Thomas Rosenmüller und Leonie Harm (Foto: DGV/stebl)
Bild Information: Thomas Rosenmüller und Leonie Harm (Foto: DGV/stebl)

Leonie Harm und Thomas Rosenmüller heißen die Sieger der 12. Allianz German Boys and Girls Open

Allianz GBGO 2015
 

Nach zwei extrem Hitzetagen fand der Finaltag bei traumhaften Bedingungen statt. Heiß wurde es trotzdem, sportlich gesehen, denn zwischenzeitlich machten die Verfolger richtig Druck.

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Bilder des Tages, Galerie II

Bilder des Tages, Siegerehrung

 

St. Leon-Rot – Die Sieger der 12. Allianz German Boys and Girls Open heißen Leonie Harm und Thomas Rosenmüller. Leonie Harm setzte sich mit einer 66 (-5) und einem Gesamtscore von -11 mit einem Schlag Vorsprung auf Esther Henseleit durch, die heute ebenfalls eine 66 unterschrieb und so richtig Druck auf die Harm aufbaute. Vor der Finalrunde hatte Leonie Harm einen Zähler Rückstand auf die Engländerin Hollie Muse. Die Britin hatte heute keinen guten Tag erwischt und fiel mit ihrer 75 noch auf Rang 9 zurück. Schlaggleich mit der Spielerin des National Team Germany, die in St. Leon-Rot ihre sportliche Heimat hat, war die Dänin Puk Lyng ins Rennen gegangen. Lyng hatte zwar mit einer 70 (-2) sehr solide gespielt, aber dies reicht heute nicht, um ins Titelrennen eingreifen zu können. Hinter diesem Trio folgten vier Spielerinnen, die einen Schlag mehr auf dem Konto hatten, also alle noch voll im Rennen um den Titel waren. Unter ihnen: Esther Henseleit. Die Varelserin aus dem Kader von Mädchen-Bundestrainer Sebastian Rühl spielte eine grandiose Runde und machte praktisch keinen Fehler. So blieb sie ohne Bogey, notierte aber satte sechs Birdies, vier davon schon auf der Frontnine. Diesen Zwischenstand sah Leonie Harm im Halfway House und wusste von da an, dass ihre Hauptkonkurrenz nicht im Leaderflight spielte, sondern zwei Gruppen vor ihr. Bemerkenswert, wie Leonie Harm darauf reagierte und ganz konzentriert ihr Spiel durchzog, nachdem sie auf den ersten drei Bahnen selber drei Birdies notiert hatte und da schon wie die sichere Siegerin ausgesehen hatte. Auf Bahn 4 unterlief der Schwäbin ihr einziges Bogey. Dank eines stabilen Nervenkostüms und ihres durch die Erfolge mächtig gewachsenen Selbstvertrauens brachte Leo Harm noch vier weitere Birdies auf ihre Scorekarte. Eben genau so viele, wie nötig. So kam sie dann mit einem Schlag Vorsprung auf das 18. Tee. Ihr Abschlag landete kurz vor dem großen Teich, der das Grün seitlich verteidigt. Ihren zweiten Schlag brachte die frisch gekürte Siegerin der IAM Damen gut in Richtung Fahne, allerdings etwas zu lang, so dass sie aus dem Vorgrün putten musste. Mit ihrem ersten Putt ließ sich Leonie Harm noch einen Wadenbeißer für den Turniersieg über. Aus etwas mehr als einem Meter musste sie lochen, um nicht doch noch gegen Esther Henseleit ins Stechen gehen müssen. Stark, wie sie als Ruhe in Person diesen wichtigen Putt verwandelte und sich dann von Fans und Zuschauern auf dem 18. Grün für ihren zweiten großen Sieg innerhalb weniger Wochen feiern lassen durfte.

Mit einem Gesamtscore von -11 holt sich Leo Harm ihren ersten Titel bei der Allianz German Girls Open. Mit -10 sicherte sich Esther Henseleit die Silbermedaille. Bronze holte sich Agathe Laisne aus Frankreich, die hinter den beiden Deutschen mit einer 67 (-5) die drittbeste Runde des Tages rein brachte.

