Bild Information: Hannah-Leonie Karg, Anastasia Mickan und Paula Kirner sind die Siegerinnen der Deutschen Meisterschaften der Mädchen 2016 (v.l.). (Foto: DGV/ Tiess)

Mickan ist Deutsche Jugendmeisterin

DM Jugend
 

Anastasia Mickan (G&LC Berlin-Wannsee) gewinnt bei den Deutschen Meisterschaften der Mädchen die AK 18 sowie den Titel der Deutschen Jugendmeisterin. In der AK 16 siegt Hannah-Leonie Karg (Hamburger GC) im Stechen gegen Lydia Volkmer (G&LC Berlin-Wannsee). In der AK 14 serviert Paula Kirner (Kiawah GC Riedstadt) eine starke Finalrunde und gewinnt ihre Altersklasse mit satten zwölf Schlägen Vorsprung.

AK 14: Kirner lässt nichts anbrennen

Eines vorweg: Die Meisterschaft in der AK 14 war eine glasklare Sache. Paula Kirner (Kiawah GC Riedstadt) konnte ihre Drei-Schläge-Führung vom Vortag noch einmal um neun Schläge ausbauen und das Feld am Ende mit ganzen zwölf Zählern anführen. Sie gewinnt die Deutsche Meisterschaft in ihrer Altersklasse mit einem Gesamtergebnis von 216 Schlägen. Ihr folgen Caroline Hermes und Paula Schulz-Hanßen (beide GC St. Leon-Rot) auf dem geteilten zweiten Platz mit 228 Zählern.

Für Kirner, die mit ihrem achten Platz bei den Deutschen Meisterschaften der Damen erst kürzlich ein Achtungszeichen setzen konnte, ist der Titelgewinn in der AK 14 ein weiterer Höhepunkt ihrer Saison: „Ich wollte zwar mein Bestes geben, aber den Sieg habe ich nicht erwartet. Nach der gestrigen Runde lag ich mit drei Schlägen in Führung. Meine heutige Runde habe ich dann gleich mit einem Birdie begonnen und es ging auch genauso gut weiter. Das war natürlich ein tolles Gefühl, obwohl die anderen ja auch ganz gut gespielt haben. Der Titel bedeutet mir sehr viel. Es war nicht wirklich mein Ziel, denn wie schon gestern gesagt, hängt es ja nicht nur von einem selber ab, ob man gewinnt oder nicht. Aber dass ich ihn jetzt gewonnen habe, ist klasse!“

AK 16: Meisterschaftsdrama dank Ass!

Da sah es in der AK 16 ganz anders aus. Hannah-Leonie Karg (Hamburger GC) ist hier mit fünf Schlägen Vorsprung in den Finaltag gestartet, sah sich jedoch einer großartig kämpfenden Lydia Volkmer (G&LC Berlin-Wannsee) gegenüber. Den vorläufigen Höhepunkt erreichte das Duell an Bahn 16, einem Par 3. Am Abschlag lag Karg noch mit einen Schlag in Führung, musste sich auf dem Grün allerdings mit einem Bogey begnügen. Und Lydia Volkmer? Die schlug den einzigen unschlagbaren Schlag, nämlich ein Ass! Und plötzlich waren nicht nur die fünf Zähler Vorsprung weg. Vielmehr lag Karg mit zwei Zählern hinter der Berlinerin. 

Das Match war aber noch lange nicht entschieden! Denn an Bahn 17 konterte Karg mit einem Birdie und verkürzte auf einen Zähler Rückstand. Und auch an Bahn 18 lochte sie ihren Birdie-Putt unter dem Jubel und Beifall der Zuschauer. Volkmer hingegen notierte zweimal Par. Die beiden Spielerinnen kamen - für das Turnier - schlaggleich vom Platz, und so stand nach einer kurzen Pause das Stechen auf Bahn neun an. Und wenn es so etwas wie Momentum gibt, dann hatte Hannah-Leonie Karg dieses auf ihrer Seite. Zwar spielten beide ihre Drives platziert auf den Fairway und auch die Transporter-Schläge waren beide identisch gut. Dann jedoch war es Karg, die ihren Schlag ins Grün mit nur knappen zwei Metern zur Fahne beließ. Volkmer hingegen hatte gute elf Meter Distanz vor sich. 

