Bild Information: Frost am Morgen sorgte für happige Verzögerung (Foto: DGV/stebl)

Tag 1: Bodenfrost sorgt für Startverzögerung

DLM 2017
 

Eine knackig kalte Nacht sorgt am ersten Tag der Deutschen Lochspielmeisterschaften in Frankfurt für eine happige Startverzögerung. Zwei Stunden müssen die Athleten warten, ehe der erste Schlag erfolgen kann. Um 7.00 Uhr zeigt das Thermometer im Frankfurter Stadtwald -4,4 Grad. Die Vorbereitung des Platzes ist auf dem gefrorenen Boden nicht möglich. Zum Glück kommt die Sonne früh aus einem wolkenlosen Himmel und bringt sofort spürbare Wärme.

Am ersten Tag dieser Deutschen Lochspielmeisterschaften standen in der Gruppenphase zwei Runden bei den Herren und eine Runde bei den Damen auf dem Spielplan. Insgesamt gab es drei clubinterne Duelle.

Bei den Herren setzte sich im Hubbelrather „Bruderkampf“ Niklas Jacobi gegen Florian Schmiedel mit 2&1 durch.

Bei den Damen trafen im SLR-Duell Marie Bechtold und Natalie Wagner aufeinander. Bechtold setzte sich klar mit 4&3 durch. Im Hanseatinnen-Vergleich gingen Hannah Karg und Lilly Köster bis auf das 18. Grün. Mit 2auf entschied die Scottish-Girl-Siegerin und Jung-Nationalspielerin Karg das Duell für sich.

Während bei den Damen wenige Matches sehr klar und früh entschieden wurden, gab es bei den Herren einige echte Kantersiege.

Am frühesten machte Lukas Gras gegen Ludwig Schäfer den Sack zu. 8&7 lautete das Ergebnis für den Youngster vom Osnabrücker GC gegen den Fast-Lokalmatador vom benachbarten GC Neuhof.

Rico Thome, der zur neuen Saison der KRAMSKI Deutsche Golf Liga aus SLR zum GC Mannheim-Viernheim wechselt, zündete gegen Johannes Lube vom Kölner GC den Turbo und setzt sich mit 8&6 mehr als deutlich durch.

Ebenfalls auf dem 12. Grün war das Match des Esseners Richard Schumann gegen Marcel Lamadé zu Ende. Auch Lamadé wechselt von SLR zum Lokalrivalen nach Mannheim, hatte in seinem ersten Gruppenspiel bei der 7&6-Niederlage aber wenig Grund zur Freude.

Zwei 5&4-Siege unterstreichen, dass am Vormittag die Herren eher für klare Ergebnisse waren. Julian Hausweiler (GC Hösel) setzte sich gegen Jung-Nationalspieler Lukas Demant ebenso im Schnelldurchgang durch, wie Michael Hirmer gegen Michael Thannhäuser. Hirmer wird in der neuen Saison den GC St. Leon-Rot verstärken, während das Falkensteiner Ur-Gestein aus dem Team von HGC-Coach Roger Brown gar nicht wegzudenken ist.

Raphael Geißler, der grippegeschwächt am Morgen im ersten Match gegen Marc Hammer die Meisterschaft eröffnete, trat am Nachmittag zu seinem zweiten Match nicht mehr an. Die Kraft hatte nicht gereicht und so unterlag der Spieler des GC St. Leon-Rot einem starken Mannheimer mit 4&3.

Ein einziges Match wurde bei den Herren in der ersten Runde geteilt: Tim Mayer vom Frankfurter GC und Max Herter lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe, bei dem der Hubbelrather zwar meist knapp in Front lag, aber am Ende doch noch den Ausgleich hinnehmen musste.

Zweite Runde der Herren

Trotz der Verzögerung am Morgen konnte auch die zweite Runde der Herren am Nachmittag komplett gespielt werden. Mit dem allerletzten Tageslicht gingen die spät gestarteten Matches zu Ende.

In Gruppe 1 kommt es am Freitag ab 10.39 Uhr zwischen Marc Hammer und Niklas Jacobi zu einem echten Finalspiel um den Einzug in die KO-Runden der Plätze eins bis acht. Marc Hammer hat nach seinem Sieg gegen Raphael Geißler auch Florian Schmiedel bezwungen. Beim 2&1 ging es spannend zu. Niklas Jacobi hatte kampflos seinen zweiten Punkt eingefahren, so dass die beiden sich darum streiten, wer weiter im Titelrennen bleibt.

In Gruppe 2 hat sich Lukas Gras mit zwei Siegen die beste Ausgangslage erspielt. Gegen den Deutschen Vizemeister Brandon Dietzel setzte sich der Osnabrücker mit 3&1 durch und hat es gegen Junak Thibault selbst in der Hand, diese Gruppe zu gewinnen.

