Siegerin der IAM Damen 2015: Leonie Harm (Foto: DGV/stebl)
Bild Information: Siegerin der IAM Damen 2015: Leonie Harm (Foto: DGV/stebl)

Leonie Harm holt den Titel bei der IAM Damen 2015

IAM Damen 2015
 

So richtig spannend wurde es im Kampf um den Titel nicht mehr. Dazu war der Vorsprung von Leonie Harm in Mülheim am Finaltag zu groß.

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Mülheim/Ruhr – Die Internationalen Amateurmeisterschaften der Damen sind Geschichte. Mit dem ersten Deutschen Sieg seit 2008 fand diese Meisterschaft ein würdiges Ende. Das Teilnehmerfeld war international stark besetzt und daher zählt der Titel für Leonie Harm aus dem National Team Germany besonders viel.

Sieger waren aber eigentlich alle Teilnehmerinnen, denn der gastgebende GC Mülheim hatte einen wunderbar gepflegten und selektiven Platz geschaffen und bot allen Athleten eine herausragende Gastfreundschaft. Man sah so sogar bei den Spielerinnen, die mit ihrem Score nicht zufrieden sein konnten, auch ein Lächeln.

Die äußeren Bedingungen waren perfekt und so war es auch am Finaltag wieder vier Spielerinnen gelungen, unter Par ins Clubhaus zu kommen. Beste Spielerin war die Schweizerin Kim Metraux, die sich mit einer starken 69 (-3) noch die Silbermedaille sicherte. Kim Metraux gelang mit ihrer 69 die einzige bogeyfreie Runde aller Athletinnen im gesamten Turnierverlauf. Drei Birdies spülten die Schweizerin noch auf das Siegerpodest.

Leonie Harm spielte erneut solide, konnte aber nicht so viele Putts lochen. Nach 14 Bahnen lag die Schwäbin +2 für den Tag, zeitgleich lag Kim Metraux schon „zwei unter“, der Vorsprung von Leonie Harm war auf nur noch drei Schläge geschrumpft. Stark die Reaktion der späteren Siegerin. Mit einem Birdie auf dem 15. Grün beseitigte sie auch die allerletzten Zweifel an ihrem Triumph.

Auch ein weiteres Birdie der Schweizerin auf dem 18. Grün und das vierte Bogey im vierten Versuch für Leonie Harm auf Bahn 18 änderten an der Rangfolge nichts mehr. Sieg für Schwarz-Rot-Gold mit am Ende drei Schlägen Vorsprung auf die aus Lausanne stammende Spielerin der Florida State University.

Leonie Harm war nach dem Turniersieg überglücklich: „Dieser Sieg bedeutet mir sehr viel. Letztes Jahr die Deutsche Meisterschaft war schon großartig, aber die IAM zu gewinnen, ist nochmal eine Stufe darüber, zumal in diesem Jahr ein echt starkes internationales Feld hier war.“ Mit einem großen Vorsprung in die Finalrunde zu gehen, ist nur vermeintlich eine leichte Ausgangslage. „Es ist schwierig auf so einem wirklich schweren Platz, auf dem man sich schnell auch hohe Hausnummern abholen kann, sich zwischendurch auch mal einen Schlag zu entspannen. Mein Bruder hat mir heute sehr geholfen. Der ist die Ruhe in Person und kennt mich ganz genau. Steffen war ein sehr guter Caddie und stand mir toll zur Seite.“ Nach den Startschwierigkeiten früh in der Saison läuft es jetzt richtig gut für Leonie Harm. Der Rückhalt des Teams von St. Leon-Rot bedeutet Harm sehr viel, weil sie sich in der Mannschaft des Aushängeclubs aus der Kurpfalz richtig wohl fühlt. Den Platz des GC Mülheim lobte die Siegerin ganz besonders: „Der Platz war in einem Wahnsinnszustand, wie man ihn in Deutschland nur selten findet. Ein riesiges Lob an die Greenkeeper! Überhaupt hat der Club sich viel Mühe gegeben und alle Mitglieder haben uns einen netten und warmen Empfang bereitet.“

Esther Henseleit vom Hamburger GC war mit sieben Zählern Rückstand in diese Finalrunde gestartet. Die Hamburger spielte großartiges Golf, schaffte es nur nicht, ihre Birdiechancen zu nutzen. Kein einziger langer Putt fiel. Neun Mal hatte sie nur noch ein Tap-In. Nach Runden von 75, 71, 74 wurde es heute mit der 72 ein guter Score. Dies reichte zwar noch, um den Rückstand zur Spitze zu verkürzen, aber nicht, um die von hinten aufholende Schweizerin auf Distanz zu halten. Die Bronzemedaille bei der IAM Damen ist für die 16-Jährige Spielerin des Junior Team Germany aber definitiv auch ein riesiger Erfolg.

Auch in der Nationenwertung gab es einen Deutschen Sieg. Team Deutschland I mit Leonie Harm, Franziska Friedrich und Amina Wolf setzte sich mit 293 Schlägen gegen die Schweiz mit Megane und Kim Metraux (299 Schläge) und Team Deutschland II mit Fiona Liddell, Esther Henseleit und Chiara Mertens (301 Schläge) durch.

Sophie Hausmann lag nach neun Bahnen -3, kam am Ende mit Even Par rein und verbessert sich dadurch auf Platz 5.

Amina Wolf aus dem National Team Germany spielte am Finaltag eine 71 (-1), den besten Score für sie in dieser IAM. Damit verpasste die Frankfurterin um einen Schlag die Top 10. Auch Fiona Liddell aus dem Junior Team Germany gelang im vierten Versuch die erste Runde unter Par. Auch die Ostwestfälin mit schottischen Wurzeln kam mit einer 71 rein und beendet das große Turnier in Mülheim auf Rang 32.

Der Schlag der Meisterschaft gelang Greta Völker, die in der KRAMSKI Deutsche Golf Liga für den Düsseldorfer GC aufteet. Auf Bahn 8 überwand sie die 198 Meter zur Fahne extrem präzise und lochte mit einem Holz 5 carry (!!!) ein.

Weitere Stimmen zum Tag folgen morgen an dieser Stelle.

stebl´

Endstand

Rang Name Land   Endstand
1 Leonie Harm GERMANY -1
2 Kim Metraux SWITZERLAND   +2
3 Esther Henseleit GERMANY +4
5 Sophie Hausmann GERMANY   +6
11 Amina Wolf GERMANY +11
32 Fiona Liddell GERMANY +17
36 Anna-Theresa Rottluff GERMANY +18
41 Franziska Friedrich GERMANY +20
45 Nora Wrenger GERMANY +21
49 Sarina Schmidt GERMANY +22
51 Natalie Wagner GERMANY +23

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