Bei den Jungen ging Thomas Rosenmüller als Leader mit eine Vorsprung von drei Schlägen in die Finalrunde, hielt sich ständig an der Spitze des Feldes und durfte am Ende verdient jubeln. Doch auch bei den Jungen wurde es noch einmal spannend, als der Brite William Enefer das Feld von hinten aufrollte und nach 14 Bahnen schon bei -6 für den Tag lag. Rosenmüller bekam davon allerdings nichts mit, denn er wollte sich ganz auf sein Spiel konzentrieren und lag mit dieser Taktik goldrichtig, obwohl William Enefer nach sechs Birdies ohne Bogey auf dem Leaderboard auch mit -9 auftauchte. Am Ende hielt Thomas Rosenmüller dem Druck stand und brachte mit einer 70 (-2) und einem Gesamtscore von -10 den Sieg nach Hause. Da sich auch Enefer ein Bogey geleistet hatte, musste der Deutsche auf der 18 sein Spiel nur zu Ende bringen, ohne sich noch einen Ausrutscher zu leisten. Auf Bahn 17 hatte sich der Spieler aus dem Kader von Jungen-Bundestrainer Ulli Eckhardt einen Bogey geleistet. Enefer wurde für die beste Tagesleistung ebenso mit einer Medaille belohnt wie John Axelsen. Der Däne, der vor einem Jahr als Führender in die Finalrunde gegangen war und auch bis kurz vor Schluss wie der sichere Sieger ausgesehen hatte, holte sich im Kartenstechen die Bronzemedaille, weil er gegenüber dem Franzosen Victor Veyret die bessere Finalrunde gespielt hatte.

Jungen-Bundestrainer Ulli Eckhardt strahlte auf dem 18. Grün mit der Sonne um die Wette, weil sein gesamter Kader einen großartigen Schlusstag einer insgesamt mehr als gelungenen 12. Allianz German Boys and Girls Open hatte. Max Schmitt blieb mit einer 69 (-3) ebenso unter 70 wie auch Raphael Geißler. Der Lokalmatador schob sich mit seiner 68 noch auf Rang 6, während sich der Spieler des GC Rheinhessen über Rang 5 freuen durfte. Auch Yannick Schütz schaffte seine beste Turnierrunde. Seine 69 reichte, um sich noch in die Top 10 zu spielen.

Trotz eines international wirklich stark besetzten Teilnehmerfeldes aus insgesamt 18 Nationen waren neun Deutsche unter den besten elf Spielerin. Neben den beiden Medaillenträgern waren es Marc Hammer und David Li, die mit ihren Runden von 67 (-5) Schlägen aufhorchen ließen. Während sich Hammer noch auf Platz 9 verbesserte, schaffte Li es auf Rang 11.

Auch Malte von Blankenfeld vom GC Rheinhessen rückte mit seiner 69 noch auf Rang 8 vor. Tim Bombosch vom GC Hubbelrath verpasst auf Platz 14 knapp die Top 10, dürfte mit konstant gutem Spiel und seiner zweiten Runde unter Par aber auch zufrieden die Heimreise antreten.

Drei sonnige Tage fanden in St. Leon-Rot bei einer launigen und sportlich-lockeren Siegerehrung ihren Abschluss. Erstmals seit langer Zeit hatte es keine Gewitterunterbrechung gegeben. Der Platz wurde von allen Teilnehmer in höchstem Maße gelobt, da er sich fair spielte und die Grün formidabel waren. Der GC St. Leon-Rot hatte sich wieder einmal als perfekter Gastgeber gezeigt und den Jugendlichen einen Rahmen geboten, wie man ihn im internationalen Turnierzirkus nur selten findet. Vor allem Dank des Engagements des Vorzeigeclubs aus der Kurpfalz hat sich das Turnier schon bei seiner 12. Auflage zu einem der prestigeträchtigsten und best besetzten internationalen Wettspiele überhaupt entwickelt. Bei den Mädchen war in diesem Jahr noch die Besonderheit, dass es das erste Qualifikationsturnier für den Junior Solheim-Cup war. Das Solheim-Fieber war auch an den Turniertagen deutlich zu spüren und die Vorfreude auf diesen Kontinentalwettkampf, der Mitte September in St. Leon-Rot ausgetragen wird, wächst von Tag zu Tag.

Stimmen vom Finaltag und weitere Bilder des Tages folgen später an dieser Stelle.

stebl´

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