly Mack vom Berliner GC Stolper Heide gewann ihr letztes Match der Vorrunde klar mit 4&3 gegen Merle Kasperek. Die Hubbelratherin ist dabei als ehemalige Deutsche Lochspielmeisterin wahrlich keine leicht zu spielende Gegnerin. Zuvor hatte Mack Bonnie Flamme vom Club zur Vahr glatt mit 6&4 bezwungen. Am ersten Tag hatte es Miriam Emmert vom Hamburger GC deutlich enger gemacht und zwang die amtierende Deutsche Meisterin bis auf das 17. Grün, ehe der 2&1-Sieg für Polly Mack feststand. Emmert selbst sicherte sich in der Gruppe Rang 2 und ist damit in die KO-Runde eingezogen.

In Gruppe 8 hat sich Hannah Karg mit zwei Siegen und einem geteilten Match gegen Jana Kohlhammer durchgesetzt. Die frisch gekürte Siegerin der Scottish Girls Championship hat ihre gute Frühform erneut unter Beweis gestellt und so ist das Duell zwischen Karg und Mack, den beiden Spielerinnen aus dem Junior Team Germany als Auftakt in die Viertelfinals eine hochspannendes Paarung. Platz 2 in der Gruppe sicherte sich eine weitere Hanseatin. Fenja Rengstorf vom Club zur Vahr gewann gegen Lilly Köster und Jana Kohlhammer und spielt somit um die Plätze 9 bis 16.

Herren

Auch in den letzten Matches der Vorrunden gab es bei den Herren einige sehr deutliche Ergebnisse. Ganz besonders eilig hatte es Matthias Schmid (Herzogenaurach), der gegen den Kölner Johannes Lube schon auf dem 12. Grün mit 7&6 gewann. Schmid sicherte sich damit gleichzeitig seinen dritten Sieg und zieht als Gruppensieger ins Viertelfinale ein. Hier trifft er auf Felix Wartenberg. Der Marienburger zog im letzten Gruppenspiel zwar gegen den Essener Richard Schumann mit 2auf den Kürzeren, hatte aber die beiden anderen Matches gewonnen. Dies hoch genug, um sich im Stechen den Gruppensieg zu sichern. Dabei ging es in dieser Gruppe besonders eng zu, denn neben Wartenberg hatten auch Richard Schumann und auch Michael Pfeifer jeweils zwei Matches gewonnen. Im letzten Gruppenspiel gewann Michael Pfeifer sogar überaus klar mit 6&5 gegen Marcel Lamadé. Im Stechen hatte Pfeifer trotzdem das Nachsehen. Der Solituder scheidet auf Rang 3 der Tabelle aus, während Schumann noch um die Plätze 9 bis 16 kämpfen darf.

Einen weiteren 6&5-Sieg gab es in Gruppe 4. Nick Bachem traf auf den jüngsten Teilnehmer dieser DLM. Lukas Demant hatte zuvor ein Match gewonnen, durfte also noch auf den Aufstieg in die KO-Runden hoffen. Gegen Bachem war an diesem Tag aber kein Kraut gewachsen. Das lange Spiel des Marienburgers lief fehlerfrei und so konnte Demant seinen Teamkollegen aus dem Junior Team Germany nicht unter Druck setzen. „Ich bin froh, weiter zu sein. Mit meinem Spiel bin ich sehr zufrieden. Ich mache fast keine Fehler, kassiere wenig Bogeys und spiele mehr Birdies. Es läuft alles ganz gut. Ich hoffe, dass der Putter noch heiß läuft und dann denke ich, dass hier noch einiges drin ist“, analysiert Bachem den bisherigen Verlauf dieser Titelkämpfe aus seiner Sicht.

Platz zwei in dieser Gruppe sicherte sich Julian Hausweiler. Der Höselaner holte sich gegen Florian Horder (GC München Eichenried) seinen zweiten Sieg, musste beim 2&1 aber lange um den Erfolg zittern, denn auch wenn Hausweiler meist in Führung lag, konnte er sich nicht von dem Jugend-Nationalspieler absetzen.