Die Berlinerin puttete stark, schob ihre Birdie-Chance jedoch einige Zentimeter an der Fahne vorbei. Erst ihren Par-Putt verwandelte sie sicher. Und dann war es an Karg. Die ließ sich nicht lange bitten, trat an ihren Ball und führte den Birdie-Putt zügig aus. Der Ball fiel. Und Hannah-Leonie Karg hatte den Meistertitel der AK 16 gesichert. Sie gewinnt ihre Altersklasse mit einem Gesamtergebnis von 215 Schlägen. Lydia Volkmer liegt schlaggleich auf Platz zwei. Anni Eisenhut (Münchener GC) sichert sich mit 218 Schlägen den dritten Rang. Hannah Karg ist nach dem glücklichen Ausgang des Turnier sichtlich froh: „Ich bin erleichtert, dass ich es gepackt habe - gerade nach dem Stechen. Während der Runde, so nach neun Löchern, hatte ich mir gedacht, dass das hier auch nach hinten losgehen kann, denn ich habe kein gutes Golf gespielt. Lydia hingegen hat wirklich sehr gut gespielt. Dann hat Lydia das Hole-in-One gespielt und war zwei vor. Da habe ich mir nur gesagt, dass ich nochmal richtig reinhauen muss, habe dann auch Birdie-Birdie gespielt und konnte ausgleichen. Im Stechen wollte ich den Sack dann einfach nur zumachen.“ 

AK 18: Mickan rast zur Titelverteidigung

Während Karg und Volkmer im Stechen spielten, kamen die Spielerinnen der AK 18 Flight für Flight zurück zum Clubhaus. Dass das Titelrennen in der Leader-Gruppe entschieden wird, durfte schon vor Rundenbeginn vermutet werden. So ging doch Aline Krauter (Stuttgarter GC Solitude) mit sechs Schlägen Vorsprung in die finale Wertungsrunde. Nach drei gespielten Bahnen lag die Süddeutsche sogar bei acht Schlägen Vorsprung, da Anastasia Mickan (G&LC Berlin-Wannsee) an den Bahnen zwei und drei jeweils Bogeys kassiert hat. 

Dann allerdings sollte sich das Blatt wenden. Und für Aline Krauter sollte es eine ganz bittere Finalrunde werden, in der sie sechs Bogeys und zwei Doppelbogeys verkraften musste. Nur ein Birdie konnte sie dem entgegensetzen. Den Gegenentwurf sollte Ana Mickan aufzeigen. Nach ihrem verkorksten Start sammelte sie ganze sieben Birdies und ließ dabei nur einen weiteren Schlagverlust zu. Damit scored Mickan eine 68 und stellt den erst vor zwei Tagen neu aufgestellten Platzrekord ihrer Clubkameradin Lydia Volkmer ein. Krauter hingegen benötigt heute ganze 13 Zähler mehr als ihre Titel-Konkurrentin und findet sich gemeinsam mit Polly Annika Mack (GC Stolper Heide) auf dem geteilten zweiten Rang ein. Mickans Gesamtergebnis liegt bei 214 Schlägen. Die AK 18 gewinnt sie mit sieben Zählern Vorsprung und verteidigt ihren Vorjahrstitel somit erfolgreich.

Knappes Rennen um die Gesamtwertung

In der Wertung für den Titel der Deutschen Jugendmeisterin ging es allerdings deutlich enger zu. Zwar gewinnt Anastasia Mickan auch diesen Titel. Die Marge zu den Siegerinnen der weiteren Altersklassen ist dabei allerdings so eng, wie es überhaupt nur geht. Hannah-Leonie Karg liegt mit nur einem Zähler Rückstand auf Platz zwei der Gesamtwertung. Und auch die junge Paula Kirner, Meisterin der AK 14, liegt lediglich zwei Schläge hinter Ana Mickan.

Ana Mickan geht mit sich trotz des doppelten Titelgewinns ins Gericht: „Ich habe meine Runde nicht so toll begonnen und lag nach drei Bahnen bei zwei über - mit acht Schlägen Abstand zur Führung. Dann habe ich ein paar Birdies gespielt und die Runde mit vier unter reingebracht. Dass Aline heute nicht ihr bestes Golf gespielt hat, half mir natürlich. Dabei mache ich mir grundsätzlich immer noch zu viele Gedanken über die Ergebnisse meiner Mitspieler. Daran muss ich auf jeden Fall noch arbeiten, aber zumindest heute hat es gereicht.“

So geht hier in der Nordheide bei sonnigem Wetter eine Meisterschaft zu Ende, die in jeder der drei Altersklassen erstklassiges Golf hervorgebracht hat - und mit Anastasia Mickan eine Gesamtsiegerin fand, die in dieser Saison einfach nicht zu bremsen ist. Alle drei Siegerinnen und auch DGV-Turnierdirektor Sven Hahnl bedankten sich in ihren Reden bei dem Team des Golfclubs für die lockere und äußerst gastfreundliche Atmosphäre. Und der GC Buchholz-Nordheide kann nach der Ausrichtung der Damenmeisterschaft im Jahr 2000 nun auf ein weiteres Turnier großen Kalibers zurückschauen.

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