Bild Information: Mit einem Schlag Vorsprung holen sich die Jungen des Hamburger L&GC Hittfeld den Sieg der DMM AK 18. (Foto: Langer Sport Marketing)

Hittfeld knipst sich zum Sieg

DMM Jugend 2017
 

An einem bis zuletzt spannenden Finaltag holen sich die Jungen des Hamburger L&GC Hittfeld den Sieg der DMM AK 18. Sie holen sich den Pokal mit einem Gesamtergebnis von 15 Schlägen über Par. Auf dem zweiten Platz landet der GC Herzogenaurach mit +16 Schlägen. Dem schlaggleich liegenden Team des Frankfurter GC bleibt nach Stechen nur Platz drei.

Garlstedt - Buchstäblich bis zuletzt war der Ausgang des Turniers offen. Die Spitzenmannschaften der diesjährigen Deutschen Mannschaftsmeisterschaften AK 18 lagen - wenn überhaupt - nur wenige Schläge auseinander. Das Team des GC Herzogenaurach zeigte Biss und servierte mit dem früh gestarteten Lukas Pany (70; -4) nicht nur die beste Einzelrunde des gesamten Feldes, sondern brachte gleich ganze drei seiner fünf gewerteten Einzelergebnisse unter Par rein. Selbst bei Pany, der an Bahn 17 noch ein Doppelbogey hinnehmen musste, wäre sogar noch etwas Luft drin gewesen.

Luft, die die Süddeutschen in diesem engen Rennen gut hätten gebrauchen können. Denn die spät gestarteten Spieler des GC Herzogenaurach, konnte die Taktzahl ihrer Mannschaftskollegen nicht ganz halten und notierten mit +9, +10 und +13 vergleichsweise hohe Scores. Am Ende legte Herzogenaurach mit einem Gesamtergebnis von 16 Schlägen über Par dennoch stark vor und setzte die Messlatte für die noch spielenden Konkurrenten hoch an.

Showdown an Bahn 18

Die Entscheidung hier im Club zur Vahr sollte allerdings erst ganz zum Schluss fallen. Denn in der letzten Spielgruppe waren Tim Mayer (Frankfurter GC), Jonas Demant (Hamburger L&GC Hittfeld) und Nils Dobrunz (G&LC Berlin-Wannsee) unterwegs. Dobrunz, der Bundesligaspieler, hatte für seine aus der Führung gestarteten Berliner einen unglücklichen Rundenbeginn erwischt und war seit der zweiten Bahn mit der Hypothek zweier Doppelbogeys unterwegs. Wenn ihm nur ein starkes Finish gelingen würde, dann könnte er sein Team noch ins Stechen bringen - oder vielleicht direkt zum Sieg. Dazu sollte es allerdings nicht kommen. Denn auch wenn es Nils Dobrunz auf den Back Nine gelang, seinen Score zusammenzuhalten, konnte er die frühen Schlagverluste doch nicht mehr wett machen. Am Ende sollte sein G&LC Berlin-Wannsee den vierten Platz einnehmen, mit einer Differenz von gerade einmal drei Schlägen zum Siegerteam.

Und die anderen beiden? Eines war klar: Den glücklicheren Tag hatte Jonas Demant. Zu keinem Zeitpunkt seiner Einzelrunde lag er über Par - und zeigte damit das beste Ergebnis der drei Spieler. Als Demant, Mayer und Dobrunz auf die 16. Bahn kamen, lagen Frankfurt und Hittfeld geteilt in Führung. Dann ein Schlagverlust des Frankfurters Tim Mayer und die Hittfelder lagen mit einem Zähler in Front. Aber nur bis zum Loch 17. Da war es Demant, der ein Bogey notierte und das erste Mal seit Loch sieben wieder auf Even Par rutscht. Die Frankfurter waren wieder im Spiel.

Und dann das letzte Loch: Demants Drive trifft auf einen Baumstamm, springt aber wieder auf die Spielbahn. Tim Mayers Abschlag landet in einem Busch und ist unspielbar. Tim Mayer kommt nicht um den Strafschlag herum - und kann ihn auch nicht mehr ausgleichen. Jonas Demant notiert ein Par, Tim Mayer bleibt nur das Bogey und sein Frankfurter GC unterliegen denkbar knapp mit einem Schlag gegen die starken Hittfelder. Der ganz große Coup der Hessen, die in fast identischer Besetzung den AK 16 Titel des Vorjahres holten, blieb aus.

Unglücklich auf Platz drei

Und am Ende kommt es noch dicker: Im Kartenstechen unterliegen die Frankfurter gegen die schlaggleiche Mannschaft des GC Herzogenaurach und fallen so noch auf Platz drei zurück! Ärgerlich ist dies vor allem, weil gerade Lukas Buller, der stärkste Spieler der Frankfurter, einen wichtigen Trumpf aus der Hand gab. Auf Bahn 18 brachte Buller seinen zweiten Schlag ins Grün und chippte seinen Ball mit dem dritten Schlag bis auf anderthalb Meter an die Fahne - nur um von dort noch ganze drei Putts zum Doppelbogey zu spielen.

Die glücklichen Sieger des von starkem Regen begleiteten Turniers sind die Jungen des Hamburger L&GC Hittfeld. Kapitän Philip Drewes resümiert: „Der Club zur Vahr ist meine alte golferische Heimat. Diesen Golfplatz muss man unglaublich strategisch spielen - man kann es auch auch Rasenschach nennen. Meine Jungs lieben es, hier mit mir zu spielen, weil sie genau wissen, dass ich alle Ecken und Enden kenne. Wir wissen also, wo man richtig was holen kann, aber auch wo man richtig verlieren kann. An diesem Wochenende ist es besonders gut für uns ausgegangen. Mit diesen Jungs arbeite ich jetzt schon seit sechs, sieben Jahren zusammen. In den letzten Turnieren haben wir schon Bronze und Silber geholt und es ist ein wirklich tolles Erlebnis, nun auch diese Goldmedaille zu gewinnen.“

Auf Platz vier landet der G&LC Berlin-Wannsee. Mit einigen Schlägen Abstand folgen die Vorjahreszweiten des Hamburger GC Falkenstein mit +24 Schlägen auf Platz fünf. Die Titelverteidiger vom GC Rheinhessen Wißberg landen mit +28 Schlägen auf T7.

Zu den Ergebnissen der DMM Jungen AK 18

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