In Gruppe 3 feierte Timo Vahlenkamp den Gruppensieg. Gegen Max Herter setzte sich der Spieler, der im Berliner GC Stolper Heide seine neue sportliche Heimat gefunden hat, mit 5&4 durch. Damit machte Vahlenkamp seine Niederlage gegen Tim Mayer vergessen. Am Vortag hatte der 16-Jährige vom Frankfurter GC auf dem 18. Grün nach einem grandiosen Finish mit 1auf triumphiert. Da Timo Vahlenkamp zuvor gegen Nicklas Borrmann gewonnen hatte, geht der Gruppensieg nach Berlin. Borrmann muss sich mit Rang zwei zufrieden geben, auch wenn er heute seinerseits mit 3&2 gegen Tim Mayer gewann und auch gegen Max Herter hatte gewinnen können. Mit 1,5 gewonnenen Punkten ist für Mayer diese DLM ebenso vorzeitig beendet wie für Max Herter, der kein Match gewinnen konnte und nur im ersten Match ein all square erreichte.

Marc Hammer hatte sich als Ziel gesetzt, immer das Momentum auf seiner Seite zu haben, immer in Führung zu liegen. Dies ist ihm in den bisherigen Matches gut gelungen, denn der Spieler aus der Talentschmiede von Ted Long hat drei Siege eingefahren und sich damit souverän den Sieg in Gruppe 1 gesichert. Im dritten Match setzte der Jugend-Nationalspieler sich gegen Niklas Jacobi vom GC Hubbelrath mit 3&1 durch. Im Viertelfinale trifft Hammer auf einen Gruppensieger, der ebenfalls alle Matches bislang gewinnen konnte und damit reichlich Selbstvertrauen getankt hat. Lukas Gras vom Osnabrücker GC setzte sich im letzten Vorrundenmatch gegen Junak Thibault vom GC Main-Taunus mit 3&1 durch.

Schon vor dem ersten Abschlag der letzten Runde stand in Gruppe 6 fest, dass Marcel Zillekens als Gruppensieger ins Viertelfinale aufsteigen würde. Nach zwei Siegen legte der Spieler des Niederrheinischen GC Duisburg aber noch einen weiteren 5&4-Erfolg gegen den Hamburger Robert Wibbels nach. Christopher Dammert sicherte sich mit einem 3&1-Sieg gegen Tom Reichmann (Frankfurter GC) den Aufstieg in die KO-Runde um die Plätze 9 bis 16.

Im Viertelfinale trifft Zillekens auf Stefan Wiedergrün. Der Stuttgarter rettete einen 1auf-Sieg ins Ziel, nachdem er zwischenzeitlich gegen den routiniertesten Teilnehmer schon 3auf in Front gelegen hatte. Michael Thannhäuser vom Hamburger GC hatte das Nachsehen und schaffte damit nicht den Sprung ins Wochenende. Rang 2 in dieser Gruppe sicherte sich Michael Hirmer, der im ersten Match gegen Michael Thannhäuser klar gesiegt hatte, danach gegen Stefan Wiedergrün unterlegen war und sich das letzte Match mit Alexander Elsner teilte.

Viertelfinale

Am Samstag gehen die acht Gruppensieger ab 9.06 Uhr in die Viertelfinal-Matches. Die Damen starten auf Tee 1, die Herren auf Tee 10. Die Halbfinals sind noch am selben Tag eingeplant. Ab etwa 13.30 Uhr werden die Herren auf Tee 1 starten, während die Damen auf Tee 10 in die Vorschlussrunde gehen.

Am Sonntag stehen das Finale und die Platzierungsspiele an.

 

Viertelfinal-Matches Herren:

9.06 Uhr Felix Wartenberg versus Matthias Schmid

9.15 Uhr Marcel Zillekens versus Stefan Wiedergrün

9.24 Uhr Nick Bachem versus Timo Vahlenkamp

9.33 Uhr Lukas Gras versus Marc Hammer

 

Viertelfinal-Matches Damen:

9.06 Uhr Hannah Karg versus Polly Mack

9.15 Uhr Monika Hartl versus Carolin Kauffmann

9.24 Uhr Paula Kirner versus Pilar von Heynitz

9.33 Uhr Hendrika Labsch versus Nina Lang

Livescoring Damen Livescoring Herren

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