Bild Information: Favorit John Axelsen geht als Leader in die Finalrunde (Foto: DGV/stebl)

Favorit übernimmt die Führung

IAM Herren 2017
 

Der dritte Tag der 78. German International Amateur Championship steht vor allem am Vormittag unter keinem guten Stern. Es regnet heftig. Und auch die späte Startzeit bekommt noch kräftigen Regen ab. Dennoch schaffen es einige Athleten, tiefe Scores ins Clubhaus zu bringen. Allen voran: John Axelsen. Der Däne rückt mit einer 66 (-5) an die Spitze und scheint seiner Favoritenrolle doch noch gerecht werden zu wollen.

Hamburg – Der 19-Jährige geht mit einem Zähler Vorsprung in die Finalrunde. Anfang des Monats hatte Axelsen die Dänischen Internationalen Amateur Meisterschaften mit zwei Schlägen Vorsprung gewonnen. Der Athlet vom Sorö GK hatte unter anderem Michael Thannhäuser in Silkeborg auf Rang zwei verdrängt.

Mit John Axelsen im Leaderflight und mit besten Aussichten, den Kampf um den Titel eng und spannend zu gestalten, sind Lukas Euler (Frankfurter GC) und Max Oelfke (GC Mannheim-Viernheim). Euler brachte mit seiner 67 (-4) den zweitbesten Score des Tages nach Hause und nutze dabei fünf Birdiechancen, wobei alle Par-5-Bahnen auf seiner Scorekarte rot wurden. „Mein Putten war sehr stark und ich hatte viele Chancen auf Birdies. Ich bin mit meinem Spiel sehr zufrieden“, freute sich der College-Student über seine famose Leistung auf einem Platz, der sich wegen des vielen Regens nicht leicht spielte, auch wenn die Greenkeeper des Hamburger GC wieder ganze Arbeit geleistet hatten. Angesichts der Wassermassen der Nacht und auch des Vormittags war es fast schon ein Wunder, dass die Bedingungen auf Fairways und Grüns so gut waren.

Mr. Konstanz bei dieser IAM ist Max Oelfke. Am dritten Tag brachte der aus Norddeutschland stammende Athlet seine dritte 68 (-3) ins Clubhaus. Oelfke war auf Tee 11 gestartet und konterte sein Bogey von der 16 schon auf Bahn 17 mit einem Birdie. Bis zu seinem 16. Loch folgten vier weitere Birdies, aber ein spätes Bogey auf Bahn 9 brachten den Score doch wieder auf die schon gewohnten 68 Schläge. Wieder waren die Abschläge des Schützlings von Ted Long sehr sicher und auch die Schläge ins Grün waren überwiegend sehr präzise. 16 Grüns in Regulation bieten eigentlich die Chance, mit einem noch tieferen Ergebnis nach Hause zu kommen, aber auf seinen ersten neun Bahnen war der Putter des Viernheimers eher kalt: 19 Putts, kein einziger Einputt dabei, dafür aber der Dreiputt zum Bogey. Nach dem auf Bahn 2 endlich gelochten Birdieputt war der Bann gebrochen. „Da wäre heute noch mehr drin gewesen, aber mit neun unter Par insgesamt bin ich zufrieden. Was mich derzeit auszeichnet ist mein Course-Management. So komme ich selten in brenzlige Situationen und hatte jetzt drei stressfreie 68er Runden. Ich freue mich, morgen im Leaderflight zu starten und die Jungs im Blick zu haben. Das wird morgen ein super Match, hoffentlich mit einigen Zuschauern“, strahlt die Welt für den 22-Jährigen gerade in rosaroten Farben.

Auf Platz vier folgt der Überflieger des ersten Tages. Sami Välimäki aus Finnland hat eine solide 71 unterschrieben und liegt mit gesamt -7 zwei Schläge hinter den beiden Deutschen und drei Zähler hinter dem Leader.

Einen weiteren Schlag dahinter folt der beste Spieler des Junior Team Germany. Nico Lang vom GC Am Reichswald hat eine unglaublich sichere Runde hingelegt, blieb ohne Bogey und schoss sich mit drei Birdies auf 68 (-3) Schläge. Lohn einer bislang mehr als überzeugenden Vorstellung des Youngsters ist Rang fünf. Eher sachlich kommentierte Lang seine famose Leistung: „Meine Runde war sehr solide. Ich habe viele Grüns auf der richtigen Seite getroffen und wenige Fehler gemacht.“

Titelverteidiger Hurly Long teilt sich Rang sechs mit fünf weiteren Kontrahenten. Long startete auf Bahn 11 mit einem Bogey, hielt seine Karte danach sauber und brachte drei Birdies unter. Mit fünf unter Par für das Turnier ist der Rückstand zu den drei Top-Leuten zwar nicht klein, aber wenn der Mannheimer on fire ist, wäre auch eine Aufholjagd noch denkbar.

Mit Hurly Long gleichauf liegt der beste Spieler des gastgebenden Hamburger GC. Sebastian Sliwka kennt auf seinem Heimatplatz nur eine Richtung: voll auf Angriff. Entsprechend lässt das Nordlicht immer wieder seine Mitbewerber im Flight kurz. Mit seiner zweiten 70 in Folge bestätigt Sliwka seine gute Form und wird sicher auch am Finaltag eine Unterstützung durch das Hamburger Publikum haben.

Schlaggleich mit Long und Sliwka liegen Jeremy Freiburghaus (Schweiz), Philipp Matlari (GCMV)und der Osnabrücker Lukas Gras in Lauerstellung.

Ihre Aussichten auf einen Platz im Vorderfeld haben sich Falko Hanisch und Max Mehles mit jeweils einer 68 (-3) bewahrt. Während der Hubbelrather bogeyfrei blieb, notierte der British-Boys-Champion auf Bahn 7 noch ein spätes Bogey. „Heute waren meine Annäherungen sehr solide und ich habe ein paar Putts gelocht. Das Wetter hat mich nicht gestört. Es sind wichtige Putts gefallen, die die wenigen schlechteren Tee-Shots ausgeglichen haben“, analysiert Hanisch seine Leistung.

Max Mehles war mit seinem Spiel zufrieden: „Heute war der beste Ballstriking-Tag dieses Turniers bisher. Ich hatte heute eine bessere Kontrolle über die Bälle, wenn auch noch immer nicht zu 100 Prozent. Die Karte sieht simpel aus und so hat es sich auf dem Platz auch angefühlt. Ein paar gute Up-and-downs gemacht und war nie so richtig in Gefahr, ein Bogey zu spielen.“

Am Sonntag werden nur die besten 62 Spieler in die Finalrunde starten. Der Cut liegt bei +6. Ab 7.30 Uhr wird gestartet, der Leaderflight geht um 9.20 Uhr von Tee 1 raus.

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