Bild Information: Hurly Long: Bester Spieler des Tages mit einer famosen 63 (Foto: DGV/stebl)

Deutsches Team im Viertelfinale

Team-EM Herren 2018
 

Grandiose Leistung der Herren in Bad Saarow.

Bad Saarow – Was für ein Tag in Bad Saarow! Was für ein Tag für den deutschen Golfsport insgesamt! Alle vier Mannschaften des Golf Team Germany, die derzeit über ganz Europa verteilt ihre Team-Europameisterschaften spielen, haben sich souverän für Flight A qualifiziert, stehen im Viertelfinale und sind damit weiter im Rennen um Titel und Medaillen. Dies gab es zuletzt 2010!

Die Damen haben in Österreich in der Zählspielqualifikation Platz zwei erreicht, die Jungen in Tschechien gehen von Platz fünf ins Viertelfinale und auch die Mädchen kämpften sich in Schweden auf Platz fünf.

Die Herren um Bundestrainer Ulli Eckhardt haben nach einem fulminanten Tag den Sprung bis auf Platz vier geschafft.

Verhaltener Start

Die Herren des National Team Germany drehten nach verhaltenem Start in den zweiten Wettkampftag dieser European Amateur Team Championship 2018 richtig auf und qualifizierten sich am Ende souverän für das Viertelfinale. Gegner wird der Titelverteidiger Spanien sein.

Dabei lagen die Spieler auf dem Faldo Course zu Beginn des Tages  zwischenzeitlich nur auf Rang zehn. Hurly Long allerdings läutete mit einer herausragenden Leistung eine Wende ein. Er spielte die beste Runde aller 96 Athleten und unterschrieb am Ende eine blitzsaubere Scorekarte mit 63 Schlägen. Neun unter Par. Famos.

Nicht nur die Zahl an sich, sondern auch die Art und Weise, wie der Youngster des GC Mannheim-Viernheim diesen Score erspielte, war eine Augenweide. Anfangs kratzte der 22-Jährige sein Par zusammen, aber spätestens, als ihm ab Bahn drei innerhalb von vier Löchern drei Birdies geglückt waren, war das Momentum voll bei Long - und auch beim Rest des Teams. Zeitgleich mit Hurly Long fingen auch Timo Vahlenkamp und Falko Hanisch an, Birdies und Eagle auf den Platz zu zaubern. Dies sorgte beim Bundestrainer nach und nach für Entspannung.

„Ich habe heute wirklich toll geputtet, aber trotzdem sind noch vier Putts, die ich schon drin gesehen hatte, nicht gefallen. Ich hatte auf allen Grüns nur noch zwischen zwei und sechs Metern zum Loch. Die Wedges waren heute deutlich besser. Daran hatte ich vor der Runde noch gearbeitet. Ich freue mich, dass ich dem Team heute so helfen konnte“, war Hurly Long nach einem Tag mit sieben Birdies und einem Eagle rundum zufrieden. In der Einzelwertung dieser Europameisterschaft steht der Spieler, der seit 2011 in den Kadern des DGV gefördert wird, am Ende auf dem geteilten zweiten Platz.

Respekt im Feld

Für Falko Hanisch und Timo Vahlenkamp war der zweite Wettkampftag phasenweise sehr gelungen, aber es mischten sich auch Bogeys und Doppelbogeys in den Sonnenschein, so dass beide am Ende mit ihren Scores von 75 und 76 Schlägen nicht rundum zufrieden waren. Der Vorfreude auf das nun anstehende Viertelfinale tat dies aber auch keinen Abbruch und so werden beide in den Matchplays für ihre Gegner ganz sicher harte Brocken sein, zumal beide im Teilnehmerfeld sehr großen Respekt genießen.

Teamleistung top

Die drei Spieler der späten Startzeit lagen alle ständig unter Par und schraubten so schon früh am Nachmittag den Teamscore soweit runter, dass es plötzlich sogar realistisch erschien, die starken Dänen noch vom dritten Platz zu verdrängen. Am Ende fehlte hierzu nur ein einziger Schlag, aber dies tat der Freude im deutschen Lager keinen Abbruch.

Mit der drittbesten Teamleistung aller 16 Nationen schob sich Deutschland im Klassement der Zählspielqualifikation bis auf den vierten Platz vor. Wie stark die deutschen Herren unterwegs waren, kann man auch daran ablesen, dass es selbst dann für die Qualifikation für Flight A der besten Acht gereicht hätte, wenn Hurly Long statt neun unter Par nur eine Runde von Even Par ins Clubhaus gebracht hätte.

Hammer rechtzeitig in Top-Form

Marc Hammer kam an diesem Wettkampftag besser von den Tees ins Spiel und traf deutlich mehr Fairways. Das Resultat: sieben Birdies und ein Score von 68 (-4). Nach sieben Bahnen lag der Mannheimer dabei sogar noch bei zwei über Par. „Auf der Backnine habe ich mir viele Chancen erarbeitet und endlich sind die Putts mal wieder gefallen. Es lief dann einfach“, freute Hammer sich und wurde in der Einzelwertung mit einem Platz in der Top Ten belohnt.