Extrem eng geht es in Gruppe 3 zu. Tim Mayer vom FGC hat sich durch einen grandiosen Endspurt gegen Timo Vahlenkamp die besten Aussichten erkämpft und zeigte sich als Stehaufmännchen. Auf dem 16. Grün ließ er mit einem Dreiputt zu, dass das Match wieder all square ging. Auf Bahn 17 hatte Vahlenkamp ganz stark vorgelegt und hätte seinen Chip durchaus zum Eagle einlochen können. Der Ball lag so gut, dass Mayer zum Birdie schenkte. Der Frankfurter selbst lag erst hinter dem Grün, dann im Bunker, locht von dort aber ein. Auf Bahn 18 nagelte der Youngster aus dem Junior Team Germany seinen zweiten Schlag auf rund 30 Zentimetern an den Stock und sicherte sich mit einem sicheren Birdie den 1auf-Sieg. Mit 1,5 Punkten führt Mayer die Tabelle an.

In Gruppe 4 hat Nick Bachem beide Matches gewonnen und hält damit alle Trümpfe in der Hand, durch einen weiteren Sieg gegen Lukas Demant seine Titelchancen zu wahren.

Völlig ausgeglichen stehen in Gruppe 5 alle vier Bewerber mit je einem Sieg und einer Niederlage punktgleich da. Nach seiner klaren Niederlage gegen Michael Hirmer machte Michael Thannhäuser seinerseits mit Alexander Elsner kurzen Prozess und holte das Match mit 6&5. Hirmer verlor dagegen sein zweites Match gegen Stefan Wiedergrün mit 3&2.

In Gruppe 6 hat sich Michael Zillekens vom Niederrheinischen GC Duisburg schadlos gehalten und nach dem Sieg gegen Tom Reichmann auch gegen Christopher Dammert mit 4&3 triumphiert.

Ähnlich sieht es in Gruppe 7 aus. Hier hat Matthias Schmid beide Matches gewonnen und führt damit die Tabelle an. Gegen Rico Thome gab es einen glatten 6&5-Sieg für den Herzogenauracher.

Mit dem gleichen Ergebnis holte sich in Gruppe 8 Felix Wartenberg gegen Marcel Lamadé seinen zweiten Sieg und liegt alleine in Führung.

In allen Gruppen ist die Entscheidung, wer am Samstag und Sonntag um die Plätze eins bis acht kämpfen wird, noch offen.

Damen haben am Freitag zwei Runden zu gehen

Die Damen mussten am ersten Wettkampftag nur jeweils ein Match bestreiten. Somit lässt sich noch fast keine Tendenz erkennen, wer sich am Freitag die Chance erarbeitet, den Traum vom ersten nationalen Titel 2017 am Leben zu erhalten.

Titelverteidigerin Ann-Kathrin Wandrey (GC Rheinhessen) lag nach der Frontnine 4auf in Führung. Anna Bautista ließ den Kopf aber nicht hängen und so schaffte es die Mülheimerin tatsächlich, das Match noch auszugleichen.

Die Vorjahresfinalistin Hannah Günther (SLR) unterlag in ihrem Auftaktmatch der Münchnerin Pilar von Heynitz mit 3&1. Um 8.36 Uhr kommt es am Freitag zur Neuauflage des Finals von 2016, wenn Wandrey und Günther aufeinander treffen.

Die Deutsche Meisterin Polly Mack hatte mit Marcel Rauch einen starken Helfer als Caddie am Bag. Vielleicht gab dieser Support den Ausschlag für den 2&1-Sieg gegen eine stark spielende Miriam Emmert (Falkenstein).

Den klarsten Sieg landete Hendrika Labsch. Die Spielerin, die zu dieser Saison von Berlin nach Hamburg wechselt, setzte sich gegen Sophie Hempel (GC Rheinhessen) mit 6&4 durch.

Auch Lydia Volkmer vom GLC Berlin-Wannsee hatte früh Feierabend. Mit 5&3 setzte sie sich gehen Christin Eisenbeiß (Falkenstein) durch.

Das erste Match der Damen-Konkurrenz hatte Nina Lang (GC Am Reichswald) gegen Meike Leichtle (Stuttgarter GC Solitude) mit 3&2 gewonnen. Die Schwäbin hatte zu Beginn noch geführt.

Spielleiter Karsten Schimmelpfennig war am Abend erleichtert, alle Matches noch zu Ende spielen lassen zu können, damit der zweite Wettkampftag ganz regulär bestritten werden kann. Die Spielleitung gab sich am späten Abend zuversichtlich, dass am Freitag wie geplant um 8.00 Uhr die Damen in ihre zweiten Matches starten können. Nach den Wettervorhersagen bleibt die kommende Nacht voraussichtlich frostfrei.

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