Bogeyfrei

Jannik de Bruyn begann mit einem Birdie und ließ auch danach rein gar nichts anbrennen. Der Spieler des GC Hösel hielt zum dritten Mal in seiner noch jungen Karriere seine Scorekarte blitzsauber und kam ohne Bogey durch den Tag. Insgesamt vier Birdies drückten den Score des Rheinländers, der im GC Schloss Myllendonk mit dem Golfspiel begonnen hatte, auf 68 Schläge. Entsprechend zufrieden war der erst 18-Jährige: „Ich habe wieder zu meinem Spiel gefunden und viele gute Schläge gemacht. Am Ende sind wir alle sehr froh, morgen in Flight A zu spielen. Das war eine starke Mannschaftsleistung!“

Auch Hirmer unter Par

Michael Hirmer hat sich im Vergleich zum Vortag gesteigert und nach zwei frühen Birdies eine sichere 71 (-1) ins Clubhaus des GC Bad Saarow gebracht. Der Bayer startete mit einem Birdie und legte schon auf Bahn sechs sein zweites Birdie nach. Das einzige Bogey unterlief dem Spieler des Stuttgarter GC Solitude auf Bahn 11, einem Par 5. Hier wurde Hirmer von einer großen Schar ganz junger Golfer erwartet und man sah in viele strahlende Kinderaugen. Im Rahmenprogramm dieser Team-EM hat sich das A-Rosa Golfresort Scharmützelsee einiges ausgedacht, um die Menschen aus dem Umland für den Golfsport zu begeistern.

Michael Hirmer brachte seine Runde sehr sicher nach Hause und durfte sich mit dem Team über den Einzug ins Viertelfinale freuen: „Ich bin mit meinem Spiel gerade nicht so ganz zufrieden, aber was ich heute gemacht habe, war solide. Leider lief für eine richtig tiefe Runde nicht viel zusammen, aber es hätte deutlich schlechter laufen können. Meine Form steigert sich von Tag zu Tag und daher bin ich jetzt ganz heiß darauf, morgen gegen Spanien zu spielen.“

Bundestrainer rundum happy

Bundestrainer Ulli Eckhardt war restlos begeistert von dem, was sein Team an diesem Tag geleistet hatte: „Ich war mir zu jeder Zeit sicher, dass wir es drauf haben, hier weit zu kommen. Heute sah es am Morgen aber erstmal nicht so freundlich aus. Als Hurly Long dann aber seine ersten Birdies untergebracht hatte, hatte ich die ganze Zeit ein sehr, sehr gutes und sicheres Gefühl, dass wir morgen im Viertelfinale stehen werden. Großartig, wie geschlossen mein Team heute aufgetreten ist und wie stark wir alle gemeinsam eine Top-Leistung abgerufen haben. Das war eine echte Teamleistung und darauf bauen wir auf.“

Auch Silke Lüdike hatte viel gesehen, was Mut für die kommenden Aufgaben macht. „Nach dem gestrigen Tag war allen klar, dass noch Luft nach oben ist und da draußen noch viele Chancen für uns liegen. Wir müssen nur zugreifen und sie einsammeln. Jeder für sich mit seinem Können. Und genau damit haben wir heute begonnen und morgen geht es weiter. Schritt für Schritt. Ick freu mich“, strahlte die aus Berlin stammende Mental-Coachin des Teams.

Neumann auf Wolke sieben

Ein seltenes Glücksgefühl für die sportlich verantwortlichen Personen gibt es an diesem Tag. Alle vier Teams das DGV haben sich für das Viertelfinale qualifiziert. Dies gelingt nicht vielen Nationen und ist daher eine Besonderheit.

„Es war aus meiner Sicht eine phantastische Aufholjagd. Was die Jungs heute hier geleistet haben, war einfach nur großartig und freut mich natürlich zu allererst für die Athleten, aber auch für alle, die zum Gelingen dieser Europameisterschaften beitragen und hier viel Arbeit und Herzblut reinstecken. Dass wir mit allen vier Mannschaften in Flight A stehen, ist eine riesige Leistung und ein Zeichen dafür, dass wir mit dem Golf Team Germany vieles richtig machen“, war Marcus Neumann, Vorstand Sport im DGV am Abend eines spannenden Tages sehr glücklich über die sportlichen Leistungen der Herren in Bad Saarow, wie auch der anderen drei Teams in Österreich, Tschechien und Schweden.

Ab jetzt: alles Matchplay

Um 7.20 Uhr und 7.30 Uhr werden die beiden Vierer im Duell zwischen Titelverteidiger Spanien und den Bundesadlern gestartet. Am Mittag stehen dann noch vier Einzel auf dem Programm des Teams um Bundestrainer Ulli Eckhardt.

 

Ergebnis Zählspiel Livescoring Matchplay

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